Digitale Einsatzunterstützung und besondere Lagen im Fokus – Feuerwehr trainiert Führungskräfte

Neue Technik, veränderte Einsatzlagen und weiterentwickelte Abläufe stellen auch an die Führungskräfte der Feuerwehr immer neue Anforderungen. Deshalb bringt die Feuerwehr Oberursel ihre Gruppen- und Zugführer einmal im Jahr gezielt zusammen, um neue Verfahren zu vermitteln, Erfahrungen auszutauschen und ein einheitliches Vorgehen im Einsatz sicherzustellen.

Ein Thema war der neue digitale Prozess zur Anzeige von Verbrennungen pflanzlicher Abfälle, über den die Stadt Oberursel bereits informiert hat. Damit dieser Prozess seinen Mehrwert such für den Einsatzdienst entfaltet, müssen die Feuerwehrkräfte wissen, welche Informationen ihnen künftig zur Verfügung stehen und wie sie diese nutzen können. Der Verbrennungsort wird digital erfasst und kann von den Einsatzkräften direkt eingesehen werden. So lässt sich beispielsweise eine gemeldete Rauchentwicklung schneller und gezielter einordnen.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter begrüßt die Teilnehmenden und begann mit den ersten beiden Themen des Abends.

Auch die zunehmende Zahl elektrisch angetriebener Fahrzeuge verändert die technische Hilfeleistung. Deshalb hat die Feuerwehr Oberursel eine neue Softwarelösung für die digitale Rettungskartendarstellung beschafft. Das Crash Recovery System kann anhand des Fahrzeugkennzeichens die passende Rettungskarte bereitstellen und zeigt unter anderem Hochvoltkomponenten, Batterien und relevante Abschaltmöglichkeiten. Ein besonderer Schwerpunkt der Schulung lag darauf, wie die Software die Einsatzkräfte dabei unterstützt, Hochvoltsysteme schneller zu erkennen und die notwendigen Maßnahmen zur Deaktivierung vorzubereiten.

Daneben stellte Patrick Vogel, zweiter stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Oberursel-Mitte, die digitale Lagekartenführung des in Oberursel genutzten Einsatzführungssystems EDP vor. Einsatzstellen, Gefahrenbereiche, Abschnitte und Einsatzmittel können dort gemeinsam und in Echtzeit dargestellt werden. Damit wird EDP kontinuierlich weiterentwickelt, um Einsatz- und Führungskräfte im Einsatz noch besser zu unterstützen.

2. stv Wehrführer der Wehr Mitte, Patrick Vogel stellt die Lösung zur Sichtung von Einsätzen bei Flächenlagen dar.

Auch wenn Oberursel in diesem und im vergangenen Jahr bislang von größeren Starkregenereignissen verschont geblieben ist, bleibt die Vorbereitung darauf wichtig. Die Führungskräfte beschäftigten sich deshalb erneut mit den Abläufen bei Flächenlagen, also Ereignissen bei denen die Feuerwehr plötzlich und zeitgleich mit einer Vielzahl von Hilfeersuchen konfrontiert ist. In einem solchen Fall müssen Einsatzstellen zunächst gesichtet, priorisiert und die verfügbaren Kräfte anschließend gezielt dorthin geschickt werden, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Den Abschluss bildete die weiterentwickelte Alarm- und Ausrückeordnung, vorgestellt durch den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Andreas Hensler. Anpassungen waren unter anderem notwendig, weil sich die Feuerwehr Oberursel im Bereich Waldbrandbekämpfung neu aufgestellt und einzelnen Stadtteilfeuerwehren konkrete Schwerpunktaufgaben zugewiesen hat. So sollen vorhandene Fähigkeiten und Ausstattung künftig noch gezielter eingesetzt werden.

Die jährliche Führungskräftefortbildung ist damit ein fester Bestandteil der Weiterentwicklung der Feuerwehr Oberursel – mit dem Ziel, neue Technik, digitale Unterstützung und bewährte Einsatzgrundsätze sinnvoll miteinander zu verbinden.

Hohes Einsatzaufkommen fordert freiwillige Einsatzkräfte der Feuerwehr Oberursel-Mitte

Besonders einsatzreiche Tage liegen hinter den freiwilligen Einsatzkräften der Feuerwehr Oberursel-Mitte. In rund 72 Stunden wurden insgesamt neun Einsätze abgearbeitet. Zusätzlich stellten die Einsatzkräfte beim Oberurseler Herbsttreiben an zwei Tagen – mittels einer festen besetzten Wache – einen Brandsicherheitsdienst, um im Ereignisfall schnellstmöglich auf dem Festgebiet eingreifen zu können. 

Das Einsatzgeschehen war dabei vielfältig und reichte von ausgelösten Brandmeldemeldeanlagen und Rauchwarnmeldern bis hin zu einem schweren Verkehrsunfall.

Die Einsatzkräfte rückten mehrfach zu ausgelösten Brandmeldeanlagen aus. Neben Fehlalarmen führte unter anderem angebranntes Essen in einem Altenheim zur Alarmierung der Feuerwehr. Auch in zwei privaten Wohnungen lösten Rauchwarnmelder aufgrund von angebranntem Kochgut aus.

Darüber hinaus wurden die Einsatzkräfte zu eingeschlossenen Personen in einem Aufzug sowie zu einer Feuermeldung in einem Gebäude alarmiert und auch eine Türöffnung für den Rettungsdienst nach einem medizinischen Notfall musste abgearbeitet werden. 

Zuletzt mussten die Kräfte am Sonntagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Kanonenstraße ausrücken. Glücklicherweise konnten die verunfallten Personen bereits durch Ersthelfer aus den Unfallwracks befreit und erstversorgt werden. Die Tätigkeiten der Feuerwehr lagen bei der Unterstützung des Rettungsdienstes, Absicherung der Unfallstelle, das Abstreuen von auslaufenden Betriebsstoffen sowie die Sicherstellung des Brandschutzes. 

Auslaufende Betriebsstoffe wurden durch die Feuerwehr abgestreut, sowie der Brandschutz sichergestellt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Oberursel-Mitte

Feuerwehr Stierstadt trainiert Großtierrettung

Bereits 2024 absolvierten einige Mitglieder der Einsatzabteilung der Wehr Stierstadt ein Training zur Großtierrettung bei ComCavallo. Im Anschluss wurde durch den Förderverein der Feuerwehr Stierstadt eine Grundausstattung an Material und Gerätschaften angeschafft. Damit verfügt die Wehr über die Möglichkeit, Großtiere aus unterschiedlichen Notlagen, beispielsweise aus einer Grube oder einem Pferdeanhänger, zu retten.

Um die Einsatzkräfte auf solche besonderen Einsatzsituationen vorzubereiten, bestand der letzte Übungsblock aus zwei Übungsabenden.

Zum Auftakt ging es auf den Sonnenhof in Stierstadt, wo direkt mit echten Pferden trainiert werden konnte. Dabei übten die Teilnehmer unter anderem, Pferde sicher aus ihrer Box zu holen und zu führen. Eine besondere Herausforderung war außerdem, ein frei laufendes Pferd sicher wieder einzufangen und aufzuhalftern. So konnten alle wichtige Erfahrungen im Umgang mit den Tieren sammeln und gleichzeitig das sichere und ruhige Vorgehen trainieren.

Den Übungsabend auf dem Sonnenhof wurde außerdem für eine ausführliche Ortsbegehung des gesamten Hofgeländes genutzt. Gemeinsam wurden die Stallungen, mögliche Gefahrenbereiche und die örtlichen Besonderheiten abgelaufen. Gerade bei Einsätzen sind gute Ortskenntnisse von großer Bedeutung. Zu wissen, welche örtlichen Gegebenheiten und besonderen Gefahren an einer Einsatzstelle zu erwarten sind, kann im Ernstfall entscheidend sein. Deshalb können solche Ortskenntnisse gar nicht oft genug aufgefrischt und aktualisiert werden.

Zwei Wochen später folgte der zweite Übungsabend mit einem lebensgroßen Pferdemodell aus dem Ausbildungsbereich der Pferdewirte der Hochtaunusschule Oberursel. Das Übungspferd ermöglichte uns ein intensives Training.

Zu Beginn stand die Theorie im Mittelpunkt. Da Einsätze zur Großtierrettung ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko für Einsatzkräfte, betroffene Personen und das Tier bergen, wurde vermittelt, welche besonderen Gefahren zu beachten sind, wie sich die Einsatzkräfte im Einsatzfall verhalten und welche Maßnahmen für eine sichere und erfolgreiche Rettung erforderlich sind.

Im anschließenden praktischen Teil konnten verschiedene Fädel- und Zugtechniken geübt werden, mit denen ein in Not geratenes Großtier aus einer misslichen Lage befreit werden kann.

Durch die Kombination aus dem Training mit echten Pferden und den anschließenden technischen Übungen am lebensgroßen Übungspferd konnten die Kenntnisse erweitert und wichtige Abläufe für einen möglichen Ernstfall gefestigt werden.

Ein besonderer Dank gilt der Hochtaunusschule Oberursel für den „tierischen“ Übungspartner. Ebenso bedanken wir uns bei der Reitanlage Sonnenhof in Stierstadt, bei Familie Uttendorfer und den Einstellern für die Möglichkeit, mit den Pferden zu trainieren.

Feuer droht auf Tankstelle überzugreifen – Einsatz der Feuerwehr Oberursel

Am Montagnachmittag wurde die Feuerwehr Oberursel um 15:47 Uhr zu einem Vegetationsbrand südwestlich der Aral-Tankstelle in Weißkirchen alarmiert. Es brannten ca. 3000 qm Buschwerk, die Rauchentwicklung war weithin sichtbar. Aufgrund des Südwestwinds drohte sich das Feuer auf die nahegelegene Tankstelle auszubreiten.

Durch den raschen Aufbau einer Riegelstellung an der Tankstelle konnte eine Ausbreitung dorthin verhindert werden. Anschließend wurde der Brand mit einem umfangreichen Löschangriff von allen Seiten bekämpft. Dabei wurde eine Gasflasche aufgefunden, die aber glücklicherweise keine Gefahr darstellte. Bereits nach 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle, gegen 17 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

Das Video eines Anwohners zeigt die Flammen, die noch vor Eintreffen der Feuerwehr auf die Tankstelle zuliefen.

Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand. In unmittelbarer Nähe geparkte Fahrzeuge konnten rechtzeitig weggefahren werden.

Insgesamt waren 51 Kräfte aus den Feuerwehren Weißkirchen, Stierstadt, Bommersheim und Oberstedten eingesetzt. Bewährt hat sich dabei erneut das Waldbrandtanklöschfahrzeug aus Bommersheim, das sowohl mit den mitgeführten Wasserreserven als auch mit Kleinlöschgeräten für die Vegetationsbrandbekämpfung sehr flexibel eingesetzt werden konnte.

Die Kräfte setzten mehrere Strahlrohe ein um das Feuer zu bekämpfen.

Während der Löscharbeiten war eine Einheit der Polizei Frankfurt, sowie ein Rettungswagen zur Absicherung der Kräfte der Feuerwehr vor Ort. Zur Brandursache liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.

Das betroffene Gelände wird nordwestlich durch die Tankstelle, nördlich durch die Urselbachstraße und westlich durch den Krebsmühlenweg begrenzt. Das Areal wurde früher als Kiesgrube genutzt und ist heute mit dichtem Buschwerk bewachsen. Bereits in früheren Jahrzehnten kam es dort regelmäßig zu Bränden, wie sich Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung der Feuerwehr Weißkirchen erinnern.

Zum Ende des Einsatzes wurde die Fläche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.

Fachkongress zum Thema Atemschutz zu Gast in der Stadthalle Oberursel

Wer am Samstag in der Oberurseler Innenstadt unterwegs war, dürfte sich über die zahlreichen Feuerwehrfahrzeuge aus ganz Deutschland gewundert haben. Der Grund dafür war erfreulich: In der Stadthalle Oberursel fand ein großer Fachkongress von Atemschutzunfaelle.eu statt.

Feuerwehrangehörige, Fachleute, Hersteller und Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet waren nach Oberursel gekommen, um sich einen Tag lang intensiv mit der Sicherheit von Einsatzkräften unter Atemschutz zu beschäftigen. Neben zahlreichen Fachvorträgen rund um Atemschutzunfälle, Einsatztaktik, Technik und Ausbildung gehörte auch eine umfangreiche Fachausstellung zum Programm.

Auch die Feuerwehren der Stadt Oberursel waren Teil der Veranstaltung. Gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband Hochtaunus präsentierten wir in der Stadthalle die Planungen für die zukünftige Heißausbildungsanlage im Gefahrenabwehrzentrum Oberursel. Anhand von Plänen, Bildern und Skizzen konnten sich die Besucherinnen und Besucher einen Eindruck davon verschaffen, welche Ausbildungsmöglichkeiten dort künftig entstehen werden.

Zusätzlich präsentierten wir unser neues, aufeinander aufbauendes Atemschutz-Ausbildungskonzept. Von der Grundausbildung über regelmäßige Fortbildungen bis hin zur realitätsnahen Heißausbildung soll damit künftig ein durchgängiges Ausbildungssystem für Atemschutzgeräteträger geschaffen werden.

Die Vorträge und Diskussionen des Kongresses machten dabei einmal mehr deutlich, welchen Stellenwert eine realitätsnahe und kontinuierliche Ausbildung für die Sicherheit unserer Einsatzkräfte besitzt. Besonders Heißausbildungsanlagen ermöglichen es, Brandverläufe, hohe Temperaturen und schwierige Einsatzbedingungen kontrolliert und unter fachkundiger Anleitung zu erleben und richtiges Verhalten zu trainieren.

Umso wichtiger ist für uns, dass diese Möglichkeiten zukünftig direkt in Oberursel zur Verfügung stehen werden. Das Gefahrenabwehrzentrum und insbesondere die dort entstehende Heißausbildung werden durch den Hochtaunuskreis unterstützt und gefördert. Die Anlage soll dabei nicht nur den Oberurseler Feuerwehren zugutekommen, sondern eine hochwertige Aus- und Fortbildung für Feuerwehrangehörige aus dem gesamten Hochtaunuskreis ermöglichen.

Auch außerhalb der Stadthalle waren die Feuerwehren der Stadt Oberursel sichtbar: Auf dem Rathausplatz präsentierten wir unser speziell für Vegetations- und Waldbrände ausgerüstetes Tanklöschfahrzeug Waldbrand und waren damit ebenfalls Teil der begleitenden Ausstellung.

Für unsere Standteams bot der Tag die Gelegenheit zu zahlreichen spannenden Gesprächen mit Feuerwehrangehörigen und Fachleuten aus ganz Deutschland. Das große Interesse an den Planungen für das Gefahrenabwehrzentrum und an unserem Ausbildungskonzept hat uns dabei besonders gefreut.

Ein großer Dank gilt dem Team von Atemschutzunfaelle.eu, das seinen Kongress in Oberursel ausgerichtet und damit eine hochkarätige Feuerwehr-Fachveranstaltung in unsere Stadt gebracht hat.

Für uns war der Kongress zugleich ein kleiner Vorgeschmack auf das, was mit dem neuen Gefahrenabwehrzentrum vor uns liegt. Wir freuen uns auf die Fertigstellung und ganz besonders darauf, wenn die ersten Feuerwehrangehörigen ihre Ausbildung in der neuen Heißausbildungsanlage absolvieren können.

Zwei schwere Motorradunfälle auf der L3004 fordern Feuerwehr Oberursel

Gleich zweimal innerhalb eines Tages wurde die Feuerwehr Oberursel gestern zu schweren Verkehrsunfällen mit Motorrädern auf die L3004 zwischen Oberursel-Hohemark und der Großen Kurve alarmiert. In beiden Fällen standen für die Feuerwehr insbesondere die Absicherung der Einsatzstelle, die Unterstützung des Rettungsdienstes, das Abstreuen auslaufender Betriebsstoffe sowie die Sicherstellung des Brandschutzes im Vordergrund.

Beim ersten Einsatz war ein Motorrad mit einem Kleinbus kollidiert.

Der erste Einsatz wurde um 8:04 Uhr gemeldet. Auf der L3004 war es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Motorrad gekommen. Beim Eintreffen der Feuerwehr lagen der Motorradfahrer und seine Sozia bewusstlos im Straßengraben, wurden aber bereits vom Rettungsdienst betreut. Die Kräfte der Feuerwehr Oberursel sicherten die Einsatzstelle ab, unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der schwer verletzten Personen und streuten auslaufende Betriebsstoffe ab.

Das Motorrad wurden mit Fahrer und Sozia in den Graben geschleudert.

Da zwei Rettungshubschrauber eingesetzt wurden, unterstützte die Feuerwehr außerdem beim Transport der Hubschrauberbesatzungen von den Landeplätzen zur Einsatzstelle. Im weiteren Verlauf wurden die beiden Patienten an den Rettungsdienst übergeben und in Kliniken transportiert. Nach Abschluss der feuerwehrtechnischen Maßnahmen blieb die Strecke zunächst für die polizeiliche Unfallaufnahme gesperrt.

Die Einsatzstelle war im Bereich eines Parkplatzes.

Am Nachmittag, nachdem die L3004 wieder freigegeben war, ereignete sich auf der selben Straße aber in einem anderen Streckenabschnitt, ein weiterer schwerer Motorradunfall. Um 16:02 Uhr wurde die Feuerwehr Oberursel erneut alarmiert. Auch bei diesem Einsatz sicherten die Kräfte die Unfallstelle ab, unterstützten den Rettungsdienst, stellten den Brandschutz sicher und streuten auslaufende Betriebsstoffe ab.

Auch beim zweiten Einsatz kam ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die Feuerwehr übernahm erneut den Transport der Hubschrauberbesatzung vom Landeplatz zur Einsatzstelle. Der Patient wurde anschließend bodengebunden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert.

Die zweite Einsatzstelle lag deutlich weiter oben auf der Strecke in Richtung Sandplacken.

Bei beiden Einsätzen waren Kräfte der Feuerwehr Oberursel-Mitte im Einsatz. Neben dem Hilfeleistungslöschfahrzeug kamen unter anderem Führungsfahrzeuge und der Rüstwagen zum Einsatz.

Die Feuerwehr Oberursel weist darauf hin, dass Angaben zum genauen Unfallhergang und zur Unfallursache grundsätzlich Aufgabe der Polizei sind. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen und ihren Angehörigen.

Feuerwehr Oberursel unterstützt bei Gebäudebrand in Steinbach

Oberursel/Steinbach, 28. Juni 2026
Am Sonntagmorgen gegen 09:30 Uhr wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem Wohnhausbrand nach Steinbach alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte war eine deutliche Rauchentwicklung erkennbar. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Aus dem Gebäude schlugen Flammen, zunächst wurde zudem eine Person im Gebäude vermisst.

Die Einsatzmaßnahmen an der Einsatzstelle wurden durch die Feuerwehr Steinbach geleitet. Die Feuerwehr Oberursel unterstützte auf Grundlage der bestehenden Verwaltungsvereinbarung, nach der Drehleitereinsätze in Steinbach durch die Feuerwehr Oberursel abgearbeitet werden. In diesem Zusammenhang arbeiten die Feuerwehren beider Kommunen im Einsatz- und Übungsdienst seit Jahren eng zusammen und sind dadurch besonders gut aufeinander eingespielt.

Aus dem Korb der Drehleiter wurde das Feuer im Dachstuhl des Reihenhauses gezielt bekämpft.

Eine zentrale Aufgabe übernahm die Drehleiter der Feuerwehr Oberursel-Stierstadt. Um von außen wirksame Löschmaßnahmen einleiten zu können, musste das Fahrzeug in einen rückwärtigen Bereich der Einsatzstelle manövriert werden. Aufgrund der besonderen Bebauungssituation war die Zufahrt nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Hierbei bewährte sich die Hinterachszusatzlenkung der in diesem Jahr in Dienst gestellten Oberurseler Drehleitern in besonderer Weise. Durch die erhöhte Wendigkeit konnte die Drehleiter so in Stellung gebracht werden, dass eine Brandbekämpfung von außen möglich wurde.

Die beengte Zuwegung war für den Drehleitermaschinisten knifflig einzufahren.

„Bei diesem Einsatz hat sich gezeigt, welchen Wert diese besondere Fahrzeugausstattung im Einsatzfall hat. Die Hinterachszusatzlenkung war ein entscheidender Vorteil, um die Drehleiter überhaupt wirksam in Stellung bringen zu können“, erklärt Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.

Die Spezialausführung der Oberurseler Drehleitern war 2024 explizit durch das Stadtparlament Oberursel beauftragt worden. Der Einsatz in Steinbach zeigte nun eindrucksvoll, dass diese Entscheidung einen wichtigen Beitrag zur Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leistet.

Die Drehleiter der Wehr Stierstadt konnte aufgrund ihrer einlenkbaren Hinterachse auf engstem Raum in Stellung gebracht werden. (Auf dem Bild ist der schräg gestellte Reifen der Hinterachse gut zu erkennen – das Fahrzeug war Rückwärts bis zu dieser Position gefahren.)

Neben der Drehleiter unterstützte die Feuerwehr Oberursel den Einsatz mit weiteren Kräften. Aufgrund der hohen Außentemperaturen von rund 37 Grad und der körperlich sehr belastenden Arbeiten wurden frühzeitig zusätzliche Einsatzkräfte aus Oberursel-Weißkirchen nachgefordert. Die Oberurseler Kräfte stellten unter anderem Atemschutzgeräteträger bereit, unterstützten die Einsatzleitung und übernahmen Aufgaben in der Abschnittsleitung.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Moritz Thieme-Knaus koordinierte die Oberurseler Kräfte vor Ort in enger Abstimmung mit der Einsatzleitung der Feuerwehr Steinbach. Die Zusammenarbeit verlief dabei eingespielt und reibungslos.

Die Kräfte der Feuerwehren nutzen Pavillons um sich vor der Sonne zu schützen.

Im weiteren Einsatzverlauf gestaltete sich die Brandbekämpfung aufwendig und kräftezehrend. Immer wieder flammten Glutnester im Ober- und Dachgeschoss auf. Um an die Brandstellen zu gelangen, musste die Dachhaut geöffnet werden. Die Drehleiter der Feuerwehr Oberursel blieb bis zum Einsatzende in Stellung und unterstützte die Maßnahmen von außen.

Die Feuerwehr Oberursel bedankt sich bei der Feuerwehr Steinbach für die gute Zusammenarbeit sowie bei allen Kräften und Unterstützenden vor Ort.

Die Brandbekämpfungsmaßnahmen zogen sich bis in die frühen Abendstunden.

Gemeinsam sportlich für den Einsatzdienst

Nachdem Mitglieder der Feuerwehr Oberursel bereits vor drei Wochen beim Brunnenfestlauf an den Start gegangen waren, stand am vergangenen Sonntag die nächste sportliche Herausforderung auf dem Programm: Ein gemeinsames Team nahm am Oberurseler Bike Marathon teil.

Insgesamt fünf Feuerwehrangehörige aus verschiedenen Oberurseler Stadtteilfeuerwehren gingen auf den 32 und 47 Kilometer langen Strecken an den Start. Gemeinsam bewältigten sie die anspruchsvollen Routen durch den Taunus und vertraten dabei die Feuerwehr Oberursel.

Bereits beim Brunnenfestlauf hatten mehrere Mitglieder ihre sportliche Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Drei Teilnehmer absolvierten den Lauf sogar in vollständiger Feuerwehrschutzkleidung und mit Atemschutzgerät. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen zeigt, dass gemeinsamer Sport längst über die regelmäßige Ausbildung und den Einsatzdienst hinaus ein fester Bestandteil des Feuerwehrlebens ist.

Darüber hinaus hat erneut das wöchentliche HIIT-Training für die Einsatzkräfte begonnen. Unter Anleitung von Trainer Thomas Paratore vom TV Bommersheim trainieren die Feuerwehrangehörigen einmal pro Woche auf der öffentlichen Calisthenics-Anlage. Das hochintensive Intervalltraining verbindet kurze, belastende Übungsphasen mit Erholungspausen und fördert insbesondere Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit.

Auch an diesem Trainingsangebot nehmen Mitglieder verschiedener Oberurseler Stadtteilfeuerwehren gemeinsam teil. Neben der körperlichen Fitness stärkt das gemeinsame Training die Gemeinschaft und ermöglicht ein gegenseitiges Kennenlernen über die eigenen Einheiten hinaus.

Körperliche Leistungsfähigkeit ist für den Feuerwehrdienst von großer Bedeutung. Einsätze unter Atemschutz, das Tragen schwerer Ausrüstung und Arbeiten bei hohen Temperaturen verlangen den Einsatzkräften regelmäßig viel ab. Sport und gemeinsames Training tragen dazu bei, die Gesundheit zu erhalten und auf diese körperlichen Anforderungen vorbereitet zu sein.

Die Feuerwehr Oberursel freut sich, gemeinsam an sportlichen Veranstaltungen teilzunehmen und das regelmäßige Trainingsangebot fortzuführen. Bewegung verbindet, stärkt die Gesundheit und fördert zugleich die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr.

Waldbrandübung im Oberurseler Stadtwald

Am Samstag waren im Oberurseler Stadtwald im Bereich der Stierstädter Heide zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge unterwegs. Grund dafür war eine Waldbrandübung der Feuerwehr Stierstadt, die durch Einsatzkräfte der Feuerwehren Bommersheim, Weißkirchen und Oberstedten unterstützt wurde.

Angenommen wurde eine starke Rauchentwicklung in einem Waldgebiet. Da mehrere Anrufer unterschiedliche Angaben zum Brandort gemacht hatten, ließ sich die angenommene Einsatzstelle zunächst nicht genau lokalisieren.

Die brennend angenommene Wandfläche wurde mit einem Flatterband abgesteckt.

Nach einer ersten Erkundung durch den Zugführer der Feuerwehr Stierstadt wurde die neu etablierte Drohnengruppe der Feuerwehr Oberstedten hinzugezogen. Ihre Aufgabe bestand darin, das weitläufige Gebiet aus der Luft zu erkunden und die Brandstelle möglichst genau zu lokalisieren. Neben optischen Kamerasystemen verfügt die Drohne über eine Wärmebildkamera, mit der Brandstellen und andere Wärmequellen auch in unübersichtlichem Gelände erkannt werden können.

Die Drohneneinheit der Feuerwehr Oberstedten unterstützte die Einsatzleitung aus der Luft

Nachdem die versteckt im Wald liegende Übungsstelle gefunden worden war, wurden die nachrückenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge gezielt dorthin geführt. Neben dem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Stierstadt kam auch das speziell für Wald- und Vegetationsbrände ausgerüstete Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Bommersheim zum Einsatz.

Die Einsatzkräfte bekämpften das angenommene Feuer mit Löschrucksäcken, Feuerpatschen, Handwerkzeugen und einem D-Rohr. Zunächst wurde eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert. Anschließend suchten die Trupps die Fläche systematisch nach verbliebenen Glutnestern ab und löschten diese gezielt ab.

Obwohl für die Übung nur vergleichsweise wenig Wasser benötigt wurde, stellten das Großtanklöschfahrzeug aus Oberstedten und ein Löschfahrzeug aus Stierstadt die Wasserversorgung sicher. Um auch die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge und der eingesetzten Technik zu erproben, wurde zudem der Dachwerfer des Waldbrand-Tanklöschfahrzeugs in Betrieb genommen.

Zum Abschluss wurden verschiedene Techniken der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung demonstriert und gemeinsam erprobt. Derartige Übungen sind wichtig, um die Zusammenarbeit der Stadtteilfeuerwehren, das taktische Vorgehen in unübersichtlichem Gelände und den sicheren Umgang mit der vorhandenen Spezialausrüstung weiter zu verbessern.

Es wurden verschiedene Techniken zur Waldbrandbekämpfung, insbesondere mit Spezialgerät geübt.

Ein besonderer Dank gilt dem Forst des Bau und Service Oberursel und Förster Luis Kriszeleit. Die Forstabteilung unterstützt die Feuerwehr regelmäßig bei der Vorbereitung solcher Übungen und stellt geeignete Flächen zur Verfügung.

Die Übung wurde noch vor Ort nachbesprochen

Hinweis für Waldbesucherinnen und Waldbesucher

Um nachrückenden Einsatzkräften den Weg zu einer Einsatzstelle im Wald zu weisen, nutzt die Feuerwehr unter anderem seitlich auf den Boden gelegte Verkehrsleitkegel. Die Spitze des Leitkegels zeigt dabei in die vorgesehene Fahrtrichtung.

Sollten Sie bei einem Waldspaziergang liegende Leitkegel entdecken, lassen Sie diese bitte so liegen, wie Sie sie vorgefunden haben. Sie helfen damit unseren Einsatzkräften, die Einsatzstelle schnell zu erreichen. Vielen Dank!

Eine Verletzte Person bei Brand in Kleingartenanlage in Oberursel-Weißkirchen

Am Samstagmorgen wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem Brand in einer Kleingartenanlage an der Urselbachstraße in Oberursel-Weißkirchen alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war bereits eine weithin sichtbare Rauchentwicklung erkennbar. Eine Gartenhütte stand zu diesem Zeitpunkt in Vollbrand.

Nach ersten Erkenntnissen war zunächst abgelagertes Material in Brand geraten. Das Feuer griff anschließend auf das Dach der Gartenhütte über.

Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte aus den Stadtteilfeuerwehren Weißkirchen und Stierstadt konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Das Feuer wurde zügig unter Kontrolle gebracht und schließlich vollständig abgelöscht. Eine auf dem Dach befindliche Photovoltaikanlage musste im Zuge der Löscharbeiten demontiert werden.

Eine vor Ort befindliche Person erlitt Verletzungen. Sie wurde durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in eine Klinik transportiert.

Auch ein angrenzender Taubenschlag war durch das Feuer gefährdet. Durch die Lösch- und Schutzmaßnahmen der Feuerwehr konnte jedoch verhindert werden, dass die Flammen auf diesen Bereich übergriffen. Die dort untergebrachten Tauben blieben unverletzt und konnten in ihrer Unterkunft verbleiben.

Im Einsatz waren insgesamt 33 Einsatzkräfte der Feuerwehren Oberursel-Weißkirchen und Oberursel-Stierstadt. Nach Abschluss der Lösch- und Nachlöscharbeiten wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.