PKW gerät in Schieflage

Nachdem wir gestern noch darüber berichtet hatten, welche vielen und teils ungewöhnlichen Einsätze die Feuerwehr Oberursel-Oberstedten in den letzten beiden Tagen abarbeiten musste, gab es heute erneut einen erwähnenswerten Einsatz für die Wehr.

In einem Ausflugslokal im Oberurseler-Stadtwald war es zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein Fahrzeug auf der Seite zum Liegen kam.
Vermutlich in Folge einer Fehlbedienung seines Fahrzeugs, fuhr ein Rentner eine Treppe hoch, von der das Auto auf die Seite umkippte und an Buschwerk liegen blieb.

Zu dem Unfall war es gekommen, da der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, über eine Treppe fuhr und auf die Seite umkippte.

Die Beifahrerin des Fahrzeuges konnte sich selbstständig aus dem Fahrzeug befreien, der Fahrer jedoch, benötigte hierfür Unterstützung der Feuerwehr.
Dazu wurde das Fahrzeug durch die Einsatzkräfte stabilisiert und der Fahrer wurde mittels einer speziellen Trage über die Heckklappe gerettet. Danach wurde er vom Rettungsdienst betreut und ins Krankenhaus transportiert. Auch die Beifahrerin wurde durch die Kollegen des Roten Kreuzes behandelt.

Der PKW war auf der Seite zum Liegen gekommen.

Stromausfall, E-PKW im Vorgarten und Notruf einer Smartwatch – viel zu tun für die Feuerwehr Oberursel-Oberstedten

In den letzten zwei Tagen musste die Feuerwehr Oberursel-Oberstedten gleich zu mehreren Einsätzen ausrücken.

Zunächst ewar es am Freitag Morgen gegen 07:00 Uhr zum Ausfall der Stromversorgung in südöstlichen Teil von Oberstedten gekommen. Der Bereich rund um den Kreisel am Ortseingang, bis in die Ortsmitte waren betroffen. Da von dieser Störung auch das Feuerwehrhaus in der Niederstedter Straße betroffen war, wurde die Notstromeinspeisung des Feuerwehrhauses in Betrieb genommen. Das Feuerwehrhaus diente sodann als Anlaufstelle für die Bevölkerung. Das Handynetz funktionierte zwar noch, aber die Internet- und Telefonversorgung war nicht mehr gegeben, dies sogar in einem größeren Bereich Oberstedtens, der zwar Strom hatte, aber nicht mehr über das Festnetz telefonieren konnte.

Notstromeinspeisung des Feuerwehrhauses

Die Kameradinnen und Kameraden der Wehr nutzten die Zeit um das Gerätehaus etwas aufzuräumen und die Fahrzeuge zu reinigen, denn am Abend sollte noch die Jahreshauptversammlung der Stadtteilwehr stattfinden. Vereinzelt erkundigten sich Bürger nach der Dauer und dem Grund der Störung, wozu uns aber keine Informationen vorliegen.

Der Energieversorger baute zwischenzeitlich auch für die Privathaushalte und Unternehmen, große Ersatzstromversorgungen auf, da sich die Behebung des Schadens noch bis in den frühen Abend gezogen hatte. Gegen 17:30 Uhr wurde immer mehr Bereiche wieder auf das „Normalnetz“ umgeschaltet sodass nach Rückbau des Stromerzeugers am Feuerwehrhaus, die Wachbereitschaft aufgelöst werden konnte. 

Die für den Abend terminierte Versammlung der Feuerwehr und des Feuerwehrvereins von Oberstedten konnte ohne Unterbrechungen stattfinden.

Doch am Samstagmorgen kam es direkt zum nächsten Einsatz für die Ortsteilwehr.
Eine Autofahreren hatte die Kontrolle über ihren Elektro-PKW verloren und war in einen Vorgarten gefahren, wobei sie ein Hoftor und einen Zaun durchbrach. Die Fahrerin konnte mit leichten Verletzungen selbstständig ihr Fahrzeug verlassen und wurde durch den ebenfalls alamierten Rettungdienst versorgt. Die Feuerwehr Oberursel-Oberstedten sicherte die Einsatzstelle ab und setzte den Elektroantrieb des Fahrzeuge außer Funktion.

Der PKW hatte ein Hoftor und einen Zaun durchbrochen. Foto: Seeboth

Nachdem an dieser Einsatzstelle in der Hauptstraße die Maßnahmen der Feuerwehr beendet waren, und die Kräfte gerade wieder im Gerätehaus angekommen waren, meldete sich die zentrale Leitstelle des Hochtaunuskreises mit einem erneuten Einsatz für die Retter.

Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab und deaktivierte die Stromversorgung des elektrisch angetriebenen Unfallfahrzeuges. Foto: Seeboth

Die Smartwatch einer Bürgerin hatte einen Sturz erkannt und selbstständig den Notruf inkl. der Übermittlung der Geokoordinate des Unfallortes ausgelöst. Nachdem die Leitstelle keinen Kontakt aufnehmen konnte, wurde die Feuerwehr und der Rettungsdienst in den Bereich dieser Notrufmeldung entsandt. Auch die Polizei, welche auch beim ersten Einsatz anwesend war, wurde erneut alarmiert.

Im Radius um die übermittelte Koordinate wurde ein Mehrfamilienhaus vorgefunden, über die immernoch bestehende Notrufverbindung konnte abgehört werden, wie die Rettungskräfte an der korrekten Wohnung die Türklingel betätigten. Durch eine offene Balkontür konnten sich die Einsatzkräfte Zugang zur Wohnung verschaffen, wo tatsächlich eine bewusstlose Person lag.
Der Rettungdienst begann sofort mit der Notfallversorgung, Feuerwehr und Polizei unterstützen im Anschluss die Patientin bis in den Rettungswagen zu verbingen.

Eine Smartwatch wie diese, hatte die Rettungskräfte automatisch informiert.

Die digitale Armbanduhr der älteren Dame, informierte ebenso ihren Sohn, welcher im Verlauf des Einsatzes ebenfalls in der Wohnung erschien. Mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall wurde die Dame ins Krankenhaus eingeliefert.

Dieser Einsatz war auch für unsere Rettungskräfte sicherlicher kein alltäglicher und es ist beachtlich zu sehen, welche Vorteile die moderne Technik in Notfallsituationen bieten kann.

Die Feuerwehr Oberursel-Oberstedten hofft nun, zumindest am morgigen Sonntag nicht nochmal alarmiert werden zu müssen, steht unseren Bürgern aber, wie alle anderen Feuerwehren Oberurseles auch, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr ehrenamtlich für Einsätze bereit.

Ausbildungswochenende bei der Feuerwehr Oberursel

Die Feuerwehr Oberursel veranstaltete dieses Wochenende ein Fortbildungsangebot der besonderen Variante. In einer mobilen Realbrandausbildungsanlage konnten die Atemschutzgeräteträger:innen aller Oberurseler Wehren unter Realbedingungen üben.

Hierbei kommen umgebaute Seeconatiner zum Einsatz, in denen Holzpaletten verfeuert werden, um hohe Temperaturen und Rauch zu erzeugen. Damit mehrere Trupps die Übung wahrnehmen können, darf das Feuer jedoch nicht gelöscht werden. 

Vorbesprechung des Durchgangs mit dem Trainier.

Das modulare Übungskonzept umfasste eine Gruppenübung in der die Brandphänomene erläutert wurden, der zweite Teil ermöglichte das Absuchen von Räumen und die korrekte Informationsweitergabe an die Außenwelt im Zweiertrupp. So konnten sowohl am Samstag, als auch am Sonntag Durchgänge in der mobilen Ausbildungsanlage durchgeführt werden.

Während ein Trupp die Innenräume absucht wird der Schlauch nachgeführt.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter stellt klar: „Die Möglichkeiten dieser Anlage unterscheiden sich grundlegend von denen der geplanten Heißausbildungsanlage im Gefahrenabwehrzentrum. Der Fokus dieser Containeranlage liegt in der Wärmegewöhnung und den Grenzen der Schutzausrüstung in Extremsituationen wie einer Innenbrandbekämpfung”.  

„Den jungen Einsatzkräfte soll hier bewusst aufgezeigt werden, wann die Ohren heiß werden und wie es sich anfühlt wenn das eingebrachte Löschwasser verdampft“ ergänzt der stv. Wehrführer der Feuerwehr Oberursel-Mitte Daniel Rademacher, welcher die Ausbildung für die rund 40 Einsatzkräfte organisiert hat.

Blick in die Brandkammer der Anlage in der Holzpaletten verfeuert wurden.

Auch die Teilnehmer waren zufrieden mit der Ausbildung, für viele von Ihnen war es das erste Mal in einer so realitätsnahen Übungssituation. „Es ist schon beachtlich wie gut wir durch unsere Ausrüstung vor dem Feuer geschützt sind, wie schmal aber auch der Grad ist, bis es unangenehm wird“ resümiert Henry Byers, der seit 2021 Feuerwehrmann in Oberursel ist. 

Im Gefahrenabwehrzentrum wird es um Standardprozeduren gehen, die nur in einer gasbefeuerten Anlage immer wieder aufs neue abgerufen werden können um drillmäßig das korrekte Verhalten zu trainieren.

Rettung einer Übungspuppe aus der im Container nachgestellen Wohnung

„Das können wir in der Form mit unserer Containeranlage nicht in der Form reproduzierbar darstellen“, erläutert der Betreiber der mobilen Anlage, Florian Förster von der Firma Firecon. „Bei uns liegt der Fokus auf den Brandphänomenen, wie der Rauchgasdurchzündung und den verschiedenen Temperaturzonen die auch im Realeinsatz entstehen.“ 

Video der Rauchgasdurchzündung auch “Rollover” genannt. Die Gruppe der Übungsteilnehmer sitzt – ein stehen während der Durchzündung wäre aufgrund der Wärme nicht auszuhalten.

Stellvertretender Stadtbrandinspektor Andreas Ruhs erklärt: „Am Ende ist die Ausbildung für den Atemschutz ein dreistufiges Modell welches sich aus der Grundausbildung, der Heißausbildung in einer gasbefeuerten Anlage und der Realbrandausbildung mit einer feststoffbefeuerten Anlage zusammensetzt.“

„Aus diesem Grund ist es für uns so wichtig, die Heißbrandausbildung im Neubau des GAZ zu realisieren. Letztlich ist es aber eine Frage der möglichen Bezuschussung des Hochtaunuskreises“, schließt Valentin Reuter ab.

Nachbesprechung der Erkenntnisse aus dem Modul “Rauchgasdurchzündung”

Die Feuerwehr bedankt sich bei allen Nachbarn, die durch die zeitweisen Geruchsbelästigungen gestört wurden. 

Bundesweiter Warntag verschoben

Im September 2020 fand der erste bundesweite Warntag statt. In diesem Jahr wurde er durch das Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vom 08. September auf den 08. Dezember 2022 verschoben.

Da der Warntag nun zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet, waren am heutigen Tag keine Sirenen im Oberursleler Stadtgebiet zu hören.

In Oberursel findet der nächste Probealarm am 22. Oktober 2022 um 12.00 Uhr statt. Auch am Warntag im Dezember wird der Hochtaunuskreis vorraussichtlich teilnehmen, um die verfügbaren Warnmittel, wie Sirenen oder Warn-Apps ausgiebig zu testen.

Auf diese Weise werden die technischen Abläufe im Fall einer Warnung und auch die Warnmittel selber auf ihre Funktion und auf mögliche Schwachstellen hin überprüft. Im Nachgang werden von den Verantwortlichen gegebenenfalls Verbesserungen vorgenommen und so das System der Bevölkerungswarnung sicherer gemacht.

Auch die Stadt Oberursel baut ihr Sirenennetz konsequent aus.”Jüngst gab es einige Verzögerungen aufgrund von Lieferengpässen, doch wir sind zuversichtlich gegen Ende des Jahres noch zwei weitere Sirenen im Oberurseler Norden in Betrieb nehmen zu können”: so Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.

Der bundesweite Warntag, wie auch die regelmäßig stattfindenden Sirenenproben dienen weiterhin dem Ziel, die Menschen in Deutschland und Oberursel über die Warnung der Bevölkerung zu informieren und sie damit für Warnungen zu sensibilisieren.

Die Verschiebung des Warntages kam vorallem dadurch Zustande, dass die neue Funktion des Cell-Broadcasting, welches eine Meldung auf die im Warnbereich eingebuchten Handys, ähnlich einer SMS ermöglicht, getestet werden soll.

Nähre Informationen zum Warntag finden sich auf: https://warnung-der-bevoelkerung.de/ und auf https://feuerwehren-oberursel.de/sirenentest.

Weißkirchener Kerb feiert Comeback mit Live-Musik und Nachhaltigkeit

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause feiert die Weißkirchener Kerb am kommenden Wochenende ihr Comeback: Von Freitag, 9., bis Montag, 12. September, wird am und im Feuerwehrhaus, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 2a, und auf dem Festplatz Bleiche gefeiert. Ausrichter des viertägigen Kirchweihfestes ist der Verein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Weißkirchen. Beginn ist am Freitag um 19 Uhr, am Samstag um 15 Uhr sowie am Sonntag und Montag jeweils um 11 Uhr. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf eine Kerb wie vor Corona freuen. Nur die Struktur des Kerbeplatzes musste leicht verändert werden, weil das Feuerwehrhaus zwischenzeitlich umgebaut und erweitert wurde.


„Ich freue mich, dass wir endlich wieder eine komplette Kerb feiern können“, sagt Florian Watteroth, Chef des Kerbeausschusses der Wehr. „Besonders freut es mich, dass wir an unserem Nachhaltigkeitskonzept festhalten und unnötigen Müll so gut es geht vermeiden. Wir verzichten auf Plastik und verwenden nur Einwegprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen, und zur Erbsensuppe, die wie immer am Kerbmontag von 12 Uhr an verkauft wird, werden Metalllöffel ausgegeben.“

Gespannt ist das Organisationsteam, wie die erstmals angebotene Möglichkeit der Kartenzahlung angenommen wird und wie die Taunus-Bigband ankommt, die beim Frühschoppen am Sonntag aufspielt. Zum Musikprogramm gehören ferner die Auftritte der „Filsbacher XXL“ am Freitagabend und der Kultband „Aber Hossa“ am Samstagabend. Für Kinder gibt es ein Unterhaltungsprogramm am Sonntagnachmittag, das von Weißkirchener Vereinen organisiert wird. Zudem gibt es einen kleinen Rummelplatz auf der Beiche.

Tag der offenen Tür der Feuerwehr Oberursel-Oberstedten

Die Feuerwehr Oberursel-Oberstedten veranstaltet dieses Wochenende am Sonntag, den 04.09.2022 ab 11:00 Uhr ihren Tag der offenen Tür.

Nebst der Fahrzeugschau und dem Kinderunterhaltungsprogramm, wird um 15 Uhr auch der Musikzug eine musikalische Darbietung präsentieren.

Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Feuerwehr Oberstedten freut sich auf den Besuch von Groß und Klein.

Die Feuerwehr befindet sich in der Niederstedter Straße 12, direkt am Kreisel bei der Ortseinfahrt nach Oberstedten.

Waldbrand führt zu Großeinsatz der Feuerwehr im Hochtaunuskreis

Am 03.08.2022 kam es im Bereich des Klingenkopfes zu einem Waldfeuer besonderen Ausmaßes, welcher einen Großeinsatz der Feuerwehren des Hochtaunuskreises nach sich zog.

Gegen 13:00 Uhr wurde der zentralen Leitstelle des Hochtaunuskreises über den Notruf 112 ein Waldfeuer im Bereich des Kolbenberges gemeldet. Die zuständige Feuerwehren Oberursel-Mitte und Oberursel-Oberstedten wurden alarmiert.

Durch die ersteintreffenden Erkundungsfahrzeuge der Feuerwehr Oberursel, konnte das Feuer, bei Unterstützung eines Waldbesuchers, im Bereich des Klingenkopfes, etwa 600m nordöstlich des Funkturmes Kolbenberg, lokalisiert werden. Bereits dem Erkundungsfahrzeug bot sich ein Bild, welches sonst für Waldfeuer im Taunus völlig untypisch ist. Der Einsatzleiter, Oberursels Stadtbrandinspektor Valentin Reuter, erläutert: “Die Flammen standen auf einer anfangs noch nicht abschätzbaren Fläche rund 5-6 Meter hoch, zum Teil sogar bis in die Baumkronen des Mischwaldes, hier war größte Eile geboten dieses Feuer schnell zu stoppen um eine Ausbreitung zu verhindern.”

Blick auf die Einsatzstelle bei Eintreffen der ersten Kräfte

Sofort wurde das Einsatzstichwort erhöht, was eine Vervielfachung der eingesetzten Kräfte bedeutete. Alle Feuerwehren der Stadt Oberursel wurden alarmiert. Die Rauchsäule war mittlerweile Kilometerweit zu erkennen und die Notrufe nahmen massiv zu. Mit der Stichworterhöhung wurde die Einsatzstelle neu strukturiert und in zwei sog. Einsatzabschnitte aufgeteilt. Die in den Einsatzabschnitten eingesetzten Löschfahrzeuge versuchten sofort, unter Einsatz mehrerer Strahlrohre, die massive voranschreitende Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Mehrere Bäume stürzten brennend in die Einsatzstelle und sorgten für zusätzliche Gefährdung im Einsatzgebiet.

Um den hohen Wasserbedarf, für diese Einsatzlage sicherzustellen, wurden alle im Hochtaunuskreis verfügbaren Löschfahrzeuge mit Tankvolumina über 5.000 Liter zusammengezogen. Durch die Feuerwehren der Gemeinde Schmitten wurden die mit Brauchwasser gefüllten Hochbehälter an der Hegewiese und in Oberreifenberg einsatzbereit gemacht.

Die Führungskomponenten des Hochtaunuskreises wurden an der Einsatzstelle etabliert. Der Brandschutzaufsichtsdienst des Hochtaunuskreises, um den Kreisbrandinspektor Carsten Lauer, unterstützen die Einsatzleitung der Feuerwehr Oberursel. Ein Hubschrauber der Polizei wurde angefordert um über die Luft eine Einschätzung der Lage abzugeben.
Eine zwischenzeitlich gemeldetes zweites Feuer westlich des Sandplacken bestätigte sich nach Einsichtnahme des Hubschraubers nicht.

Bild der Einsatzstelle aus dem Hubschrauber

Die Großtanklöschfahrzeuge sorgten über den Einsatzverlauf für eine kontinuierliche Wasserversorgung der Einsatzstelle und pendelten zwischen der Einsatzstelle und den Hochbehältern. Etwa gegen 15:30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und die unkontrollierte Ausbreitung konnte verhindert werden. Der gesamte trockene Waldboden war jedoch mit vielen Glutnestern übersäht, welche immer wieder für Rauchentwicklungen und kleinere Flammenbildungen sorgten. Auch in den Baumkronen flammten die glühenden Rinden der Bäume immer wieder auf.

Einsatzbesprechung der Einsatzleitung mit dem Brandschutzaufsichtsdienst des Hochtaunuskreises

Das Forstamt Königstein unterstütze die Feuerwehr und nach Rücksprache wurden diverse vom Feuer betroffene Bäume gefällt. Durch die Drohnenstaffel der Feuerwehr Bad Homburg konnte die Einsatzstelle aus der Luft vermessen werden. Es handelte sich um eine Fläche von ca. 7.000m². Weiterhin wurde festgestellt, dass sich die Einsatzstelle auf dem Gemeindegebiet der Stadt Neu-Anspach befand. Die Einsatzleitung wurde fortan durch den stv. Stadtbrandinspektor von Neu-Anspach, Thorsten Moses, ergänzt.

Aufgrund der hohen Temperaturen und der Wetterlage, aber auch der Wärmestrahlung des Bodens, waren die an der Einsatzstelle eingesetzten Kräfte extremen Belastungen ausgesetzt. Es wurde alle 90 Minuten ein Austausch der Mannschaft durchgeführt, weshalb Feuerwehren aus dem gesamten Hochtaunuskreis zeitversetzt an der Einsatzstelle eingesetzt waren.

Blick in den Bereitstellungsraum der als Sammelplatz für die Einsatzkräfte diente.

Der Waldboden musste mit speziellem Werkzeug umgegraben werden, um die Glutnester aus dem Unterholz nach oben zu befördern und dann mit Wasser abzulöschen. Bis 18.00 Uhr wurden hierzu rund 100.000 Liter Brauchwasser genutzt. Die kräftezehrende Aufgabe zog sich bis zum Einbruch der Dunkelheit gegen 21:00 Uhr. Die letzten Fahrzeuge waren um 23:00 auf der Feuerwache Oberursel-Mitte wieder aufgerüstet und einsatzbereit gemacht.

Durch die Feuerwehr Schmitten eingerichtete Brauchwassertankstelle an der Hegewiese
Foto: Feuerwehr Schmitten

Über den Tagesverlauf wurden an der Einsatzstelle fast 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, der Polizei und der Hilfsorganisationen eingesetzt. Ungefähr 70 Fahrzeuge, ein Hubschrauber und ca. 130.000 Liter Brauchwasser wurden eingesetzt. Die, bei der Wetterlage extrem wichtige Versorgung der Einsatzkräfte mit Kaltgetränken und Verpflegung, wurde durch das Deutsche Rote Kreuz und der Bergwacht Großer Feldberg sichergestellt. Hervorzuheben ist, dass trotz der umfangreichen Anzahl an Kräften, der Hanglage der Einsatzstelle und der hohen Temperaturen, keine Einsatzkraft verletzt wurde.

Die Hanglage erschwerte die Löscharbeiten.

Während des Waldbrandeinsatzes, mussten die zur Sicherstellung des Brandschutzes im Oberurseler Stadtgebiet eingesetzten Kräfte der Feuerwehren Oberursel-Weißkirchen, Oberursel-Bommersheim und Oberursel-Mitte, zu einem Feuer in einem Bürokomplex ausrücken.
Hier war es zum Brand einer Batterieanlage gekommen, der unter Einsatz von Feuerlöschern und eines Strahlrohres aber rasch gelöscht werden konnte. Der Einsatz zog sich aufgrund von Entrauchungsmaßnahmen aber ebenfalls über 2 Stunden und es wurden sechs Kräfte unter Atemschutz eingesetzt.

Insgesamt einer der größten Einsätze des Jahres für die Feuerwehr Oberursel, den wir so schnell nicht wieder erleben wollen. Aus diesem Grund sei nochmals auf die schon mehrfach erwähnten Hinweise zum Verhalten im Wald und während der anhaltenden Trockenperioden hingewiesen. Die rasante Ausbreitung des Feuers an dieser Einsatzstelle hat wieder gezeigt wie dramatisch die Situation aktuell ist.

Die Feuerwehr Oberursel bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften:

  • der Feuerwehren Oberursels
  • der Feuerwehren Schmittens
  • der Feuerwehren Kronbergs
  • der Feuerwehren Usingens
  • der Feuerwehren Friedrichsdorfs
  • der Feuerwehren Bad Homburgs
  • der Feuerwehren Grävenwiesbachs
  • der Feuerwehren Weilrods
  • der Feuerwehren Königsteins
  • der Feuerwehren Neu-Anspachs
  • des Deutschen Roten Kreuzes
  • der Bergwacht Großer Feldberg
  • der Führungsgruppe TEL des Hochtaunuskreises
  • der Polizeien des Hochtaunuskreises und der Polizeifliegerstaffel Rheinland-Pfalz
  • des Forstamtes Königstein
  • und des Brandschutzaufsichtsdienstes des Hochtaunuskreises

Feuerwehr warnt vor sehr hoher Waldbrandgefahr

Die Feuerwehr Oberursel warnt auch in dieser Woche wieder vor der extrem hohen Waldbrandgefahr. Der angekündigte Hitzetrend des Deutschen Wetterdienstes veranlasste die Feuerwehren Oberursel und Schmitten in Zusammenarbeit mit dem Hochtaunuskreis bereits zu einer Pressemitteilung vor etwa vier Wochen.
Durch die anhaltende Gefahr hat das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, heute am 18.07.2022 auch, die Waldbrandgefahrenstufe A ausgerufen. Diese Maßnahme setzt die Feuerwehren in erhöhte Alarmbereitschaft und zieht diverse interne Maßnahmen nach sich, erläutert Oberursels stellvertretender Stadtbrandinspektor Andreas Ruhs.

In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr erneut auf Umsichtiges handeln im Waldgebiet, aber auch darüber hinaus hin. “Die Trockenheit in Verbindung mit den erwarteten Temperaturen, der kommenden Tage sind besorgniserregend”, so Ruhs weiter.

Bereits am 30.06.2022 war es in der Nähe des Kolbenberges zu einem Waldfeuer gekommen.

Waldbesucher sind bei Ausflügen angehalten, erhöhte Vorsicht walten zu lassen und die Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkws dürfen nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Die Fahrzeuge sollten nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen. Da heiße Fahrzeugteile wie Auspuffanlagen ebenfalls eine Brandgefahr darstellen. Rauchen im Wald ist gänzlich verboten.

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes für den kleinen Feldberg liegt für den 18.07. bei “hoch” und für morgen 19.07. bei “sehr hoch”, der höchsten von fünf Stufen. Ob die erwarteten Hitzegewitter im Laufe der Woche für eine Besserung sorgen bleibt abzuwarten.

Auch trockene Wiesen und kahle Ackerflächen mit Kornresten und Reisig stellen nebst den abgestorbenen Waldbeständen eine potentielle Brandgefahr dar, die durch Wind und Sonne noch weiter erhöht wird. Die Feuerwehr Oberursel musste in den vergangene Wochen schon zu zwei Bränden auf Ackerflächen ausrücken.

Auf dieser Wiesenfläche in der Oberstedter Gemarkung war es in der vergangenen Woche bereits zu einem Brand gekommen.

“Die Brandgefahr besteht also nicht nur im Wald, sondern auch auf Wiesen oder Ackerflächen” so Stadtbrandinspektor Valentin Reuter. “Es sei wichtig auch beim Grillen drauf zu achten, immer einen Löschmöglichkeit in der Nähe zu haben”, ergänzt er.

Auch im Mai gab es schon einige Waldfeuer, welche in Folge einer vermuteten Brandstiftung entstanden sind.
Die Kriminalpolizei Bad Homburg ermittelt.

Die Feuerwehr bittet Oberurseler Gartenbesitzer ferner darum, das anzeigepflichtige Abbrennen von pflanzlichen Abfällen insbesondere in Wald-, Wiesen- und Feldnähe zu unterlassen. „Der unkontrollierbare Funkenflug kann zu einer nicht beabsichtigten Ausbreitung führen“ so Reuter. Von Lagerfeuern oder der Verbrennung von Unkraut zwischen Platten oder Steinen sei ebenfalls abzusehen.

Wer einen Wald- oder Wiesenbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr über den Notruf 112 zu informieren. Um es der Feuerwehr einfacher zu machen den Einsatzort zu lokalisieren, können Smartphone-Apps wie die Hochtaunuskreis-App mit der Möglichkeit einer Mitteilung von Geokoordinaten des aktuellen Standortes helfen.

Waldfeuer beschäftigt drei Feuerwehren

Am gestrigen Mittwoch den 29.06.2022 wurde der Zentralen Leitstelle des Hochtaunuskreises gegen 14:00 Uhr ein Waldbrand im Bereich des Kolbenberges, unweit des Sandplackens gemeldet. Da die genaue Örtlichkeit der Einsatzstelle unklar war und es weitere Meldungen einer Rauchsäule im Bereich des Altkönigs gab, wurden vorsorglich die Freiwilligen Feuerwehren Oberursel, Kronberg und Schmitten alarmiert.
Die Kräfte aus Oberursel rückten zum Sandplacken aus und erkundeten den Bereich.
Ein Fahrradfahrer gab dann den entscheidenden Tipp und das Bodenfeuer konnte zwischen dem Kolbenberg und dem Klingenkopf lokalisiert werden.

Dort brannten Waldboden und Totholz auf einer Fläche von etwa 1000m². Die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen veranlassten die Feuerwehr bereits letzte Woche zu einer Pressemeldung, die auf die hohe Waldbrandgefahr hinwies. Nun kam es dennoch zu einem Brandereignis, das rund 30 Kräfte der Wehren Oberursel-Mitte, Oberursel-Oberstedten und Bad Homburg beschäftigte.
Die Waldfläche wurde unter Einsatz mehrerer Strahlrohre abgelöscht, und die Wasserversorgung durch Großraumtanklöschfahrzeuge sichergestellt. Die Feuerwehrkräfte waren bis in den Nachmittag beschäftigt das Waldfeuer zu löschen. Gegen Abend wurde nochmals eine Nachkontrolle der Brandstelle durchgeführt um sicher zu gehen, dass es im Unterboden nicht doch noch weiterbrannte – bei der Kontrolle konnte aber nichts mehr festgestellt werden.

Die Feuerwehr appelliert in diesem Zusammenhang nochmal an die Waldbesucher, äußerste Vorsicht walten zu lassen. „Die aktuelle und anhaltende Trockenperiode in Kombination mit dem vielen Totholz macht uns Sorgen. Schon die kleinste Zündquelle reicht aus um den Waldboden in Brand zu setzen“ so Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.

Auch bei diesem Einsatz war es für die Kollegen des Notrufs schwierig, die genaue Position des Feuers abzufragen. Hier können Smartphone Applikationen, wie die Hochtaunuskreis App helfen, da sie die Geoposition des Nutzers anzeigen, welche er dann im Notruf mitteilen oder sogar digital Übermitteln kann. Die Einsätze der Wehren Schmitten und Kronberg stellten sich als Doppelmeldungen der Einsatzstelle der Oberurseler Wehr heraus.

Parallel zu dem Einsatz im Wald, kam es zu einem ausgelösten Heimrauchmelder in Obersteden, der durch die Wehren Stierstadt und Bommersheim abgearbeitet wurde.
Es handelte sich um einen Fehleralarm.