Neue Technik, veränderte Einsatzlagen und weiterentwickelte Abläufe stellen auch an die Führungskräfte der Feuerwehr immer neue Anforderungen. Deshalb bringt die Feuerwehr Oberursel ihre Gruppen- und Zugführer einmal im Jahr gezielt zusammen, um neue Verfahren zu vermitteln, Erfahrungen auszutauschen und ein einheitliches Vorgehen im Einsatz sicherzustellen.
Ein Thema war der neue digitale Prozess zur Anzeige von Verbrennungen pflanzlicher Abfälle, über den die Stadt Oberursel bereits informiert hat. Damit dieser Prozess seinen Mehrwert such für den Einsatzdienst entfaltet, müssen die Feuerwehrkräfte wissen, welche Informationen ihnen künftig zur Verfügung stehen und wie sie diese nutzen können. Der Verbrennungsort wird digital erfasst und kann von den Einsatzkräften direkt eingesehen werden. So lässt sich beispielsweise eine gemeldete Rauchentwicklung schneller und gezielter einordnen.
Stadtbrandinspektor Valentin Reuter begrüßt die Teilnehmenden und begann mit den ersten beiden Themen des Abends.
Auch die zunehmende Zahl elektrisch angetriebener Fahrzeuge verändert die technische Hilfeleistung. Deshalb hat die Feuerwehr Oberursel eine neue Softwarelösung für die digitale Rettungskartendarstellung beschafft. Das Crash Recovery System kann anhand des Fahrzeugkennzeichens die passende Rettungskarte bereitstellen und zeigt unter anderem Hochvoltkomponenten, Batterien und relevante Abschaltmöglichkeiten. Ein besonderer Schwerpunkt der Schulung lag darauf, wie die Software die Einsatzkräfte dabei unterstützt, Hochvoltsysteme schneller zu erkennen und die notwendigen Maßnahmen zur Deaktivierung vorzubereiten.
Daneben stellte Patrick Vogel, zweiter stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Oberursel-Mitte, die digitale Lagekartenführung des in Oberursel genutzten Einsatzführungssystems EDP vor. Einsatzstellen, Gefahrenbereiche, Abschnitte und Einsatzmittel können dort gemeinsam und in Echtzeit dargestellt werden. Damit wird EDP kontinuierlich weiterentwickelt, um Einsatz- und Führungskräfte im Einsatz noch besser zu unterstützen.
2. stv Wehrführer der Wehr Mitte, Patrick Vogel stellt die Lösung zur Sichtung von Einsätzen bei Flächenlagen dar.
Auch wenn Oberursel in diesem und im vergangenen Jahr bislang von größeren Starkregenereignissen verschont geblieben ist, bleibt die Vorbereitung darauf wichtig. Die Führungskräfte beschäftigten sich deshalb erneut mit den Abläufen bei Flächenlagen, also Ereignissen bei denen die Feuerwehr plötzlich und zeitgleich mit einer Vielzahl von Hilfeersuchen konfrontiert ist. In einem solchen Fall müssen Einsatzstellen zunächst gesichtet, priorisiert und die verfügbaren Kräfte anschließend gezielt dorthin geschickt werden, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird.
Den Abschluss bildete die weiterentwickelte Alarm- und Ausrückeordnung, vorgestellt durch den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Andreas Hensler. Anpassungen waren unter anderem notwendig, weil sich die Feuerwehr Oberursel im Bereich Waldbrandbekämpfung neu aufgestellt und einzelnen Stadtteilfeuerwehren konkrete Schwerpunktaufgaben zugewiesen hat. So sollen vorhandene Fähigkeiten und Ausstattung künftig noch gezielter eingesetzt werden.
Die jährliche Führungskräftefortbildung ist damit ein fester Bestandteil der Weiterentwicklung der Feuerwehr Oberursel – mit dem Ziel, neue Technik, digitale Unterstützung und bewährte Einsatzgrundsätze sinnvoll miteinander zu verbinden.
Besonders einsatzreiche Tage liegen hinter den freiwilligen Einsatzkräften der Feuerwehr Oberursel-Mitte. In rund 72 Stunden wurden insgesamt neun Einsätze abgearbeitet. Zusätzlich stellten die Einsatzkräfte beim Oberurseler Herbsttreiben an zwei Tagen – mittels einer festen besetzten Wache – einen Brandsicherheitsdienst, um im Ereignisfall schnellstmöglich auf dem Festgebiet eingreifen zu können.
Das Einsatzgeschehen war dabei vielfältig und reichte von ausgelösten Brandmeldemeldeanlagen und Rauchwarnmeldern bis hin zu einem schweren Verkehrsunfall.
Die Einsatzkräfte rückten mehrfach zu ausgelösten Brandmeldeanlagen aus. Neben Fehlalarmen führte unter anderem angebranntes Essen in einem Altenheim zur Alarmierung der Feuerwehr. Auch in zwei privaten Wohnungen lösten Rauchwarnmelder aufgrund von angebranntem Kochgut aus.
Darüber hinaus wurden die Einsatzkräfte zu eingeschlossenen Personen in einem Aufzug sowie zu einer Feuermeldung in einem Gebäude alarmiert und auch eine Türöffnung für den Rettungsdienst nach einem medizinischen Notfall musste abgearbeitet werden.
Zuletzt mussten die Kräfte am Sonntagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Kanonenstraße ausrücken. Glücklicherweise konnten die verunfallten Personen bereits durch Ersthelfer aus den Unfallwracks befreit und erstversorgt werden. Die Tätigkeiten der Feuerwehr lagen bei der Unterstützung des Rettungsdienstes, Absicherung der Unfallstelle, das Abstreuen von auslaufenden Betriebsstoffen sowie die Sicherstellung des Brandschutzes.
Auslaufende Betriebsstoffe wurden durch die Feuerwehr abgestreut, sowie der Brandschutz sichergestellt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Oberursel-Mitte
Am gestrigen Freitag wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem ausgedehnten Brandereignis in den Zimmersmühlenweg in Oberursel-Stierstadt alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Anbauterrasse im 2. Obergeschoss in Flammen. Die angrenzenden Wohnbereiche waren ebenfalls betroffen, sowie ein Spitzboden, der zunächst nicht zugänglich war. Durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte wurden weitere Einheiten – unter anderem eine zweite Drehleiter – nachgefordert.
Die Bewohner des betroffenen Objekts – zwei Erwachsene und zwei Kinder –blieben glücklicherweise weitgehend unverletzt, die Betreuung erfolgte durch den Rettungsdienst, unterstützt durch ein Kriseninterventionsteam.
Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz im Innenangriff vor, während die Drehleitern zur Brandbekämpfung und Kontrolle des Dachbereichs eingesetzt wurden.
Das offene Feuer konnte rasch abgelöscht werden, im weiteren Verlauf wurden Teile der Dachhaut geöffnet, um versteckte Glutnester aufzuspüren und gezielt abzulöschen. Die betroffenen Bewohner konnten noch einige Habseligkeiten retten und kamen vorrübergehend bei Bekannten unter. Teile des Gebäudes bleiben vorerst unbewohnbar.
Im Einsatz waren insgesamt 74 Einsatzkräfte aller Oberurseler Feuerwehren, sowie Kräfte der der Feuerwehr Kronberg. Durch das hinzugerufene THW wurde nach Abschluss der Löschmaßnahmen die Dachhaut provisorisch gegen Witterungseinflüsse gesichert.
Für die Einsatzkräfte wurde eine Hygienestation eingerichtet, die Verpflegung wurde durch einen örtlichen Supermarkt sichergestellt. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei übergeben, die Ursachenermittlung dauert derzeit an.
Bei strahlendem Spätsommerwetter öffnete die Freiwillige Feuerwehr Oberstedten am gestrigen Sonntag ihre Tore für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region. Der alljährliche Tag der offenen Tür lockte wieder zahlreiche Besucher auf das Gelände des Feuerwehrhauses und bot neben spannenden Einblicken in die Arbeit der Wehr auch besondere Programmpunkte für Groß und Klein.
Bereits am Vormittag herrschte reges Treiben auf dem Gelände. Besonders die kleinen Gäste kamen auf ihre Kosten: Eine große Feuerwehr-Hüpfburg, Kinderschminken und eine Vielzahl kreativer Spiele sorgten für strahlende Kinderaugen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt, von frisch Gegrilltem bis hin zu hausgemachten Kuchen reichte das kulinarische Angebot.
Als Novum diente das Fest in der Niederstedter Straße dieses Jahr erstmals auch als Ziel der rund 30 Teilnehmer starken Neubürgerradtour, die im Rahmen einer Kooperation zwischen der Stadt Oberursel und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) jährlich stattfindet. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde auch Bürgermeisterin Antje Runge herzlich von Wehrführer Eric Schneider begrüßt, die selbst an der Tour teilnahm und sich viel Zeit für Gespräche mit den Ehrenamtlichen nahm.
Das Highlight des Tages war die feierliche Übergabe eines neuen technischen Einsatzmittels: Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Oberstedten finanzierte die Anschaffung einer hochmodernen Feuerwehrdrohne im Wert von rund 18.000 Euro. Der erste Vereinsvorsitzende Uwe Herzberger überreichte die Drohne symbolisch an Bürgermeisterin Runge, die sich in ihrer Ansprache bei den engagierten Ehrenamtlichen bedankte und betonte, wie wichtig eine moderne Ausstattung für die Sicherheit der Stadt sei.
Anschließend übergab sie das neue Einsatzmittel offiziell an Wehrführer Eric Schneider. Stadtbrandinspektor Valentin Reuter lobte den Förderverein für dessen Engagement und erklärte das breite Einsatzspektrum der Drohne: „Ob bei der Suche nach vermissten Personen, der Lageerkundung bei Großschadenslagen oder der Dokumentation – die Drohnentechnologie wird uns künftig wertvolle Dienste leisten.“ Er kündigte an, dass sich die Feuerwehr Oberursel künftig mit weiteren Drohnenstaffeln im Hochtaunuskreis vernetzen werde, um im Einsatzfall schnell und ortsübergreifend agieren zu können.
Mit großer Begeisterung und beeindruckendem Engagement konnte auch die Oberstedter Jugendfeuerwehr, mit tatkräftiger Unterstützung von den Jüngsten aus der Minifeuerwehr, ihre Leistung unter Beweis stellen. Gemeinsam führten sie unter dem Beifall der Besucher einen Löschangriff auf einen brennenden Holzstapel durch und zeigten eindrucksvoll, wie gut Teamarbeit und Feuerwehrtechnik bereits im jungen Alter funktionieren können.
Für den musikalischen Rahmen sorgte die Musikabteilung der Feuerwehr, die mit 14 Musikanten das Publikum begeisterte. Mit bekannten Stücken wie Saturday Night Fever, Mission: Impossible oder I Will Follow Him setzten sie musikalische Glanzpunkte und rundeten den gelungenen Tag mit einer gelungenen Darbietung ab.
In den frühen Morgenstunden des 20. August 2025 wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem Brandereignis auf die Bundesstraße 455 alarmiert. Gegen 04:30 Uhr gingen bei der zentralen Leitstelle Notrufe ein, die einen brennenden Bus zwischen dem Eichwäldchentunnel und der Abfahrt Hohemark meldeten. Daraufhin wurden die Feuerwehren Oberursel-Mitte und Oberursel-Oberstedten mit dem Einsatzstichwort „brennender Bus“ alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Linienbus bereits in Vollbrand. Das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf die angrenzende Böschung und den dortigen Bewuchs ausgedehnt. Der Fahrer konnte das Fahrzeug rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt. Weitere Personen befanden sich nicht im Bus.
Unmittelbar nach der Erkundung wurde durch den Angriffstrupp des ersten Löschfahrzeugs ein Löschangriff unter schwerem Atemschutz vorbereitet und mit einem C-Strahlrohr eingeleitet. Aufgrund des Löschwasserbedarfs außerhalb der Versorgungsinfrastruktur wurde die Wasserversorgung durch das Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Oberstedten sowie einen Abrollbehälter Löschwasser sichergestellt. Im weiteren Verlauf kam zusätzlich Mittelschaum zum Einsatz, um die beim Brand austretenden Betriebsmittel wirksam zu löschen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Insgesamt waren sechs Atemschutztrupps eingesetzt, die die Brandbekämpfung durchführten.
Während der gesamten Einsatzdauer war die Bundesstraße 455 in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Neben den Feuerwehren waren Kräfte der Polizei und des Rettungsdienstes an der Einsatzstelle tätig. Die Maßnahmen der Feuerwehr dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Beim Abrücken der Einsatzkräfte gegen 06:45 Uhr war die Straße weiterhin nicht befahrbar, da weitere Fachbehörden hinzugezogen werden mussten und die Bergung des vollständig ausgebrannten Fahrzeugs noch ausstand.
Durch das schnelle Vorgehen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Waldflächen erfolgreich verhindert werden. Der Linienbus wurde jedoch vollständig zerstört, die betroffene Straßenböschung wurde durch den Brand erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde die Feuerwehr Oberursel-Mitte zu einer deutlich sichtbaren schwarzen Rauchsäule ins Feld oberhalb der Drei Hasen alarmiert.
Durch die ersteintreffenden Kräfte wurde schnell eine brennende Gartenhütte als Ursache festgestellt. Es wurde umgehend ein Löschangriff aufgebaut und mit der Brandbekämpfung begonnen.
Aufgrund der hohen Brandintensität und der exponierten Lage wurden weitere Kräfte aus Oberstedten und Bommersheim nachalarmiert.
Durch einen intensiven Löschangriff – unter anderem durch die Dachluken des Bommersheimer für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung optimierten Tanklöschfahrzeuges – konnten die Flammen schließlich eingedämmt werden.
Die Wasserversorgung wurde zunächst durch das Oberstedter Großtanklöschfahrzeug sichergestellt, während Kräfte aus Bommersheim die Wasserversorgung zu einem Hydranten aufbauten. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch viel Unrat, welcher ein Erreichen der Glutnester in der Gartenhütte fast unmöglich machte.
Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch über mehrere Stunden hin, gegen 08:30 Uhr konnte durch die Feuerwehr „Feuer aus“ gemeldet werden. Im Einsatz waren ca. 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr, sowie von Rettungsdienst und der Polizei.
Zu insgesamt drei Einsätzen musste die Feuerwehr Weißkirchen am gestrigen Sonntag, 1. Juni, kurz hintereinander ausrücken:
Zuerst wurden die Kräfte um kurz nach 7 Uhr zu einer brennenden Mülltonne an den Weißkirchener S-Bahnhof gerufen. Beim Eintreffen stand die Großmültonne bereits im Vollbrand, konnte aber zügig abgelöscht und ein Übergreifen des Feuers auf das Bahnhofsgebäude verhindert werden.
Während der Aufräumarbeiten zu diesem Einsatz wurde eine massive Rauchentwicklung aus dem nahegelegenen Steinbacher Industriegebiet jenseits der Bahngleise wahrgenommen.
Bei einer Erkundung stellte sich heraus, dass auf dem Parkplatz eines Unternehmens zwei Imbisswagen sowie ein PKW brennen und das Feuer auf einen weiteren PKW überzugreifen droht. Unmittelbar wurde die Brandbekämpfung eingeleitet sowie die zuständige Freiwillige Feuerwehr Steinbach/Ts. alarmiert. Gemeinsam gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Kaum auf der Wache angekommen, wurde die Feuerwehr Weißkirchen noch in die Kurmainzer Straße alarmiert. Hier drohte der Mast eines Werbeträgers auf die Fahrbahn zu stürzen. Der Mast wurde umgelegt und auf dem betroffenen Grundstück abgelegt.
Drei Einsätze in solch einer kurzen Zeit sind für eine Freiwillige Feuerwehr nicht alltäglich und zeigt, wie wichtig es ist, über gut ausgebildete, ehrenamtliche Einsatzkräfte zu verfügen.
Danke an alle, die immer wieder ihre Freizeit opfern, um für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen – auch sonntags!
Oberursel, 25. April 2025 – Am vergangenen Freitag, den 25. April 2025, fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Oberursels für das Jahr 2024 statt. Neben den zahlreichen Mitgliedern der Feuerwehren konnte Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig, Stadtrat Andreas Bernhard, der Landtagsabgeordnete Sebastian Sommer sowie weitere Vertreter der Oberurseler Politik begrüßt werden. Für den Hochtaunuskreis war Kreisbrandmeister Andreas Knippler anwesend.
Im Jahresbericht gab die Stadtbrandinspektion aus Valentin Reuter sowie seinen Stellvertretern Andreas Ruhs und Moritz Thieme-Knaus einen Überblick über die Personalentwicklung, Einsätze, Anschaffungen Entwicklungen und Ausbildungen im Jahr 2024.
Der Stadtjugendwart Tim Kinkel resumierte das Mini- und Jugendfeuerwehrjahr und konnte eine erneute Steigerung der Mitgliederzahlen in diesen Abteilungen vermelden.
Stadtjugendwart Tim Kinkel sprach über die Tätigkeiten der Mini und Jugendfeuerwehr.
Thieme-Knaus, gab ein Bild über besondere Einsätze des vergangenen Jahres – allen voran die Unwetternacht des 02.05.2025 mit Starkregen der besonders das Feuerwehrhaus Mitte traf und die Kameradinnen und Kameraden über Stunden im eigenen Haus eingesetzt waren. Von Großbränden blieb man in Oberursel verschont, wenngleich am 09.September mehrere Menschen bei einem Wohnungsbrand in der Altkönigstraße durch die beiden Drehleitern gerettet werden mussten.
Stadtbrandinspektor Reuter Valentin Reuter stellte eine Vielzahl an Maßnahmen und Fortschritten vor, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. So wurde die Feuerwehrsatzung überarbeitet und ein neuer zweiter stellvertretender Stadtbrandinspektor gewählt. Gebäude- und Arbeitsschutzmaßnahmen wurden in allen Feuerwehrhäusern umgesetzt.
Große Investitionen flossen in die technische Ausstattung: Neue Fahrzeuge wie das Waldbrandtanklöschfahrzeug (TLF-W), der Gerätewagen-Mess (GW-Mess) und der Abrollbehälter Löschwasser wurden in Dienst gestellt. Weitere Fahrzeuge, darunter Drehleitern für Mitte und Stierstadt, wurden ausgeschrieben und beauftragt. Auch die persönliche Schutzausrüstung der Einsatzkräfte wird umfassend modernisiert, unter anderem durch neue Uniformen, Atemschutzüberwachungstafeln und spezielle Ausrüstung für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung die noch im laufenden Jahr ausgegeben werden sollen.
Im Bereich Zivilschutz wurde der Ausbau und die Modernisierung des Sirenennetzes abgeschlossen und die Nutzung von Digitalprojekten weiter vorangetrieben. Parallel dazu optimierte die Verwaltung interne Prozesse, etwa die Nutzung der Verwaltungssoftware Florix und die bereitete die Einführung einer neuen Gebührenordnung vor.
Erwähnenswert war auch die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Ausbildungsmaßnahmen, wie Gabelstapler- und Drehleiterausbildungen, die Nutzung eines Brandübungscontainers sowie eine intensive Vorbereitung auf die Waldbrandgefahr.
SBI Valentin Reuter gab einen Rückblick auf das vergangene Jahr 2024
Ausblick auf das Jahr 2025
Andreas Ruhs gab einen Ausblick auf die Planungen für das laufende Jahr. Im Fokus stehen weitere Sonderausbildungen – insbesondere im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung – sowie die Fortführung der Führungskräftefortbildung. Auch die technische Ausstattung wird weiter ausgebaut: Mit der geplanten Indienststellung neuer Drehleitern, eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF) für Mitte und Stierstadt sowie weiterer Einsatzfahrzeuge wird die Schlagkraft der Feuerwehr weiter gestärkt.
Ein wichtiger Meilenstein wird der Baubeginn des neuen Gefahrenabwehrzentrums (GAZ) an der Lahnstraße im Mai 2025 sein, dessen Auftragsvergabe bereits durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Das GAZ bildet künftig die zentrale Basis für den Brand- und Zivilschutz in Oberursel und trägt zur Bewältigung der aktuellen Platz- und Infrastrukturprobleme bei.
Darüber hinaus werden neue Konzepte wie der Einsatzleitdienst eingeführt, um insbesondere bei Großschadenslagen eine noch effizientere Einsatzführung zu gewährleisten. Auch der Ausbau der Digitalisierungsprojekte, der Einsatz moderner Funktechnik und weitere Verbesserungen im Bereich der Technik und Logistik sind vorgesehen.
Umfrage bestätigt die Leistungsfähigkeit und Motivation der Feuerwehr Oberursel
Frank Baresch, Sprecher der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen, stellte in seinem Tätigkeitsbericht die Ergebnisse einer Umfrage vor, die im Rahmen der Landesoffensive Nachwuchsgewinnung des Landes Hessen bereits 2023 initiiert und im Jahr 2024 umgesetzt wurde. Die Befragung die bei allen aktiven Kameradinnen und Kameraden durchgeführt wurde zeigte, dass die Feuerwehr Oberursel insgesamt sehr gut aufgestellt ist. Besonders hervorgehoben wurden das große Vertrauen der Einsatzkräfte in ihre Führung sowie die hohe Motivation innerhalb der Mannschaft. Es gebe aber auch Punkte die bearbeitet werden müssen, wozu erste Konzepte bereits vorgestellt wurden.
Ehrungen und Beförderungen
Befördert wurden vom Hauptlöschmeister zum Brandmeister:
Daniel Rademacher
Patrick Werth
Tim Kinkel
Maurice Schölzel
Florian Watteroth
Ricko Grischikofsky
und vom bzw. von der Brandmeister/in zum/zur Oberbrandmeister/in:
Daniela Frey
Fabian Korf
Nassauische Feuerwehrverbandsehrungen
Andreas Knippler führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Nassauischen Feuerwehrverbands durch:
Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 Jahre
Ehrenmedaille des NFV in Gold für 30 Jahre
Moritz Thieme-Knaus
Saskia Schneider
Daniel Eisinger
Mario Stock
Andre Wick-Magalhaes
Jan Weidenmüller
Oliver-Michael Heß
Andreas Peter Frank
Tim-Oliver Kinkel
Maximilian Locher
Kevin Kohlsdorfer
Florian Watteroth
Dominik Grimmer
Franco Vaveri
Die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 Jahre
Die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Gold für 30 Jahre
Ehrungen des Landes Hessen
Andreas Knippler führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Landes Hessen durch:
Silbernes Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre
Goldenes Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre
Brandschutzehrenzeichen in Gold Sonderstufe für 50 Jahre
Olaf Haas
Martin Dittmar
Stephan Dittmar
Tina Schickling
Stephan Friedrich
Michael Müller
Valentin Reuter
Jörg Krammich
Die geehrten für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft
Die geehrten für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft
Die geehrten für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft
Goldene Ehrennadel des Landes Hessen
Stephan Dittmar
Thomas Keßler
Stephan Dittmar wurde die goldene Ehrennadel des Landes Hessen während der Veranstaltung verliehen.
Anerkennungsprämie des Landes Hessen
Erster Stadtrat Jens Uhlig führte die Ehrung mit den Anerkennungsprämien des Landes Hessen für aktiven Feuerwehrdienst durch.
10 Jahre
20 Jahre
30 Jahre
40 Jahre
50 Jahre
Henry Byers
Marco Mannino
Rainer Heiss
Stephan Friedrich
Wolfgang Bräutigam
Niklas Fiebelkorn
Franco Varveri
Jan Wilke
Steffen Müller
Uwe Herzberger
Helga Hartwigk
Michael Pecher
Klaus-Peter Sulzbach
Lars Haselau
Rainer Ullmann
Michael Glaßner
Patrick Vogel
Sarah Vogel
Florian Eisinger
Larissa Hagen
Annika Settler
Kai Westenburger
Can Pascal Yildiz
Eine Anerkennungsprämie für 10 Jahre erhieltenEine Anerkennungsprämie für 20 Jahre erhieltenEine Anerkennungsprämie für 30 Jahre erhieltenEine Anerkennungsprämie für 40 Jahre erhieltenEine Anerkennungsprämie für 50 Jahre erhielten
Besondere Ehrungen
Bronzenes Brandschutzverdienstzeichen am Bande für Verdienste um den Brandschutz
Christian Luxenburger
Deutsches Feuerwehr Ehrenkreuz in Bronze für besondere Leistungen im Feuerwehrwesen
Rainer Heiss
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silberfür hervorragende Leistungen im Feuerwehrwesen
Steffen Müller
Der Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler sprach ein Grußwort und bedankte sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihren ehrenamtlichen Dienst bei der Feuerwehr Oberursel. Die Bürger wissen, dass sich auf die Feuerwehren der Stadt Oberursel verlassen können. Mit dem Gefahrenabwehrzentrum soll dies auch gegenüber den Feuerwehrkräften deutlich gemacht werden.
Feuerwehrdezernent Jens Uhlig bedankte sich ebenfalls herzlich bei den Kameradinnen und Kameraden für ihre unermüdliche Arbeit. Er hob insbesondere die umfassenden Investitionen hervor, die die Stadt in die Ausstattung und Infrastruktur der Feuerwehr tätigt – allen voran den Bau des Gefahrenabwehrzentrums, dessen Baumaßnahmen in den kommenden Wochen beginnen sollen. Uhlig lobte die ehrenamtlichen Kräfte, die in Oberursel in beeindruckender Weise für die Sicherheit der Stadt einstehen und deren Professionalität und Engagement weit über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung finden.
Jens Uhlig wurde als Feuerwehrdezernent mit einer Einsatzjacke inkl. passendem Rückenschild ausgestattet.
Kreisbrandmeister Andreas Knippler betonte die Bedeutung der Oberurseler Feuerwehr im regionalen Einsatzgeschehen und lobte die Entwicklung und Ausbildungsstärke der Wehr. Er überbrachte zudem die Grüße des Kreisbrandinspektor Carsten Lauer und Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Norbert Fischer.
Ehrungen im Rahmen des Tagesordnungspunkts „Verschiedenes“
Im Rahmen des Tagesordnungspunkts „Verschiedenes“ standen zwei besondere Würdigungen im Mittelpunkt.
Der ehemalige Feuerwehrdezernent Christof Fink wurde für seine langjährigen Verdienste um die Feuerwehr Oberursel zum Ehrenmitglied ernannt. In einer Laudatio wurden insbesondere die enge Zusammenarbeit mit dem Wehrführerausschuss und das große Engagement für die Belange der Feuerwehr hervorgehoben.
Ebenfalls besonders gewürdigt wurde Stadtbrandinspektor a.D. Holger Himmelhuber, der offiziell in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen wurde. In der Laudatio wurde auf seine jahrzehntelange, äußerst prägende Karriere für die Feuerwehr Oberursel zurückgeblickt. Himmelhuber erhielt für sein außergewöhnliches Wirken und seine Verdienste stehende Ovationen von den anwesenden Kameradinnen und Kameraden.
Holger Himmelhuber und Christof Fink wurden während der JHV besonders gewürdigt.
Beide Ehrungen unterstrichen die hohe Wertschätzung und den großen Dank der Feuerwehr Oberursel für das geleistete Engagement.
Stadtbrandinspektor Valentin Reuter bedankte sich abschließend bei allen Kameradinnen und Kameraden sowie deren Familien für das kontinuierliche Engagement. Er schloss die Versammlung mit dem Wunsch, dass alle Einsatzkräfte jederzeit gesund und wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückkehren mögen.
Die Feuerwehr Oberursel wurde am 24. Februar 2025 im Rahmen der „Landesoffensive Nachwuchsgewinnung Brand- und Katastrophenschutz“ für ihre erfolgreiche Teilnahme und ihr damit verbundenes vorbildliches Engagement in der Nachwuchsarbeit mit einer Plakette ausgezeichnet. Hessens Innenminister Professor Dr. Roman Poseck (CDU) überreichte das Siegel feierlich an Oberursels Ersten Stadtrat Jens Uhlig (CDU) und Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.
Programm der Hessischen Landesregierung
Die „Landesoffensive Nachwuchsgewinnung Brand- und Katastrophenschutz“ wurde von der Hessischen Landesregierung ins Leben gerufen, um dem Rückgang im Ehrenamt auch in diesem sehr relevanten gesellschaftlichen Bereich entgegenzuwirken, der unter anderem zur Erhaltung der Sicherheit der Bevölkerung dient. Unter der Dachmarke wurden zwei zentrale Bausteine umgesetzt: Zum einen regionale Ehrenamtsmessen zur Information und Gewinnung neuer Mitglieder, zum anderen individuelle Beratungsgespräche vor Ort in Kooperation mit einer spezialisierten Agentur.
Zu den anwesenden Gästen im Oberurseler Rathaus zählten neben Innenminister Poseck auch die Landtagsabgeordneten Elke Barth (SPD) und Sebastian Sommer (CDU), Frank Baresch (Sprecher der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen Oberursels), Moritz Thieme-Knaus (Zweiter stellvertretender Stadtbrandinspektor Oberursel) sowie Norbert Fischer (Präsident des Landesfeuerwehrverbands Hessen).
Roman Poseck betonte die Bedeutung der Nachwuchsarbeit: „Mit dieser Auszeichnung wollen wir das Engagement der Feuerwehr Oberursel hervorheben und unterstreichen, wie wichtig die Gewinnung junger Menschen für den Brand- und Katastrophenschutz ist. Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Sicherheitsstrukturen, und Projekte wie diese sind unverzichtbar.“ Poseck ergänzte: „Ausrüstung ist sehr wichtig, gleichzeitig kommt es in erster Linie auf die Menschen an, die sich ehrenamtlich im Brand- und Katastrophenschutz engagieren. Nach meinem Dafürhalten geht es zukünftig auch darum, die Feuerwehr noch deutlicher für Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund attraktiv zu machen.“ Beide gesellschaftlichen Gruppierungen, so der hessische Innenminister, seien unterdurchschnittlich repräsentiert.
Innenminister Roman Poseck lobte die Nachwuchsarbeit in Oberursel und stelle hervor das es auch gelte die Freiwillige Feuerwehr für aktuell noch unterrepräsentierte Gruppen attraktiv zu machen.
Erster Stadtrat Jens Uhlig zeigte sich erfreut über die Auszeichnung: „Die Feuerwehr Oberursel leistet seit Dekaden mit ihrer Nachwuchsarbeit einen herausragenden Beitrag zur Sicherheit und auch zum Zusammenhalt in unserer Stadt. Dieses Siegel ist eine verdiente Anerkennung für die vielen ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer, die gemeinschaftlich diese Auszeichnung verdienten.“
Stadtbrandinspektor Valentin Reuter hob hervor, wie wichtig die Unterstützung durch das Land Hessen ist: „Die Landesoffensive hat uns wertvolle Unterstützung geboten, um junge Menschen für den Dienst in der Feuerwehr zu begeistern. Dieses Siegel motiviert uns noch mehr, weiterhin sehr umfangreich und aktiv in die Nachwuchsarbeit zu investieren. Auch das ist eine Form von Demokratiebildung und Demokratieerhalt.“
Norbert Fischer, Präsident des Landesfeuerwehrverbands Hessen und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Hochtaunus, erklärte: „Die Nachwuchsgewinnung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, und Oberursel war schon immer etwas Besonderes. Seit Jahrzehnten wird hier kreisweit außergewöhnlich erfolgreich gehandelt; die Kommune war und ist ein Vorbild für viele andere Städte und Gemeinden. Wir freuen uns, dass die Feuerwehr Oberursel mit gutem Beispiel vorangeht und hoffen, dass viele weitere Feuerwehren diesem Beispiel folgen.“
Umfrage im Rahmen des Programms
Im Rahmen der Landesoffensive nahm die Feuerwehr Oberursel an einer extern betreuten Umfrage teil, die mit dem professionellen „Lumdataltest“ 131 Mitglieder (45 Prozent der Aktiven) beteiligte. Die Ergebnisse zeigten eine hohe Zufriedenheit mit den eingeleiteten Veränderungen und eine überdurchschnittliche Bewertung im Vergleich zu anderen hessischen Kommunen. Schwerpunkte der Umfrage waren das Stimmungsbild innerhalb der Wehr, die Tagesalarmbereitschaft sowie die Einschätzung der Führungskräfte. Verbesserungsbereiche wie die Optimierung der Schutzausrüstung, der Ausbau des Sportangebots und die Weiterentwicklung der Übungsdienste wurden im Nachhinein bereits aufgegriffen.
Der Sprecher der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen in Oberursel, Frank Baresch, kam während des Besuchs des Innenministers im Rathaus darauf zu sprechen: „Mit der Umfrage im Rahmen der Landesinitiative Nachwuchsgewinnung – ähnlich einer Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung -, konnten wir die Einschätzungen der Ehrenamtlichen mit der neuen Situation bei der Feuerwehr Oberursel erfragen und analysieren und gleichzeitig entscheiden, ob und wie wir gegebenenfalls inhaltlich nachsteuern sollten und können.“
Deutlich positiv und hervorzuheben beim Ergebnis der Umfrage sei, dass die Ehrenamtlichen im Einsatzfall ihren Führungskräften vertrauen, ergänzte Valentin Reuter. Das seien zum einen Voraussetzung und zum anderen Bestätigung der eigenen jahrelangen Arbeit. „Die Umfrage hat uns gezeigt, dass wir grundsätzlich gut aufgestellt sind. Trotzdem gibt es noch Baustellen, an denen wir arbeiten müssen, um hier noch besser zu werden. Diese werden wir auch gemeinsam angehen“, so der Stadtbrandinspektor.
Stadtbrandinspektor Valentin Reuter erläuterte Innenminister Poseck den Aufbau der Feuerwehr, welcher durch die hauptamtliche Besetzung der Leitung der Feuerwehr anders strukturiert ist als in vielen
Aufgaben für den Sprecher der Ehrenamtlichen
Ein weiterer demokratischer Prozess innerhalb der Feuerwehr war die Erarbeitung einer Aufgabenbeschreibung für den Sprecher der Ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen. Da es keine detaillierten rechtlichen Regelungen gibt, haben wir mit allen Ehrenamtlichen erarbeitet, welche Aufgaben und Kompetenzen der Sprecher haben soll. Diese Aufgabenbeschreibung haben wir bereits bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung 2023 abgestimmt. Hiermit ist die Funktion auch für zukünftige Amtsinhaber klarer“, ergänzte Moritz Thieme-Knaus.
Am späten Donnerstagabend gegen 23:00 Uhr wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem Verkehrsunfall im Abfahrtsbereich der A661 alarmiert. Ein PKW war von der Fahrbahn abgekommen, touchierte diverse Leitpfosten und kam seitlich liegend an der Leitplanke zum Stillstand. Die Leitstelle alarmierte die Einsatzkräfte mit dem Stichwort „eingeklemmte Person in einem PKW“.
Die Lage des PKW direkt an der Leitplanke erschwerte die Rettungsmaßnahmen.
Der ersteintreffende Rettungswagen bestätigte, dass sich eine Person noch im Fahrzeug befand und sich, aufgrund der Lage des PKW nicht eigenständig befreien konnte. Die kurz darauf eintreffende Feuerwehr leitete daraufhin die technische Rettung ein: Das Fahrzeug wurde zunächst stabilisiert, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten. Anschließend entfernten die Einsatzkräfte die Windschutzscheibe. Im Verlauf des Einsatzes stellte sich glücklicherweise heraus, dass der Patient nicht eingeklemmt war. Er konnte selbstständig und aus eigener Kraft das Fahrzeug verlassen und wurde anschließend vom Rettungsdienst betreut.
Die Feuerwehr übernahm außerdem das Abstreuen auslaufender Betriebsstoffe, leuchtete die Unfallstelle aus, sicherte den Bereich ab. Zuletzt stellten die Einsatzkräfte das Fahrzeug wieder auf seine vier Räder, wodurch der Abschleppdienst das Fahrzeug zeitnah bergen konnte.
Der Patient kletterte selbstständig aus dem PKW, nachdem die Feuerwehr die Windschutzscheibe entfernt hatte.
Neben der Feuerwehr waren Kräfte des Rettungsdienstes, ein Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD) sowie die Autobahnpolizei an den Rettungsmaßnahmen beteiligt.
Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte der Wehren Oberursel-Bommersheim und Oberursel-Mitte unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Andreas Ruhs im Einsatz. Gegen 01:00 Uhr waren die letzten Einsatzkräfte wieder an ihren Standorten, die Unfallstelle war für Aufräummaßnahmen noch etwas länger abgesichert.
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