Zwei schwere Motorradunfälle auf der L3004 fordern Feuerwehr Oberursel

Gleich zweimal innerhalb eines Tages wurde die Feuerwehr Oberursel gestern zu schweren Verkehrsunfällen mit Motorrädern auf die L3004 zwischen Oberursel-Hohemark und der Großen Kurve alarmiert. In beiden Fällen standen für die Feuerwehr insbesondere die Absicherung der Einsatzstelle, die Unterstützung des Rettungsdienstes, das Abstreuen auslaufender Betriebsstoffe sowie die Sicherstellung des Brandschutzes im Vordergrund.

Beim ersten Einsatz war ein Motorrad mit einem Kleinbus kollidiert.

Der erste Einsatz wurde um 8:04 Uhr gemeldet. Auf der L3004 war es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Motorrad gekommen. Beim Eintreffen der Feuerwehr lagen der Motorradfahrer und seine Sozia bewusstlos im Straßengraben, wurden aber bereits vom Rettungsdienst betreut. Die Kräfte der Feuerwehr Oberursel sicherten die Einsatzstelle ab, unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der schwer verletzten Personen und streuten auslaufende Betriebsstoffe ab.

Das Motorrad wurden mit Fahrer und Sozia in den Graben geschleudert.

Da zwei Rettungshubschrauber eingesetzt wurden, unterstützte die Feuerwehr außerdem beim Transport der Hubschrauberbesatzungen von den Landeplätzen zur Einsatzstelle. Im weiteren Verlauf wurden die beiden Patienten an den Rettungsdienst übergeben und in Kliniken transportiert. Nach Abschluss der feuerwehrtechnischen Maßnahmen blieb die Strecke zunächst für die polizeiliche Unfallaufnahme gesperrt.

Die Einsatzstelle war im Bereich eines Parkplatzes.

Am Nachmittag, nachdem die L3004 wieder freigegeben war, ereignete sich auf der selben Straße aber in einem anderen Streckenabschnitt, ein weiterer schwerer Motorradunfall. Um 16:02 Uhr wurde die Feuerwehr Oberursel erneut alarmiert. Auch bei diesem Einsatz sicherten die Kräfte die Unfallstelle ab, unterstützten den Rettungsdienst, stellten den Brandschutz sicher und streuten auslaufende Betriebsstoffe ab.

Auch beim zweiten Einsatz kam ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die Feuerwehr übernahm erneut den Transport der Hubschrauberbesatzung vom Landeplatz zur Einsatzstelle. Der Patient wurde anschließend bodengebunden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert.

Die zweite Einsatzstelle lag deutlich weiter oben auf der Strecke in Richtung Sandplacken.

Bei beiden Einsätzen waren Kräfte der Feuerwehr Oberursel-Mitte im Einsatz. Neben dem Hilfeleistungslöschfahrzeug kamen unter anderem Führungsfahrzeuge und der Rüstwagen zum Einsatz.

Die Feuerwehr Oberursel weist darauf hin, dass Angaben zum genauen Unfallhergang und zur Unfallursache grundsätzlich Aufgabe der Polizei sind. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen und ihren Angehörigen.

Feuerwehr Oberursel unterstützt bei Gebäudebrand in Steinbach

Oberursel/Steinbach, 28. Juni 2026
Am Sonntagmorgen gegen 09:30 Uhr wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem Wohnhausbrand nach Steinbach alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte war eine deutliche Rauchentwicklung erkennbar. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Aus dem Gebäude schlugen Flammen, zunächst wurde zudem eine Person im Gebäude vermisst.

Die Einsatzmaßnahmen an der Einsatzstelle wurden durch die Feuerwehr Steinbach geleitet. Die Feuerwehr Oberursel unterstützte auf Grundlage der bestehenden Verwaltungsvereinbarung, nach der Drehleitereinsätze in Steinbach durch die Feuerwehr Oberursel abgearbeitet werden. In diesem Zusammenhang arbeiten die Feuerwehren beider Kommunen im Einsatz- und Übungsdienst seit Jahren eng zusammen und sind dadurch besonders gut aufeinander eingespielt.

Aus dem Korb der Drehleiter wurde das Feuer im Dachstuhl des Reihenhauses gezielt bekämpft.

Eine zentrale Aufgabe übernahm die Drehleiter der Feuerwehr Oberursel-Stierstadt. Um von außen wirksame Löschmaßnahmen einleiten zu können, musste das Fahrzeug in einen rückwärtigen Bereich der Einsatzstelle manövriert werden. Aufgrund der besonderen Bebauungssituation war die Zufahrt nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Hierbei bewährte sich die Hinterachszusatzlenkung der in diesem Jahr in Dienst gestellten Oberurseler Drehleitern in besonderer Weise. Durch die erhöhte Wendigkeit konnte die Drehleiter so in Stellung gebracht werden, dass eine Brandbekämpfung von außen möglich wurde.

Die beengte Zuwegung war für den Drehleitermaschinisten knifflig einzufahren.

„Bei diesem Einsatz hat sich gezeigt, welchen Wert diese besondere Fahrzeugausstattung im Einsatzfall hat. Die Hinterachszusatzlenkung war ein entscheidender Vorteil, um die Drehleiter überhaupt wirksam in Stellung bringen zu können“, erklärt Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.

Die Spezialausführung der Oberurseler Drehleitern war 2024 explizit durch das Stadtparlament Oberursel beauftragt worden. Der Einsatz in Steinbach zeigte nun eindrucksvoll, dass diese Entscheidung einen wichtigen Beitrag zur Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leistet.

Die Drehleiter der Wehr Stierstadt konnte aufgrund ihrer einlenkbaren Hinterachse auf engstem Raum in Stellung gebracht werden. (Auf dem Bild ist der schräg gestellte Reifen der Hinterachse gut zu erkennen – das Fahrzeug war Rückwärts bis zu dieser Position gefahren.)

Neben der Drehleiter unterstützte die Feuerwehr Oberursel den Einsatz mit weiteren Kräften. Aufgrund der hohen Außentemperaturen von rund 37 Grad und der körperlich sehr belastenden Arbeiten wurden frühzeitig zusätzliche Einsatzkräfte aus Oberursel-Weißkirchen nachgefordert. Die Oberurseler Kräfte stellten unter anderem Atemschutzgeräteträger bereit, unterstützten die Einsatzleitung und übernahmen Aufgaben in der Abschnittsleitung.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Moritz Thieme-Knaus koordinierte die Oberurseler Kräfte vor Ort in enger Abstimmung mit der Einsatzleitung der Feuerwehr Steinbach. Die Zusammenarbeit verlief dabei eingespielt und reibungslos.

Die Kräfte der Feuerwehren nutzen Pavillons um sich vor der Sonne zu schützen.

Im weiteren Einsatzverlauf gestaltete sich die Brandbekämpfung aufwendig und kräftezehrend. Immer wieder flammten Glutnester im Ober- und Dachgeschoss auf. Um an die Brandstellen zu gelangen, musste die Dachhaut geöffnet werden. Die Drehleiter der Feuerwehr Oberursel blieb bis zum Einsatzende in Stellung und unterstützte die Maßnahmen von außen.

Die Feuerwehr Oberursel bedankt sich bei der Feuerwehr Steinbach für die gute Zusammenarbeit sowie bei allen Kräften und Unterstützenden vor Ort.

Die Brandbekämpfungsmaßnahmen zogen sich bis in die frühen Abendstunden.

Gemeinsam sportlich für den Einsatzdienst

Nachdem Mitglieder der Feuerwehr Oberursel bereits vor drei Wochen beim Brunnenfestlauf an den Start gegangen waren, stand am vergangenen Sonntag die nächste sportliche Herausforderung auf dem Programm: Ein gemeinsames Team nahm am Oberurseler Bike Marathon teil.

Insgesamt fünf Feuerwehrangehörige aus verschiedenen Oberurseler Stadtteilfeuerwehren gingen auf den 32 und 47 Kilometer langen Strecken an den Start. Gemeinsam bewältigten sie die anspruchsvollen Routen durch den Taunus und vertraten dabei die Feuerwehr Oberursel.

Bereits beim Brunnenfestlauf hatten mehrere Mitglieder ihre sportliche Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Drei Teilnehmer absolvierten den Lauf sogar in vollständiger Feuerwehrschutzkleidung und mit Atemschutzgerät. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen zeigt, dass gemeinsamer Sport längst über die regelmäßige Ausbildung und den Einsatzdienst hinaus ein fester Bestandteil des Feuerwehrlebens ist.

Darüber hinaus hat erneut das wöchentliche HIIT-Training für die Einsatzkräfte begonnen. Unter Anleitung von Trainer Thomas Paratore vom TV Bommersheim trainieren die Feuerwehrangehörigen einmal pro Woche auf der öffentlichen Calisthenics-Anlage. Das hochintensive Intervalltraining verbindet kurze, belastende Übungsphasen mit Erholungspausen und fördert insbesondere Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit.

Auch an diesem Trainingsangebot nehmen Mitglieder verschiedener Oberurseler Stadtteilfeuerwehren gemeinsam teil. Neben der körperlichen Fitness stärkt das gemeinsame Training die Gemeinschaft und ermöglicht ein gegenseitiges Kennenlernen über die eigenen Einheiten hinaus.

Körperliche Leistungsfähigkeit ist für den Feuerwehrdienst von großer Bedeutung. Einsätze unter Atemschutz, das Tragen schwerer Ausrüstung und Arbeiten bei hohen Temperaturen verlangen den Einsatzkräften regelmäßig viel ab. Sport und gemeinsames Training tragen dazu bei, die Gesundheit zu erhalten und auf diese körperlichen Anforderungen vorbereitet zu sein.

Die Feuerwehr Oberursel freut sich, gemeinsam an sportlichen Veranstaltungen teilzunehmen und das regelmäßige Trainingsangebot fortzuführen. Bewegung verbindet, stärkt die Gesundheit und fördert zugleich die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr.

Waldbrandübung im Oberurseler Stadtwald

Am Samstag waren im Oberurseler Stadtwald im Bereich der Stierstädter Heide zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge unterwegs. Grund dafür war eine Waldbrandübung der Feuerwehr Stierstadt, die durch Einsatzkräfte der Feuerwehren Bommersheim, Weißkirchen und Oberstedten unterstützt wurde.

Angenommen wurde eine starke Rauchentwicklung in einem Waldgebiet. Da mehrere Anrufer unterschiedliche Angaben zum Brandort gemacht hatten, ließ sich die angenommene Einsatzstelle zunächst nicht genau lokalisieren.

Die brennend angenommene Wandfläche wurde mit einem Flatterband abgesteckt.

Nach einer ersten Erkundung durch den Zugführer der Feuerwehr Stierstadt wurde die neu etablierte Drohnengruppe der Feuerwehr Oberstedten hinzugezogen. Ihre Aufgabe bestand darin, das weitläufige Gebiet aus der Luft zu erkunden und die Brandstelle möglichst genau zu lokalisieren. Neben optischen Kamerasystemen verfügt die Drohne über eine Wärmebildkamera, mit der Brandstellen und andere Wärmequellen auch in unübersichtlichem Gelände erkannt werden können.

Die Drohneneinheit der Feuerwehr Oberstedten unterstützte die Einsatzleitung aus der Luft

Nachdem die versteckt im Wald liegende Übungsstelle gefunden worden war, wurden die nachrückenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge gezielt dorthin geführt. Neben dem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Stierstadt kam auch das speziell für Wald- und Vegetationsbrände ausgerüstete Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Bommersheim zum Einsatz.

Die Einsatzkräfte bekämpften das angenommene Feuer mit Löschrucksäcken, Feuerpatschen, Handwerkzeugen und einem D-Rohr. Zunächst wurde eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert. Anschließend suchten die Trupps die Fläche systematisch nach verbliebenen Glutnestern ab und löschten diese gezielt ab.

Obwohl für die Übung nur vergleichsweise wenig Wasser benötigt wurde, stellten das Großtanklöschfahrzeug aus Oberstedten und ein Löschfahrzeug aus Stierstadt die Wasserversorgung sicher. Um auch die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge und der eingesetzten Technik zu erproben, wurde zudem der Dachwerfer des Waldbrand-Tanklöschfahrzeugs in Betrieb genommen.

Zum Abschluss wurden verschiedene Techniken der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung demonstriert und gemeinsam erprobt. Derartige Übungen sind wichtig, um die Zusammenarbeit der Stadtteilfeuerwehren, das taktische Vorgehen in unübersichtlichem Gelände und den sicheren Umgang mit der vorhandenen Spezialausrüstung weiter zu verbessern.

Es wurden verschiedene Techniken zur Waldbrandbekämpfung, insbesondere mit Spezialgerät geübt.

Ein besonderer Dank gilt dem Forst des Bau und Service Oberursel und Förster Luis Kriszeleit. Die Forstabteilung unterstützt die Feuerwehr regelmäßig bei der Vorbereitung solcher Übungen und stellt geeignete Flächen zur Verfügung.

Die Übung wurde noch vor Ort nachbesprochen

Hinweis für Waldbesucherinnen und Waldbesucher

Um nachrückenden Einsatzkräften den Weg zu einer Einsatzstelle im Wald zu weisen, nutzt die Feuerwehr unter anderem seitlich auf den Boden gelegte Verkehrsleitkegel. Die Spitze des Leitkegels zeigt dabei in die vorgesehene Fahrtrichtung.

Sollten Sie bei einem Waldspaziergang liegende Leitkegel entdecken, lassen Sie diese bitte so liegen, wie Sie sie vorgefunden haben. Sie helfen damit unseren Einsatzkräften, die Einsatzstelle schnell zu erreichen. Vielen Dank!

Eine Verletzte Person bei Brand in Kleingartenanlage in Oberursel-Weißkirchen

Am Samstagmorgen wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem Brand in einer Kleingartenanlage an der Urselbachstraße in Oberursel-Weißkirchen alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war bereits eine weithin sichtbare Rauchentwicklung erkennbar. Eine Gartenhütte stand zu diesem Zeitpunkt in Vollbrand.

Nach ersten Erkenntnissen war zunächst abgelagertes Material in Brand geraten. Das Feuer griff anschließend auf das Dach der Gartenhütte über.

Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte aus den Stadtteilfeuerwehren Weißkirchen und Stierstadt konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Das Feuer wurde zügig unter Kontrolle gebracht und schließlich vollständig abgelöscht. Eine auf dem Dach befindliche Photovoltaikanlage musste im Zuge der Löscharbeiten demontiert werden.

Eine vor Ort befindliche Person erlitt Verletzungen. Sie wurde durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in eine Klinik transportiert.

Auch ein angrenzender Taubenschlag war durch das Feuer gefährdet. Durch die Lösch- und Schutzmaßnahmen der Feuerwehr konnte jedoch verhindert werden, dass die Flammen auf diesen Bereich übergriffen. Die dort untergebrachten Tauben blieben unverletzt und konnten in ihrer Unterkunft verbleiben.

Im Einsatz waren insgesamt 33 Einsatzkräfte der Feuerwehren Oberursel-Weißkirchen und Oberursel-Stierstadt. Nach Abschluss der Lösch- und Nachlöscharbeiten wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Feuerwehr Oberursel zieht positive Bilanz nach Brandsicherheitsdienst beim Brunnenfest

Die Feuerwehr Oberursel zieht eine positive Bilanz nach ihrem mehrtägigen Brandsicherheitsdienst beim diesjährigen Brunnenfest. Vom 29. Mai bis 1. Juni 2026 war das Feuerwehrhaus Mitte an allen Festtagen durch Einsatzkräfte der Feuerwehr besetzt. Der Dienst begann bereits am Freitag um 14 Uhr mit der Einrichtung der Festwache.

Eine Besonderheit ergab sich in diesem Jahr durch das noch nicht abgenommene Brückenbauwerk in der Portstraße. Aus diesem Grund wurde eine zusätzliche, einmalige Festwache auf der Bleiche eingerichtet, um auch in diesem Bereich eine schnelle Erreichbarkeit und Absicherung gewährleisten zu können.

Bezug der Wache auf dem Festplatz durch die 1. Dienstschicht.

Wie in den vergangenen Jahren wurde der Brandsicherheitsdienst durch Einsatzkräfte aus allen Oberurseler Stadtteilfeuerwehren getragen. Insgesamt waren 9 Schichten zu besetzen, in denen 25 Funktionen durch die ehrenamtlichen Kräfte wahrgenommen wurden.

Während des Brunnenfestes mussten mehrere kleinere Einsätze abgearbeitet werden. Zudem liefen im Stadtgebiet Brandmeldeanlagen auf, die durch die Einsatzkräfte kontrolliert wurden. Ein besonderer Einsatz ereignete sich bereits am Freitag in der Nachbarkommune Steinbach. Bei einem dortigen Feuer konnte die Wachmannschaft aus Oberursel die Feuerwehr Steinbach unterstützen. Um die Einsatzbereitschaft für das Brunnenfest weiterhin sicherzustellen, wurden parallel weitere außerdienstliche Kräfte zur Nachbesetzung der Wache alarmiert.

Auch der jährliche Arbeitsdienst und Geräteprüfungstag konnte am Samstag wieder durchgeführt werden. Hierzu wurden die auf der Wache Mitte stationierten Fahrzeuge vorgestellt und wichtige Beladungsgegenstände der jährlichen Überprüfung unterzogen. Neben der Sicherstellung des Brandsicherheitsdienstes konnten somit zugleich wichtige Aufgaben im Bereich der Gerätewartung und Einsatzbereitschaft erledigt werden.

Leiterprüfung durch die Gerätewarte

Eine besondere Herausforderung stellte erneut das Sicherheitskonzept für das Brunnenfest dar. Mehrere Terrorsperren schützten das Festgebiet und die Innenstadt. Die Abstimmung der Einsatzkräfte erfolgte gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Polizei über die gemeinsame Einsatzzentrale in der Marxstraße. Diese bewährte Zusammenarbeit trug auch in diesem Jahr wesentlich zur Sicherheit der Besucherinnen und Besucher bei.

Am Freitagabend war zudem eine leicht gewittrige Wetterlage zu beobachten. Diese führte erst kurz vor Ende des Festbetriebs zu mehreren Regenschauern über Oberursel. Insgesamt blieb das Brunnenfest aus Sicht der Feuerwehr jedoch ruhig. Bei angenehmen Temperaturen und guter Besucherresonanz waren nur wenige Einsätze ohne Einfluss auf das Fest zu verzeichnen.

Blick vom Dach des Fahrzeuges der Brunnenfestwache auf die gut besuchte Bleiche.

Auch der traditionelle Besuch der Brunnenkönigin durfte in diesem Jahr nicht fehlen. Sie stattete den Einsatzkräften einen Besuch ab und informierte sich über den Brandsicherheitsdienst sowie die Arbeit der Feuerwehr während des Brunnenfestes.

Die Feuerwehr Oberursel freut sich über vier gelungene Tage Brunnenfest und zieht eine durchweg positive Bilanz. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus allen Stadtteilfeuerwehren leisteten erneut einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit des Festes und sorgten gemeinsam mit DRK, Polizei und weiteren Beteiligten für einen reibungslosen Ablauf.

Das Team der Feuerwehr beim Brunnenfestlauf.

Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Oberursel für das Jahr 2025

Am vergangenen Freitag, den 17. April 2026, fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Oberursels für das Jahr 2025 statt. Neben den zahlreichen Mitgliedern der Feuerwehren konnten Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler, Bürgermeisterin Antje Runge, Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig, der neue Kreisbrandinspektor Martin Gonder, Vertreter der Kreisjugendfeuerwehr, der Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Steinbach Dominik Hagen sowie weitere Gäste aus Politik und Hilfsorganisationen begrüßt werden.

Im Jahresbericht gab die Stadtbrandinspektion aus Stadtbrandinspektor Valentin Reuter sowie seinen beiden stellvertretenden Stadtbrandinspektoren Andreas Ruhs und Moritz Thieme-Knaus einen Überblick über die Personalentwicklung, Einsätze, Anschaffungen, Entwicklungen und Ausbildungen im Jahr 2025.

Mitgliederzahlen der Feuerwehr Oberursel für das Berichtsjahr 2025.

Der Stadtjugendwart Tim Kinkel berichtete über das Jahr der Mini- und Jugendfeuerwehr. Dabei wurde erneut deutlich, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Feuerwehr Oberursel ist. Besonders erfreulich ist, dass auch im Jahr 2025 wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche an die nächsten Stufen innerhalb der Feuerwehr herangeführt werden konnten.

Stadtjugendwart Tim Kinkel berichtete über die Tätigkeiten der Mini- und Jugendfeuerwehr.

Moritz Thieme-Knaus stellte die besonderen Einsätze des vergangenen Jahres vor. Positiv hervorzuheben ist, dass Oberursel im eigenen Zuständigkeitsbereich von größeren Schadenslagen weitgehend verschont geblieben ist. Insbesondere das Ausbleiben ausgeprägter Unwetterlagen führte zu geringeren Einsatzzahlen als in den Vorjahren – eine Entwicklung, über die man bei aller Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nur froh sein kann. Gleichwohl waren auch 2025 wieder einige markante Einsätze zu bewältigen, darunter Brände, Verkehrsunfälle, Gefahrgutlagen und Unterstützungsleistungen außerhalb des Stadtgebiets. Hervorgehoben wurde, dass einige Einsätze durch das am Standort der Feuerwehr Mitte tätige hauptamtliche Personal der Stadt Oberursel abgeleistet wurden, ohne dass eine größere Anzahl an ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen alarmiert werden musste.

Einsatzstatistik der Feuerwehr Oberursel des Jahres 2025.

Die drei Stadtbrandinspektoren stellten anschließend eine Vielzahl an Maßnahmen und Fortschritten vor, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. Dazu gehörten unter anderem organisatorische Weiterentwicklungen, Maßnahmen an den Feuerwehrhäusern, Investitionen in Technik, Fahrzeuge und persönliche Schutzausrüstung sowie Fortschritte im Bereich Zivilschutz und Warnung. Einen besonderen Stellenwert nahm weiterhin das Gefahrenabwehrzentrum ein, bei dem im Jahr 2025 beziehungsweise zu Beginn des Jahres 2026 deutliche Fortschritte erzielt werden konnten. Dazu zählen der erkennbare Baufortschritt, die Grundsteinlegung sowie abgeschlossene Verträge zur Heißausbildung mit dem Kreis und den weiteren Kommunen des Hochtaunuskreises.

Der Saal der Stadthalle war mit über 200 Anwesenden gut gefüllt.

Erwähnenswert war außerdem die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Ausbildungsmaßnahmen. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Drehleiterausbildung, Kommunikations- und Führungstrainings, Heißausbildung, Drohnenausbildung, Fahrsicherheitstraining sowie weiteren Angeboten der Kreis- und Standortausbildung.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter stellte die Entwicklungen, Maßnahmen und Fortschritte des vergangenen Jahres vor.

Ausblick auf das Jahr 2026

Im Ausblick auf das laufende Jahr stellte die Stadtbrandinspektion weitere Schwerpunkte in Ausbildung, Technik und Infrastruktur vor. Vorgesehen sind unter anderem weitere Sonderausbildungen, die Fortführung der Führungskräftefortbildung, Maßnahmen im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung und Waldbrand, zusätzliche Technik- und IT-Projekte sowie weitere Schritte rund um das Gefahrenabwehrzentrum. Ebenso sollen Fahrzeugbeschaffungen, Satzungsanpassungen und konzeptionelle Weiterentwicklungen weiter vorangetrieben werden.

Wahl des Ersten stellvertretenden Stadtbrandinspektors und des Sprechers der ehrenamtlichen Angehörigen

Im Rahmen der Wahlen konnte mit Andreas Henzler ein Nachfolger für Andreas Ruhs als Erster stellvertretender Stadtbrandinspektor gewählt werden. Andreas Henzler ist seit vielen Jahren Wehrführer der Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen und durch seine langjährige Mitarbeit im Wehrführerausschuss in der Gesamtfeuerwehr bestens bekannt. Noch auf der Bühne wurden ihm das Funkgerät, die Einsatzleiterweste sowie das Namensschild „Oberursel 02“ übergeben.

Der Feuerwehrdezernent Jens Uhlig gratuliert dem neuen ersten stellv. Stadtbrandinspektor Andreas Henzler zu seiner Wahl.

Ebenfalls zur Wiederwahl stand Frank Baresch, Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr. Er wurde nach fünf Jahren Amtszeit erneut in seinem Amt bestätigt. In seinem Bericht ging er auch auf Maßnahmen zur Ehrenamtsförderung ein, die unter anderem auf Grundlage einer anonymen internen Umfrage angestoßen und teilweise bereits umgesetzt wurden. Hierzu zählen insbesondere die Anschaffung verbesserter Dienstkleidung, die Förderung gemeinsamer sportlicher Aktivitäten sowie gemeinsame Ausbildungsmodelle.

Der Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr Oberursel führt zu seinen Tätigkeiten im vergangenen Jahr 2025 aus.

Ehrungen und Beförderungen

Befördert wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung:

BeförderungName
Hauptlöschmeister zum BrandmeisterThomas Schneider
Brandmeister zum OberbrandmeisterFrank Weineck
Die beförderten Frank Weineck und Thomas Schneider (Mitte Links und Rechts) mit der Stadtbrandinspektion.

Ehrungen Mini- und Jugendfeuerwehr

Im Bereich der Mini- und Jugendfeuerwehr wurden folgende Auszeichnungen verliehen:

AuszeichnungGeehrte
Kindfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in BronzeAnnabel Ernst-Bender
Kindfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in SilberRobert Knecht
Jugendfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in BronzeNiklas Fiebelkorn
Florian Matthes
Jugendfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in GoldTim Kinkel
Larissa Hagen

Darüber hinaus wurden Helga Hartwig, Sarah Vogel und Gunnar Theis im Rahmen der Ernennung der Stadtjugendfeuerwehr- und Stadtminifeuerwehrführung auf die Bühne gebeten. Gleichzeitig wurde den scheidenden Funktionsträgern Tim Kinkel, Larissa Hagen und Robert Knecht für ihr großes Engagement in der Nachwuchsarbeit gedankt.

Nassauische Feuerwehrverbandsehrungen

Kreisbrandinspektor Martin Gonder führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Nassauischen Feuerwehrverbandes durch:

Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 JahreEhrenmedaille des NFV in Gold für 30 Jahre
Benedikt SulzbachDaniel Rademacher
Henning DroldnerMarkus Potzi
Jürgen SchicklingAlexander Kunz
Myrijam Nicolay-RüferHolger Sachs
Simone EtzelMatthias Schreiber
KBI Martin Gonder, die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 Jahre und SBI Valentin Reuter
KBI Martin Gonder, die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Silber für 30 Jahre und SBI Valentin Reuter

Ehrungen des Landes Hessen

Martin Gonder führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Landes Hessen durch:

Brandschutzehrenzeichen am Bande in Silber für 25 JahreBrandschutzehrenzeichen am Bande in Gold für 40 JahreGoldene Ehrennadel des Landes Hessen
Martin MüllerAndreas FreyWolfgang Kaiser
Jens NaßHolger Himmelhuber
Dennis Becker
Florian Brandt
Markus Eisenacher
KBI Martin Gonder, die geehrten für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft und SBI Valentin Reuter
Die Geehrten mit der Goldenen Ehrennadel des Landes Hessen Holger Himmelhuber und Wolfgang Kaiser, gemeinsam mit KBI Martin Gonder und SBI Valentin Reuter

Anerkennungsprämie des Landes Hessen

Erster Stadtrat Jens Uhlig führte die Ehrung mit den Anerkennungsprämien des Landes Hessen für aktiven Feuerwehrdienst durch.

10 Jahre20 Jahre30 Jahre40 Jahre50 Jahre
Stefan AusbüttelHennig DroldnerJörg LibbertThomas BurkardManfred Schuhmann
Felix GrafPatrick WerthStefan AdolphUlfert HahnMichael Mechler
Felix KinkelRicko GirschikofskyHeiko HorvathChristian Mereien
Michael KeilEric SchneiderPeter Hieronymi
Jürgen SchicklingSascha Walsch-Weisenbach
Stefan SeegerPatrick Blasner
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 10 und 20 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 30 und 40 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 50 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.

Besondere Ehrungen

Im Mittelpunkt des Abends standen drei besondere Ehrungen für Kameraden, die sich in besonderer Weise um die Feuerwehr Oberursel verdient gemacht haben.

AuszeichnungGeehrter
Nassauisches Ehrenkreuz am Bande in Silber für besondere DiensteKarl-Heinz Weber
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in BronzeLars Weindinger
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in GoldAndreas Ruhs

Den emotionalen Höhepunkt der Versammlung bildete die Ehrung und Verabschiedung von Andreas Ruhs. Mit dem Ende seiner vierten Amtszeit als stellvertretender Stadtbrandinspektor endet eine über fast zwei Jahrzehnte prägende Phase für die Feuerwehr Oberursel. Andreas Ruhs ist seit 1986 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel-Bommersheim und gehört seit 1991 der Einsatzabteilung an. Seit dem 1. April 2006 war er über vier Amtszeiten hinweg stellvertretender Stadtbrandinspektor. Gewürdigt wurden insbesondere seine Verdienste in der Bedarfs- und Entwicklungsplanung, sein Engagement im Bereich der G-ABC-Gefahrenabwehr, seine Mitwirkung an konzeptionellen Grundlagen auf Kreis- und Landesebene sowie sein außergewöhnlicher Einsatz für den Neubau und die fachliche Ausgestaltung des Gefahrenabwehrzentrums. Besonders hervorgehoben wurde auch sein Einsatz für die Heißausbildungsanlage. Neben dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold erhielt Andreas Ruhs als persönliches Zeichen des Dankes ein individuell gestaltetes Bild sowie einen gemeinsamen Abend mit Wegbegleitern und Freunden.

Der Wehrführerausschuss gemeinsam mit dem stv. SBI a.D. Andreas Ruhs und Kreisbrandinspektor Martin Gonder

Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze wurde Lars Weindinger ausgezeichnet. Gewürdigt wurden seine langjährigen Verdienste um die Feuerwehr Oberursel und insbesondere um die Feuerwehr Bommersheim. Hervorgehoben wurden vor allem seine Zeit als Wehrführer von 2008 bis 2017, seine Tätigkeit als Gerätewart und Zugführer sowie sein heutiges Wirken im Führungsdienst und in der Stabstelle Brand- und Zivilschutz der Stadt Oberursel.

Karl-Heinz „Kalli“ Weber wurde mit dem Nassauischen Ehrenkreuz am Bande in Silber für besondere Dienste geehrt. Gewürdigt wurden sein langjähriges Engagement in der Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen, seine Tätigkeit als Zeugwart und Mitglied des Feuerwehrausschusses, sein Wirken im Katastrophenschutz des Hochtaunuskreises sowie sein Beitrag zur gesamtstädtischen Ausbildung, insbesondere im Bereich der Einsatzsimulation.

Der neue stv. Stadtbrandinspektor Andreas Henzler mit Karl-Heinz Weber.

Grußworte der Gäste

Im Rahmen der Grußworte richteten Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler, Bürgermeisterin Antje Runge und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig sowie Kreisbrandinspektor Martin Gonder das Wort an die Versammlung und würdigten die Arbeit der Feuerwehr Oberursel sowie das große ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte.

Bürgermeisterin Antje Runge und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig teilten sich ihr Grußwort.

Abschluss der Versammlung

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter bedankte sich abschließend bei allen Kameradinnen und Kameraden, ihren Familien sowie den Arbeitgebern für die Unterstützung und das kontinuierliche Engagement. Er schloss die Versammlung mit dem Wunsch, dass alle Einsatzkräfte jederzeit gesund und unversehrt von ihren Einsätzen und Übungen zurückkehren.

Feuer in Dachgeschoss beschäftigt Oberurseler Feuerwehr

Am gestrigen Freitag wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem ausgedehnten Brandereignis in den Zimmersmühlenweg in Oberursel-Stierstadt alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Anbauterrasse im 2. Obergeschoss in Flammen. Die angrenzenden Wohnbereiche waren ebenfalls betroffen, sowie ein Spitzboden, der zunächst nicht zugänglich war. Durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte wurden weitere Einheiten – unter anderem eine zweite Drehleiter – nachgefordert.

Die Bewohner des betroffenen Objekts – zwei Erwachsene und zwei Kinder –blieben glücklicherweise weitgehend unverletzt, die Betreuung erfolgte durch den Rettungsdienst, unterstützt durch ein Kriseninterventionsteam.

Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz im Innenangriff vor, während die Drehleitern zur Brandbekämpfung und Kontrolle des Dachbereichs eingesetzt wurden.

Das offene Feuer konnte rasch abgelöscht werden, im weiteren Verlauf wurden Teile der Dachhaut geöffnet, um versteckte Glutnester aufzuspüren und gezielt abzulöschen. Die betroffenen Bewohner konnten noch einige Habseligkeiten retten und kamen vorrübergehend bei Bekannten unter. Teile des Gebäudes bleiben vorerst unbewohnbar. 

Im Einsatz waren insgesamt 74 Einsatzkräfte aller Oberurseler Feuerwehren, sowie Kräfte der der Feuerwehr Kronberg. Durch das hinzugerufene THW wurde nach Abschluss der Löschmaßnahmen die Dachhaut provisorisch gegen Witterungseinflüsse gesichert. 

Für die Einsatzkräfte wurde eine Hygienestation eingerichtet, die Verpflegung wurde durch einen örtlichen Supermarkt sichergestellt. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei übergeben, die Ursachenermittlung dauert derzeit an. 

PKW kollidiert mit U-Bahn – zwei Verletzte, 125 Fahrgäste betreut

Am frühen Morgen des 3. März 2026 kam es um 07:26 Uhr im Kreuzungsbereich der Frankfurter Landstraße / Ecke Am Weißkirchener Berg zu einem Zusammenstoß zwischen einem PKW und einer U-Bahn (Triebzug mit zwei Wagen). Durch die Kollision wurde der PKW stark beschädigt, schleuderte quer über die Fahrbahn, riss einen Ampelmast um und kam im angrenzenden Grünstreifen zum Stehen. Beim Eintreffen der Feuerwehr befanden sich die beiden Insassen bereits außerhalb des Fahrzeugs und wurden von Ersthelfern betreut.

Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich rund 125 Personen in der U-Bahn. Alle Fahrgäste wurden rettungsdienstlich gesichtet, als unverletzt eingestuft und bis zum Abschluss der polizeilichen Unfallaufnahme durch Feuerwehrkräfte betreut. Sie konnten im Zug verbleiben und ihre Fahrt anschließend fortsetzen. Die Feuerwehr sicherte das Unfallfahrzeug, nahm auslaufende Betriebsstoffe auf und unterstützte den Rettungsdienst, der die verletzten PKW-Insassen in umliegende Krankenhäuser transportierte. Nach Abfahrt des Zuges wurde der Kreuzungs- und Schienenbereich von Trümmerteilen befreit. Während des Einsatzes waren die betroffenen Straßen sowie der Schienenbereich vollständig gesperrt.

Neben dem Rettungsdienst, der Polizei sowie dem Notfallmanager der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main waren die Feuerwehren Oberursel Weißkirchen, Bommersheim und Mitte sowie die Berufsfeuerwehr Frankfurt mit insgesamt über 60 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

Zur Unfallursache und zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

Wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr

Neuer Führungsdienst stärkt Einsatzleitung der Feuerwehr Oberursel

Die Stadt Oberursel hat mit Wirkung zum 1. November 2025 einen neuen Führungsdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr eingeführt. Ziel ist es, die ständige Verfügbarkeit erfahrener Führungskräfte zu sichern und so die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr weiter zu stärken.

Der neue Führungsdienst ergänzt die bestehende Struktur der Stadtbrandinspektion und unterstützt insbesondere bei komplexen Einsatzlagen, Flächenereignissen oder Großschadensfällen. Eingesetzt werden erfahrene Führungskräfte aus den fünf Stadtteilfeuerwehren sowie hauptamtliche Angehörige der Feuerwehr Oberursel.

„Mit dem Führungsdienst schaffen wir ein modernes, verlässliches Instrument, das die Sicherheit der Menschen in Oberursel stärkt – von alltäglichen Einsätzen bis hin zu Großschadensereignissen. Haupt- und Ehrenamt arbeiten dabei eng und partnerschaftlich zusammen“, betont Bürgermeisterin Antje Runge.

Im Rahmen der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschusses am 28. Oktober 2025 erhielten die zwölf neuen Mitglieder ihre Ernennungsurkunden aus den Händen von Bürgermeisterin Runge, Erstem Stadtrat und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig sowie Stadtbrandinspektor Valentin Reuter. Die Berufung gilt zunächst für fünf Jahre.

„Die zunehmende Komplexität von Einsatzlagen – etwa durch Großveranstaltungen oder Extremwettereignisse – erfordert verlässliche Führungsstrukturen“, erklärt Erster Stadtrat Jens Uhlig. „Der neue Führungsdienst entlastet unsere Wehren, sichert die Einsatzleitung rund um die Uhr ab und stärkt die Resilienz unserer Feuerwehrorganisation.“

Auch Stadtbrandinspektor Valentin Reuter hebt die Bedeutung hervor: „Der Führungsdienst ist ein wichtiger Baustein unserer Gefahrenabwehr. Er sorgt dafür, dass bei größeren Ereignissen erfahrene Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter verfügbar sind, die Lage beurteilen, Entscheidungen treffen und die Kräfte koordinieren. So bleiben wir auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig und erhöhen die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger.“

Mit dem neuen Führungsdienst etabliert Oberursel ein zukunftsfähiges Modell, das operative Einsatzleitung und strategische Steuerung verbindet. Zugleich schafft es Anreize für engagierte Feuerwehrangehörige, sich fortzubilden und Führungsverantwortung zu übernehmen. Die Einführung wird regelmäßig evaluiert, um das Konzept, welches bereits in einigen anderen hessischen Kommunen Anwendung findet, fortlaufend an die praktischen Erfahrungen und künftigen Anforderungen anzupassen.

Antje Runge                                          Jens Uhlig

Bürgermeisterin                                   Erster Stadtrat