Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Oberursel für das Jahr 2025

Am vergangenen Freitag, den 17. April 2026, fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Oberursels für das Jahr 2025 statt. Neben den zahlreichen Mitgliedern der Feuerwehren konnten Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler, Bürgermeisterin Antje Runge, Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig, der neue Kreisbrandinspektor Martin Gonder, Vertreter der Kreisjugendfeuerwehr, der Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Steinbach Dominik Hagen sowie weitere Gäste aus Politik und Hilfsorganisationen begrüßt werden.

Im Jahresbericht gab die Stadtbrandinspektion aus Stadtbrandinspektor Valentin Reuter sowie seinen beiden stellvertretenden Stadtbrandinspektoren Andreas Ruhs und Moritz Thieme-Knaus einen Überblick über die Personalentwicklung, Einsätze, Anschaffungen, Entwicklungen und Ausbildungen im Jahr 2025.

Mitgliederzahlen der Feuerwehr Oberursel für das Berichtsjahr 2025.

Der Stadtjugendwart Tim Kinkel berichtete über das Jahr der Mini- und Jugendfeuerwehr. Dabei wurde erneut deutlich, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Feuerwehr Oberursel ist. Besonders erfreulich ist, dass auch im Jahr 2025 wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche an die nächsten Stufen innerhalb der Feuerwehr herangeführt werden konnten.

Stadtjugendwart Tim Kinkel berichtete über die Tätigkeiten der Mini- und Jugendfeuerwehr.

Moritz Thieme-Knaus stellte die besonderen Einsätze des vergangenen Jahres vor. Positiv hervorzuheben ist, dass Oberursel im eigenen Zuständigkeitsbereich von größeren Schadenslagen weitgehend verschont geblieben ist. Insbesondere das Ausbleiben ausgeprägter Unwetterlagen führte zu geringeren Einsatzzahlen als in den Vorjahren – eine Entwicklung, über die man bei aller Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nur froh sein kann. Gleichwohl waren auch 2025 wieder einige markante Einsätze zu bewältigen, darunter Brände, Verkehrsunfälle, Gefahrgutlagen und Unterstützungsleistungen außerhalb des Stadtgebiets. Hervorgehoben wurde, dass einige Einsätze durch das am Standort der Feuerwehr Mitte tätige hauptamtliche Personal der Stadt Oberursel abgeleistet wurden, ohne dass eine größere Anzahl an ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen alarmiert werden musste.

Einsatzstatistik der Feuerwehr Oberursel des Jahres 2025.

Die drei Stadtbrandinspektoren stellten anschließend eine Vielzahl an Maßnahmen und Fortschritten vor, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. Dazu gehörten unter anderem organisatorische Weiterentwicklungen, Maßnahmen an den Feuerwehrhäusern, Investitionen in Technik, Fahrzeuge und persönliche Schutzausrüstung sowie Fortschritte im Bereich Zivilschutz und Warnung. Einen besonderen Stellenwert nahm weiterhin das Gefahrenabwehrzentrum ein, bei dem im Jahr 2025 beziehungsweise zu Beginn des Jahres 2026 deutliche Fortschritte erzielt werden konnten. Dazu zählen der erkennbare Baufortschritt, die Grundsteinlegung sowie abgeschlossene Verträge zur Heißausbildung mit dem Kreis und den weiteren Kommunen des Hochtaunuskreises.

Der Saal der Stadthalle war mit über 200 Anwesenden gut gefüllt.

Erwähnenswert war außerdem die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Ausbildungsmaßnahmen. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Drehleiterausbildung, Kommunikations- und Führungstrainings, Heißausbildung, Drohnenausbildung, Fahrsicherheitstraining sowie weiteren Angeboten der Kreis- und Standortausbildung.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter stellte die Entwicklungen, Maßnahmen und Fortschritte des vergangenen Jahres vor.

Ausblick auf das Jahr 2026

Im Ausblick auf das laufende Jahr stellte die Stadtbrandinspektion weitere Schwerpunkte in Ausbildung, Technik und Infrastruktur vor. Vorgesehen sind unter anderem weitere Sonderausbildungen, die Fortführung der Führungskräftefortbildung, Maßnahmen im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung und Waldbrand, zusätzliche Technik- und IT-Projekte sowie weitere Schritte rund um das Gefahrenabwehrzentrum. Ebenso sollen Fahrzeugbeschaffungen, Satzungsanpassungen und konzeptionelle Weiterentwicklungen weiter vorangetrieben werden.

Wahl des Ersten stellvertretenden Stadtbrandinspektors und des Sprechers der ehrenamtlichen Angehörigen

Im Rahmen der Wahlen konnte mit Andreas Henzler ein Nachfolger für Andreas Ruhs als Erster stellvertretender Stadtbrandinspektor gewählt werden. Andreas Henzler ist seit vielen Jahren Wehrführer der Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen und durch seine langjährige Mitarbeit im Wehrführerausschuss in der Gesamtfeuerwehr bestens bekannt. Noch auf der Bühne wurden ihm das Funkgerät, die Einsatzleiterweste sowie das Namensschild „Oberursel 02“ übergeben.

Der Feuerwehrdezernent Jens Uhlig gratuliert dem neuen ersten stellv. Stadtbrandinspektor Andreas Henzler zu seiner Wahl.

Ebenfalls zur Wiederwahl stand Frank Baresch, Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr. Er wurde nach fünf Jahren Amtszeit erneut in seinem Amt bestätigt. In seinem Bericht ging er auch auf Maßnahmen zur Ehrenamtsförderung ein, die unter anderem auf Grundlage einer anonymen internen Umfrage angestoßen und teilweise bereits umgesetzt wurden. Hierzu zählen insbesondere die Anschaffung verbesserter Dienstkleidung, die Förderung gemeinsamer sportlicher Aktivitäten sowie gemeinsame Ausbildungsmodelle.

Der Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr Oberursel führt zu seinen Tätigkeiten im vergangenen Jahr 2025 aus.

Ehrungen und Beförderungen

Befördert wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung:

BeförderungName
Hauptlöschmeister zum BrandmeisterThomas Schneider
Brandmeister zum OberbrandmeisterFrank Weineck
Die beförderten Frank Weineck und Thomas Schneider (Mitte Links und Rechts) mit der Stadtbrandinspektion.

Ehrungen Mini- und Jugendfeuerwehr

Im Bereich der Mini- und Jugendfeuerwehr wurden folgende Auszeichnungen verliehen:

AuszeichnungGeehrte
Kindfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in BronzeAnnabel Ernst-Bender
Kindfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in SilberRobert Knecht
Jugendfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in BronzeNiklas Fiebelkorn
Florian Matthes
Jugendfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in GoldTim Kinkel
Larissa Hagen

Darüber hinaus wurden Helga Hartwig, Sarah Vogel und Gunnar Theis im Rahmen der Ernennung der Stadtjugendfeuerwehr- und Stadtminifeuerwehrführung auf die Bühne gebeten. Gleichzeitig wurde den scheidenden Funktionsträgern Tim Kinkel, Larissa Hagen und Robert Knecht für ihr großes Engagement in der Nachwuchsarbeit gedankt.

Nassauische Feuerwehrverbandsehrungen

Kreisbrandinspektor Martin Gonder führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Nassauischen Feuerwehrverbandes durch:

Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 JahreEhrenmedaille des NFV in Gold für 30 Jahre
Benedikt SulzbachDaniel Rademacher
Henning DroldnerMarkus Potzi
Jürgen SchicklingAlexander Kunz
Myrijam Nicolay-RüferHolger Sachs
Simone EtzelMatthias Schreiber
KBI Martin Gonder, die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 Jahre und SBI Valentin Reuter
KBI Martin Gonder, die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Silber für 30 Jahre und SBI Valentin Reuter

Ehrungen des Landes Hessen

Martin Gonder führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Landes Hessen durch:

Brandschutzehrenzeichen am Bande in Silber für 25 JahreBrandschutzehrenzeichen am Bande in Gold für 40 JahreGoldene Ehrennadel des Landes Hessen
Martin MüllerAndreas FreyWolfgang Kaiser
Jens NaßHolger Himmelhuber
Dennis Becker
Florian Brandt
Markus Eisenacher
KBI Martin Gonder, die geehrten für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft und SBI Valentin Reuter
Die Geehrten mit der Goldenen Ehrennadel des Landes Hessen Holger Himmelhuber und Wolfgang Kaiser, gemeinsam mit KBI Martin Gonder und SBI Valentin Reuter

Anerkennungsprämie des Landes Hessen

Erster Stadtrat Jens Uhlig führte die Ehrung mit den Anerkennungsprämien des Landes Hessen für aktiven Feuerwehrdienst durch.

10 Jahre20 Jahre30 Jahre40 Jahre50 Jahre
Stefan AusbüttelHennig DroldnerJörg LibbertThomas BurkardManfred Schuhmann
Felix GrafPatrick WerthStefan AdolphUlfert HahnMichael Mechler
Felix KinkelRicko GirschikofskyHeiko HorvathChristian Mereien
Michael KeilEric SchneiderPeter Hieronymi
Jürgen SchicklingSascha Walsch-Weisenbach
Stefan SeegerPatrick Blasner
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 10 und 20 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 30 und 40 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 50 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.

Besondere Ehrungen

Im Mittelpunkt des Abends standen drei besondere Ehrungen für Kameraden, die sich in besonderer Weise um die Feuerwehr Oberursel verdient gemacht haben.

AuszeichnungGeehrter
Nassauisches Ehrenkreuz am Bande in Silber für besondere DiensteKarl-Heinz Weber
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in BronzeLars Weindinger
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in GoldAndreas Ruhs

Den emotionalen Höhepunkt der Versammlung bildete die Ehrung und Verabschiedung von Andreas Ruhs. Mit dem Ende seiner vierten Amtszeit als stellvertretender Stadtbrandinspektor endet eine über fast zwei Jahrzehnte prägende Phase für die Feuerwehr Oberursel. Andreas Ruhs ist seit 1986 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel-Bommersheim und gehört seit 1991 der Einsatzabteilung an. Seit dem 1. April 2006 war er über vier Amtszeiten hinweg stellvertretender Stadtbrandinspektor. Gewürdigt wurden insbesondere seine Verdienste in der Bedarfs- und Entwicklungsplanung, sein Engagement im Bereich der G-ABC-Gefahrenabwehr, seine Mitwirkung an konzeptionellen Grundlagen auf Kreis- und Landesebene sowie sein außergewöhnlicher Einsatz für den Neubau und die fachliche Ausgestaltung des Gefahrenabwehrzentrums. Besonders hervorgehoben wurde auch sein Einsatz für die Heißausbildungsanlage. Neben dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold erhielt Andreas Ruhs als persönliches Zeichen des Dankes ein individuell gestaltetes Bild sowie einen gemeinsamen Abend mit Wegbegleitern und Freunden.

Der Wehrführerausschuss gemeinsam mit dem stv. SBI a.D. Andreas Ruhs und Kreisbrandinspektor Martin Gonder

Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze wurde Lars Weindinger ausgezeichnet. Gewürdigt wurden seine langjährigen Verdienste um die Feuerwehr Oberursel und insbesondere um die Feuerwehr Bommersheim. Hervorgehoben wurden vor allem seine Zeit als Wehrführer von 2008 bis 2017, seine Tätigkeit als Gerätewart und Zugführer sowie sein heutiges Wirken im Führungsdienst und in der Stabstelle Brand- und Zivilschutz der Stadt Oberursel.

Karl-Heinz „Kalli“ Weber wurde mit dem Nassauischen Ehrenkreuz am Bande in Silber für besondere Dienste geehrt. Gewürdigt wurden sein langjähriges Engagement in der Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen, seine Tätigkeit als Zeugwart und Mitglied des Feuerwehrausschusses, sein Wirken im Katastrophenschutz des Hochtaunuskreises sowie sein Beitrag zur gesamtstädtischen Ausbildung, insbesondere im Bereich der Einsatzsimulation.

Der neue stv. Stadtbrandinspektor Andreas Henzler mit Karl-Heinz Weber.

Grußworte der Gäste

Im Rahmen der Grußworte richteten Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler, Bürgermeisterin Antje Runge und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig sowie Kreisbrandinspektor Martin Gonder das Wort an die Versammlung und würdigten die Arbeit der Feuerwehr Oberursel sowie das große ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte.

Bürgermeisterin Antje Runge und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig teilten sich ihr Grußwort.

Abschluss der Versammlung

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter bedankte sich abschließend bei allen Kameradinnen und Kameraden, ihren Familien sowie den Arbeitgebern für die Unterstützung und das kontinuierliche Engagement. Er schloss die Versammlung mit dem Wunsch, dass alle Einsatzkräfte jederzeit gesund und unversehrt von ihren Einsätzen und Übungen zurückkehren.

Feuer in Dachgeschoss beschäftigt Oberurseler Feuerwehr

Am gestrigen Freitag wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem ausgedehnten Brandereignis in den Zimmersmühlenweg in Oberursel-Stierstadt alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Anbauterrasse im 2. Obergeschoss in Flammen. Die angrenzenden Wohnbereiche waren ebenfalls betroffen, sowie ein Spitzboden, der zunächst nicht zugänglich war. Durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte wurden weitere Einheiten – unter anderem eine zweite Drehleiter – nachgefordert.

Die Bewohner des betroffenen Objekts – zwei Erwachsene und zwei Kinder –blieben glücklicherweise weitgehend unverletzt, die Betreuung erfolgte durch den Rettungsdienst, unterstützt durch ein Kriseninterventionsteam.

Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz im Innenangriff vor, während die Drehleitern zur Brandbekämpfung und Kontrolle des Dachbereichs eingesetzt wurden.

Das offene Feuer konnte rasch abgelöscht werden, im weiteren Verlauf wurden Teile der Dachhaut geöffnet, um versteckte Glutnester aufzuspüren und gezielt abzulöschen. Die betroffenen Bewohner konnten noch einige Habseligkeiten retten und kamen vorrübergehend bei Bekannten unter. Teile des Gebäudes bleiben vorerst unbewohnbar. 

Im Einsatz waren insgesamt 74 Einsatzkräfte aller Oberurseler Feuerwehren, sowie Kräfte der der Feuerwehr Kronberg. Durch das hinzugerufene THW wurde nach Abschluss der Löschmaßnahmen die Dachhaut provisorisch gegen Witterungseinflüsse gesichert. 

Für die Einsatzkräfte wurde eine Hygienestation eingerichtet, die Verpflegung wurde durch einen örtlichen Supermarkt sichergestellt. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei übergeben, die Ursachenermittlung dauert derzeit an. 

PKW kollidiert mit U-Bahn – zwei Verletzte, 125 Fahrgäste betreut

Am frühen Morgen des 3. März 2026 kam es um 07:26 Uhr im Kreuzungsbereich der Frankfurter Landstraße / Ecke Am Weißkirchener Berg zu einem Zusammenstoß zwischen einem PKW und einer U-Bahn (Triebzug mit zwei Wagen). Durch die Kollision wurde der PKW stark beschädigt, schleuderte quer über die Fahrbahn, riss einen Ampelmast um und kam im angrenzenden Grünstreifen zum Stehen. Beim Eintreffen der Feuerwehr befanden sich die beiden Insassen bereits außerhalb des Fahrzeugs und wurden von Ersthelfern betreut.

Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich rund 125 Personen in der U-Bahn. Alle Fahrgäste wurden rettungsdienstlich gesichtet, als unverletzt eingestuft und bis zum Abschluss der polizeilichen Unfallaufnahme durch Feuerwehrkräfte betreut. Sie konnten im Zug verbleiben und ihre Fahrt anschließend fortsetzen. Die Feuerwehr sicherte das Unfallfahrzeug, nahm auslaufende Betriebsstoffe auf und unterstützte den Rettungsdienst, der die verletzten PKW-Insassen in umliegende Krankenhäuser transportierte. Nach Abfahrt des Zuges wurde der Kreuzungs- und Schienenbereich von Trümmerteilen befreit. Während des Einsatzes waren die betroffenen Straßen sowie der Schienenbereich vollständig gesperrt.

Neben dem Rettungsdienst, der Polizei sowie dem Notfallmanager der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main waren die Feuerwehren Oberursel Weißkirchen, Bommersheim und Mitte sowie die Berufsfeuerwehr Frankfurt mit insgesamt über 60 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

Zur Unfallursache und zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

Wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr

Neuer Führungsdienst stärkt Einsatzleitung der Feuerwehr Oberursel

Die Stadt Oberursel hat mit Wirkung zum 1. November 2025 einen neuen Führungsdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr eingeführt. Ziel ist es, die ständige Verfügbarkeit erfahrener Führungskräfte zu sichern und so die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr weiter zu stärken.

Der neue Führungsdienst ergänzt die bestehende Struktur der Stadtbrandinspektion und unterstützt insbesondere bei komplexen Einsatzlagen, Flächenereignissen oder Großschadensfällen. Eingesetzt werden erfahrene Führungskräfte aus den fünf Stadtteilfeuerwehren sowie hauptamtliche Angehörige der Feuerwehr Oberursel.

„Mit dem Führungsdienst schaffen wir ein modernes, verlässliches Instrument, das die Sicherheit der Menschen in Oberursel stärkt – von alltäglichen Einsätzen bis hin zu Großschadensereignissen. Haupt- und Ehrenamt arbeiten dabei eng und partnerschaftlich zusammen“, betont Bürgermeisterin Antje Runge.

Im Rahmen der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschusses am 28. Oktober 2025 erhielten die zwölf neuen Mitglieder ihre Ernennungsurkunden aus den Händen von Bürgermeisterin Runge, Erstem Stadtrat und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig sowie Stadtbrandinspektor Valentin Reuter. Die Berufung gilt zunächst für fünf Jahre.

„Die zunehmende Komplexität von Einsatzlagen – etwa durch Großveranstaltungen oder Extremwettereignisse – erfordert verlässliche Führungsstrukturen“, erklärt Erster Stadtrat Jens Uhlig. „Der neue Führungsdienst entlastet unsere Wehren, sichert die Einsatzleitung rund um die Uhr ab und stärkt die Resilienz unserer Feuerwehrorganisation.“

Auch Stadtbrandinspektor Valentin Reuter hebt die Bedeutung hervor: „Der Führungsdienst ist ein wichtiger Baustein unserer Gefahrenabwehr. Er sorgt dafür, dass bei größeren Ereignissen erfahrene Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter verfügbar sind, die Lage beurteilen, Entscheidungen treffen und die Kräfte koordinieren. So bleiben wir auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig und erhöhen die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger.“

Mit dem neuen Führungsdienst etabliert Oberursel ein zukunftsfähiges Modell, das operative Einsatzleitung und strategische Steuerung verbindet. Zugleich schafft es Anreize für engagierte Feuerwehrangehörige, sich fortzubilden und Führungsverantwortung zu übernehmen. Die Einführung wird regelmäßig evaluiert, um das Konzept, welches bereits in einigen anderen hessischen Kommunen Anwendung findet, fortlaufend an die praktischen Erfahrungen und künftigen Anforderungen anzupassen.

Antje Runge                                          Jens Uhlig

Bürgermeisterin                                   Erster Stadtrat

Tag der offenen Tür der Feuerwehr Oberursel-Oberstedten – Drohnenübergabe als besonderes Highlight

Bei strahlendem Spätsommerwetter öffnete die Freiwillige Feuerwehr Oberstedten am gestrigen Sonntag ihre Tore für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region. Der alljährliche Tag der offenen Tür lockte wieder zahlreiche Besucher auf das Gelände des Feuerwehrhauses und bot neben spannenden Einblicken in die Arbeit der Wehr auch besondere Programmpunkte für Groß und Klein.

Bereits am Vormittag herrschte reges Treiben auf dem Gelände. Besonders die kleinen Gäste kamen auf ihre Kosten: Eine große Feuerwehr-Hüpfburg, Kinderschminken und eine Vielzahl kreativer Spiele sorgten für strahlende Kinderaugen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt, von frisch Gegrilltem bis hin zu hausgemachten Kuchen reichte das kulinarische Angebot.

Als Novum diente das Fest in der Niederstedter Straße dieses Jahr erstmals auch als Ziel der rund 30 Teilnehmer starken Neubürgerradtour, die im Rahmen einer Kooperation zwischen der Stadt Oberursel und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) jährlich stattfindet. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde auch Bürgermeisterin Antje Runge herzlich von Wehrführer Eric Schneider begrüßt, die selbst an der Tour teilnahm und sich viel Zeit für Gespräche mit den Ehrenamtlichen nahm.

Das Highlight des Tages war die feierliche Übergabe eines neuen technischen Einsatzmittels: Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Oberstedten finanzierte die Anschaffung einer hochmodernen Feuerwehrdrohne im Wert von rund 18.000 Euro. Der erste Vereinsvorsitzende Uwe Herzberger überreichte die Drohne symbolisch an Bürgermeisterin Runge, die sich in ihrer Ansprache bei den engagierten Ehrenamtlichen bedankte und betonte, wie wichtig eine moderne Ausstattung für die Sicherheit der Stadt sei.

Anschließend übergab sie das neue Einsatzmittel offiziell an Wehrführer Eric Schneider. Stadtbrandinspektor Valentin Reuter lobte den Förderverein für dessen Engagement und erklärte das breite Einsatzspektrum der Drohne: „Ob bei der Suche nach vermissten Personen, der Lageerkundung bei Großschadenslagen oder der Dokumentation – die Drohnentechnologie wird uns künftig wertvolle Dienste leisten.“ Er kündigte an, dass sich die Feuerwehr Oberursel künftig mit weiteren Drohnenstaffeln im Hochtaunuskreis vernetzen werde, um im Einsatzfall schnell und ortsübergreifend agieren zu können.

Mit großer Begeisterung und beeindruckendem Engagement konnte auch die Oberstedter Jugendfeuerwehr, mit tatkräftiger Unterstützung von den Jüngsten aus der Minifeuerwehr, ihre Leistung unter Beweis stellen. Gemeinsam führten sie unter dem Beifall der Besucher einen Löschangriff auf einen brennenden Holzstapel durch und zeigten eindrucksvoll, wie gut Teamarbeit und Feuerwehrtechnik bereits im jungen Alter funktionieren können.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Musikabteilung der Feuerwehr, die mit 14 Musikanten das Publikum begeisterte. Mit bekannten Stücken wie Saturday Night Fever, Mission: Impossible oder I Will Follow Him setzten sie musikalische Glanzpunkte und rundeten den gelungenen Tag mit einer gelungenen Darbietung ab.

Brennende Gartenhütte am Samstagmorgen


In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde die Feuerwehr Oberursel-Mitte zu einer deutlich sichtbaren schwarzen Rauchsäule ins Feld oberhalb der Drei Hasen alarmiert.

Durch die ersteintreffenden Kräfte wurde schnell eine brennende Gartenhütte als Ursache festgestellt. Es wurde umgehend ein Löschangriff aufgebaut und mit der Brandbekämpfung begonnen.

Aufgrund der hohen Brandintensität und der exponierten Lage wurden weitere Kräfte aus Oberstedten und Bommersheim nachalarmiert.

Durch einen intensiven Löschangriff – unter anderem durch die Dachluken des Bommersheimer für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung optimierten Tanklöschfahrzeuges – konnten die Flammen schließlich eingedämmt werden.

Die Wasserversorgung wurde zunächst durch das Oberstedter Großtanklöschfahrzeug sichergestellt, während Kräfte aus Bommersheim die Wasserversorgung zu einem Hydranten aufbauten. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch viel Unrat, welcher ein Erreichen der Glutnester in der Gartenhütte fast unmöglich machte.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch über mehrere Stunden hin, gegen 08:30 Uhr konnte durch die Feuerwehr „Feuer aus“ gemeldet werden. Im Einsatz waren ca. 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr, sowie von Rettungsdienst und der Polizei.

Erster Waldbrand der Saison: Feuerwehr Oberursel im Einsatz

Oberursel, 28. April 2025 – Am heutigen Montag wurde die Feuerwehr Oberursel gegen 13:28 Uhr zu einem Bodenfeuer im Bereich Sandplacken alarmiert. Zwischen Teufelsquartier und Fuchstanz brannte auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern der Waldboden. Aufgrund der aktuellen Trockenheit und der damit verbundenen hohen Ausbreitungsgefahr griff die angepasste Alarmierungskette: Neben der Wehr Mitte wurden auch die Feuerwehren aus Oberstedten, Stierstadt und Bommersheim alarmiert.

Erstmals im Einsatz war auch das neue Waldbrandtanklöschfahrzeug, das seine Geländetauglichkeit in dem unwegsamen Gelände eindrucksvoll unter Beweis stellte. Das Feuer konnte mit vier D-Rohren und einem Löschrucksack schnell unter Kontrolle gebracht werden. Nach etwa einer Stunde waren die Maßnahmen abgeschlossen.

Noch während der Rückfahrt der Einsatzkräfte meldete die Leitstelle einen weiteren Waldbrand auf Königsteiner Gemarkung. Auch hier unterstützten die Oberurseler Feuerwehrleute. Auf einer Fläche von rund 400 Quadratmetern konnte das Feuer gemeinsam mit den Königsteiner Kameraden zügig eingedämmt werden. Dabei kamen zwei C-Rohre sowie zwei weitere D-Rohre zum Einsatz.

Die heutigen Einsätze zeigen deutlich, wie wichtig die in den vergangenen Jahren angeschaffte Spezialausrüstung für Waldbrände ist. Besonders das Tanklöschfahrzeug Waldbrand sowie der Abrollbehälter Löschwasser mit seiner umfangreichen Waldbeladung bewährten sich im praktischen Einsatz.

Angesichts der anhaltenden Trockenheit bittet die Feuerwehr Oberursel weiterhin um besondere Vorsicht im Wald: Offenes Feuer und Rauchen sind strikt zu unterlassen, um Brände zu vermeiden.

Feuerwehr Oberursel sichert Taunus-Karnevalszug ab

Am Karnevalssonntag, 2. März 2025, fand der traditionsreiche Taunus-Karnevalszug mit rund 45.000 Besuchern und 2.000 Zugteilnehmenden statt.

Wie in den vergangenen Jahren übernahm die Feuerwehr Oberursel mit einem groß angelegten Brandsicherheitsdienst die Absicherung der Veranstaltung.

Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Valentin Reuter erfolgte die Absicherung des Stadtgebiets durch zwei dauerhaft besetzte Löschzüge sowie die ebenfalls besetzte Feuerwehreinsatzzentrale im Feuerwehrhaus Mitte. Diese diente als zentrale Führungsstelle der Feuerwehr und des betrieblichen Sanitätsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes. Zudem unterstützte eine Verbindungsbeamtin der Polizei Hessen die Einsatzleitung vor Ort, um eine optimale Koordination zwischen den beteiligten Organisationen sicherzustellen.

Da die Zugstrecke das Stadtgebiet teilte und an mehreren Stellen Straßensperren errichtet wurden, richtete die Feuerwehr zwei separate Wachbereiche ein: die Wache Süd und die Wache Nord. So war sichergestellt, dass die Einsatzkräfte im Notfall schnell in alle Bereiche der Stadt gelangen konnten.

25 freiwillige Einsatzkräfte aus den Wehren Mitte, Weißkirchen und Stierstadt waren im Einsatz, um im Falle eines Zwischenfalls schnell reagieren zu können. Die Feuerwehrkräfte standen während des gesamten Umzugs bereit, mussten jedoch erfreulicherweise zu keinem Einsatz ausrücken.

Dank der guten Vorbereitung und der engen Zusammenarbeit mit den Organisatoren des Karnevalszugs sowie den Hilfsorganisationen konnte der Taunus-Karnevalszug 2025 sicher und reibungslos durchgeführt werden.

Landesoffensive Nachwuchsgewinnung Brand- und Katastrophenschutz: Feuerwehr Oberursel erhält Auszeichnung für erfolgreiche Teilnahme

Die Feuerwehr Oberursel wurde am 24. Februar 2025 im Rahmen der „Landesoffensive Nachwuchsgewinnung Brand- und Katastrophenschutz“ für ihre erfolgreiche Teilnahme und ihr damit verbundenes vorbildliches Engagement in der Nachwuchsarbeit mit einer Plakette ausgezeichnet. Hessens Innenminister Professor Dr. Roman Poseck (CDU) überreichte das Siegel feierlich an Oberursels Ersten Stadtrat Jens Uhlig (CDU) und Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.

Programm der Hessischen Landesregierung

Die „Landesoffensive Nachwuchsgewinnung Brand- und Katastrophenschutz“ wurde von der Hessischen Landesregierung ins Leben gerufen, um dem Rückgang im Ehrenamt auch in diesem sehr relevanten gesellschaftlichen Bereich entgegenzuwirken, der unter anderem zur Erhaltung der Sicherheit der Bevölkerung dient. Unter der Dachmarke wurden zwei zentrale Bausteine umgesetzt: Zum einen regionale Ehrenamtsmessen zur Information und Gewinnung neuer Mitglieder, zum anderen individuelle Beratungsgespräche vor Ort in Kooperation mit einer spezialisierten Agentur.

Zu den anwesenden Gästen im Oberurseler Rathaus zählten neben Innenminister Poseck auch die Landtagsabgeordneten Elke Barth (SPD) und Sebastian Sommer (CDU), Frank Baresch (Sprecher der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen Oberursels), Moritz Thieme-Knaus (Zweiter stellvertretender Stadtbrandinspektor Oberursel) sowie Norbert Fischer (Präsident des Landesfeuerwehrverbands Hessen).

Roman Poseck betonte die Bedeutung der Nachwuchsarbeit: „Mit dieser Auszeichnung wollen wir das Engagement der Feuerwehr Oberursel hervorheben und unterstreichen, wie wichtig die Gewinnung junger Menschen für den Brand- und Katastrophenschutz ist. Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Sicherheitsstrukturen, und Projekte wie diese sind unverzichtbar.“ Poseck ergänzte: „Ausrüstung ist sehr wichtig, gleichzeitig kommt es in erster Linie auf die Menschen an, die sich ehrenamtlich im Brand- und Katastrophenschutz engagieren. Nach meinem Dafürhalten geht es zukünftig auch darum, die Feuerwehr noch deutlicher für Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund attraktiv zu machen.“ Beide gesellschaftlichen Gruppierungen, so der hessische Innenminister, seien unterdurchschnittlich repräsentiert.

Innenminister Roman Poseck lobte die Nachwuchsarbeit in Oberursel und stelle hervor das es auch gelte die Freiwillige Feuerwehr für aktuell noch unterrepräsentierte Gruppen attraktiv zu machen.

Erster Stadtrat Jens Uhlig zeigte sich erfreut über die Auszeichnung: „Die Feuerwehr Oberursel leistet seit Dekaden mit ihrer Nachwuchsarbeit einen herausragenden Beitrag zur Sicherheit und auch zum Zusammenhalt in unserer Stadt. Dieses Siegel ist eine verdiente Anerkennung für die vielen ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer, die gemeinschaftlich diese Auszeichnung verdienten.“

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter hob hervor, wie wichtig die Unterstützung durch das Land Hessen ist: „Die Landesoffensive hat uns wertvolle Unterstützung geboten, um junge Menschen für den Dienst in der Feuerwehr zu begeistern. Dieses Siegel motiviert uns noch mehr, weiterhin sehr umfangreich und aktiv in die Nachwuchsarbeit zu investieren. Auch das ist eine Form von Demokratiebildung und Demokratieerhalt.“

Norbert Fischer, Präsident des Landesfeuerwehrverbands Hessen und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Hochtaunus, erklärte: „Die Nachwuchsgewinnung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, und Oberursel war schon immer etwas Besonderes. Seit Jahrzehnten wird hier kreisweit außergewöhnlich erfolgreich gehandelt; die Kommune war und ist ein Vorbild für viele andere Städte und Gemeinden. Wir freuen uns, dass die Feuerwehr Oberursel mit gutem Beispiel vorangeht und hoffen, dass viele weitere Feuerwehren diesem Beispiel folgen.“

Umfrage im Rahmen des Programms

Im Rahmen der Landesoffensive nahm die Feuerwehr Oberursel an einer extern betreuten Umfrage teil, die mit dem professionellen „Lumdataltest“ 131 Mitglieder (45 Prozent der Aktiven) beteiligte. Die Ergebnisse zeigten eine hohe Zufriedenheit mit den eingeleiteten Veränderungen und eine überdurchschnittliche Bewertung im Vergleich zu anderen hessischen Kommunen. Schwerpunkte der Umfrage waren das Stimmungsbild innerhalb der Wehr, die Tagesalarmbereitschaft sowie die Einschätzung der Führungskräfte. Verbesserungsbereiche wie die Optimierung der Schutzausrüstung, der Ausbau des Sportangebots und die Weiterentwicklung der Übungsdienste wurden im Nachhinein bereits aufgegriffen.

Der Sprecher der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen in Oberursel, Frank Baresch, kam während des Besuchs des Innenministers im Rathaus darauf zu sprechen: „Mit der Umfrage im Rahmen der Landesinitiative Nachwuchsgewinnung – ähnlich einer Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung -, konnten wir die Einschätzungen der Ehrenamtlichen mit der neuen Situation bei der Feuerwehr Oberursel erfragen und analysieren und gleichzeitig entscheiden, ob und wie wir gegebenenfalls inhaltlich nachsteuern sollten und können.“

Deutlich positiv und hervorzuheben beim Ergebnis der Umfrage sei, dass die Ehrenamtlichen im Einsatzfall ihren Führungskräften vertrauen, ergänzte Valentin Reuter. Das seien zum einen Voraussetzung und zum anderen Bestätigung der eigenen jahrelangen Arbeit. „Die Umfrage hat uns gezeigt, dass wir grundsätzlich gut aufgestellt sind. Trotzdem gibt es noch Baustellen, an denen wir arbeiten müssen, um hier noch besser zu werden. Diese werden wir auch gemeinsam angehen“, so der Stadtbrandinspektor.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter erläuterte Innenminister Poseck den Aufbau der Feuerwehr, welcher durch die hauptamtliche Besetzung der Leitung der Feuerwehr anders strukturiert ist als in vielen

Aufgaben für den Sprecher der Ehrenamtlichen

Ein weiterer demokratischer Prozess innerhalb der Feuerwehr war die Erarbeitung einer Aufgabenbeschreibung für den Sprecher der Ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen. Da es keine detaillierten rechtlichen Regelungen gibt, haben wir mit allen Ehrenamtlichen erarbeitet, welche Aufgaben und Kompetenzen der Sprecher haben soll. Diese Aufgabenbeschreibung haben wir bereits bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung 2023 abgestimmt. Hiermit ist die Funktion auch für zukünftige Amtsinhaber klarer“, ergänzte Moritz Thieme-Knaus.

Jens Uhlig

Erster Stadtrat

Schwerer Verkehrsunfall auf der B455 bei Oberursel: Feuerwehr und Rettungsdienst im Großeinsatz

Am Donnerstagabend, den 06.02.2025, ereignete sich gegen 20:44 Uhr ein folgenschwerer Verkehrsunfall auf der B455 zwischen der Abfahrt Hohemark und der Kreuzung B455/Königsteiner Straße bei Oberursel. Die zuständige Feuerwehr Oberursel-Mitte rückte zu dem Einsatz aus, der sich über eine Strecke von etwa 600 Metern erstreckte und zwei Unfallschwerpunkte mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen umfasste.

Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war an der Einsatzstelle.

Noch während der Anfahrt wurde die Feuerwehr darüber informiert, dass zwei Fahrzeuge, die miteinander kollidiert waren, Feuer gefangen hatten. Die Insassen konnten sich glücklicherweise selbstständig aus den Fahrzeugen befreien und wurden vom bereits vorort befindlichen Rettungsdienst betreut. Die Feuerwehr fuhr diesen Einsatzabschnitt zuerst an und löschte umgehend die brennenden Fahrzeuge und streute auslaufende Betriebsstoffe ab. Im Verlauf des Einsatzes wurde deutlich, dass es noch einen zweiten Unfallbereich gab, bei dem drei PKW beteiligt waren. Auch hier konnten sich alle Fahrzeuginsassen eigenständig in Sicherheit bringen.

Mit einem C-Strahlrohr wurde der PKW-Brand gelöscht. Der eingesetzte Trupp legte Atemschutz an.

Wie sich im Nachgang herausstellte, war es zunächst zu einem Auffahrunfall im Einsatzabschnitt 2 gekommen. Erst danach ereignete sich der weitere Unfall im Einsatzabschnitt 1, bei dem die beteiligten Fahrzeuge zu brennen begannen. In beiden Einsatzabschnitten wurden auslaufende Betriebsstoffe abgestreut und wo notwendig die Batterien der Fahrzeuge vorsorglich abgeklemmt, um weitere Gefahren zu vermeiden.

Es gab zwei Einsatzschwerpunkte mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen.

Die Einsatzstelle wurde von der Feuerwehr großflächig ausgeleuchtet, um die Arbeit des Rettungsdienstes zu erleichtern. Aufgrund der im Einsatzverlauf immer weiter steigenden Anzahl an Verletzten, löste die Leitstelle des Hochtaunuskreises das rettungsdienstliche Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“ (MANV 10) aus, woraufhin insgesamt sechs Rettungswagen und zwei Notärzte zur Unfallstelle eilten. Der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes (OLRD) koordinierte die Verteilung der Patienten. Insgesamt wurden sieben Personen verletzt, davon vier leicht und drei mittelschwer. Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Der OLRD verteilte die Patienten auf die Rettungsmittel und unterstützte die Einsatzleitung der Feuerwehr somit.

Die Einsatzleitung lag in den Händen von Uli Both, dem Wehrführer der Feuerwehr Oberursel Mitte. Unterstützung erhielt er durch den diensthabenden Brandschutzaufsichtsdienst des Hochtaunuskreises, Stadtbrandinspektor Valentin Reuter verschaffte sich ebenfalls ein Bild der Einsatzlage. Auch das Presse- und Medienteam des KFV Hochtaunus und eine Führungsunterstützungskomponente des DRK Hochtaunus waren vor Ort.

Die Feuerwehr streute auslaufende Betriebsstoffe ab und leuchtete die Einsatzstelle aus.

Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr war gegen 23:00 Uhr beendet. Die B455 war für mehrere Stunden vollgesperrt. Auch die Polizei war mit mehreren Streifen im Einsatz. Die genaue Unfallursache und der entstandene Sachschaden sind Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.