Feuerwehrkonferenz am 13. April setzte wichtige Ziele für die Feuerwehr Oberursel

Die Feuerwehrkonferenz ist eine seit vielen Jahren bewährte Veranstaltung, die die Oberurseler Politikerinnen und Politiker aller im Stadtparlament vertretenen Fraktionen und die Führungskräfte aller Oberurseler Stadtteilwehren inklusive der Stadtbrandinspektion zusammenbringt. Auch Bürgermeisterin Antje Runge und die beiden hauptamtlichen Dezernenten Christof Fink und Jens Uhlig sind Teilnehmende der Veranstaltung.

Bürgermeisterin Antje Runge betonte den seit vielen Jahren sehr positiven Austausch im Rahmen der Veranstaltung und unterstrich in ihrer Begrüßung: „Die Feuerwehr und der Zivilschutz sind in herausfordernden Zeiten immens wichtig. Im letzten Jahr haben wir die höchste Anzahl an Einsätzen verzeichnet, die jemals erfasst wurden. Besondere Lagen waren vor allem die Unwetternacht im August und der fatale Waldbrand am Altkönig. Bei der Feuerwehr Oberursel wird der Einsatzdienst vor allem von ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen geleistet und diesen gilt mein besonderer Dank für ihren Dienst für die Allgemeinheit. Für diese Arbeit ist es dem Magistrat der Stadt Oberursel wichtig, sowohl das technische Gerät, wie auch die notwendigen Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Mit dem Neubau des Gefahrenabwehrzentrums sollen die bestehenden Mängel am Bestandsgebäude in der Marxstraße und den Stadtteilfeuerwehren abgestellt werden“, führte Runge weiter aus.

Die seit vielen Jahren etablierte Veranstaltung “Feuerwehrkonferenz” bringt Politik und Feuerwehr zusammen.

Auch Feuerwehrdezernent und Erster Stadtrat Christof Fink und Stadtbrandinspektor Valentin Reuter freuten sich über die zahlreichen Teilnehmenden. „Mit der Feuerwehrkonferenz haben wir eine tolle Plattform des Austausches geschaffen, bei der auch kritische Themen diskutiert werden“, bestätigte Fink.

Einen aktuellen Sachstand zum Großprojekt GAZ gab der Wehrführer der Wehr Oberursel Mitte, Uli Both. Er ging dabei insbesondere auf die sich im Projektfortschritt veränderten Maßnahmen zu Aspekten wie Lärmschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität ein, die aktuell in den letzten Abstimmungen mit den Genehmigungsbehörden stehen. „Nun hoffen wir, dass mit Genehmigung des Haushalts mit der Ausschreibung der Leistungen begonnen werden kann“, so Both.

Uli Both, Wehrführer der Wehr Oberursel Mitte, erläuterte den Sachstand zu dem an der Lahnstraße geplanten GAZ.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Andreas Ruhs informierte die Anwesenden über die Verantwortung der Führungskräfte und der Oberurseler Politik für die zu behebenden Mängel in den Feuerwehrstandorten. Einige der durch Arbeits- und Brandschutz festgestellten Mängel konnten bereits organisatorisch behoben werden, ein Großteil wird allerdings erst mit Fertigstellung des GAZ konsequent abgestellt. „Dies ist auch der Grund, weshalb so schnell wie möglich mit der Ausschreibung und dem Bau des Gebäudes begonnen werden muss“, so Ruhs.

Stellvertretender Stadtbrandinspektor Andreas Ruhs informierte die Anwesenden über die Verantwortung der Führungskräfte und der Oberurseler Politik

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter informierte die Anwesenden über die Ziele und Entwick-lungen der Feuerwehr Oberursel. Hierbei wurde der Fokus auf die konsequente Abarbeitung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes, welchen das Stadtparlament im Jahr 2019 beschlossen hat, gelegt. Im Bereich der Fahrzeugbeschaffung konnten in den vergangenen Jahren einige Fahrzeuge ersatzbeschafft werden. Auch auf besondere Gefahren, wie die Waldbrandsituation im Taunus, wurde mit veränderten Konzepten reagiert, dennoch sei man sich der finanziellen Verantwortung bewusst, weshalb die Laufzeiten der Großfahrzeuge verlängert wurden.

Die Problematiken in der Personalverfügbarkeit zur Tageszeit, der sogenannten Tagesalarmbereitschaft, zeigte Reuter auf und beschrieb, welche Lösungsansätze die Feuerwehr Oberursel hierzu verfolgt. Nebst der Möglichkeit von Homeoffice innerhalb des Feuerwehrhauses Mitte, steht hier vor allem auch die Qualifizierung des Bestandpersonals der Stabstelle Brand- und Zivilschutz zu kommunalen feuerwehrtechnischen Angestellten aus. „Mein Wunsch ist es, den Feuerwehrdienst in die Arbeitsverträge der Kolleginnen und Kollegen aufzunehmen, damit diese tagsüber für den Einsatzdienst zur Verfügung stehen können”, so Reuter.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter erläuterte die Einsatzzahlen und wann die Feuerwehr üblicherweise Alarmiert wird.


In einem Exkurs erläuterte Reuter den anwesenden Politikerinnen und Politikern die Hintergründe der Feuerwehrgebührenordnung und warum die Stadt rechtlich verpflichtet ist, Gebührenbescheide auch für Einsätze im Rahmen von Starkregenereignissen zu erstellen.

Der Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr Oberursel, Frank Baresch, gab einige wertvolle Einblicke in die Ehrenamtsförderung für aktive Angehörige der Feuerwehr Oberursel und stellte auch hier einige geplante Maßnahmen vor.

Der Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr Oberursel, Frank Baresch, gab Einblicke in die Ehrenamtsförderung

Bei einem gemeinsamen Mittagessen, welches auch die Möglichkeit bot, miteinander ins Gespräch zu kommen, klang die Veranstaltung aus.

Intensive Atemschutzausbildung in mobiler Brandanlage

Nachdem die Feuerwehr Oberursel in den vergangenen Wochen die Möglichkeit hatte, an einem für den Abriss vorgesehenen Gebäude, der Oberurseler Wohnungsgenossenschaft (OWG) in der Bommersheimer Straße realitätsnahe Übungen durchzuführen, fand am Wochenende eine Atemschutzausbildung der besonderen Art statt.

Wie bereits in den Vorjahren konnten insgesamt 40 Atemschutzgeräteträger in einer mobilen Realbrandanlage an ihre körperlichen Grenzen gebracht werden. Diese mobile Anlage besteht aus umgebauten Seecontainern, in denen Holzpaletten verbrannt werden, um hohe Temperaturen und Rauch zu erzeugen. Das Feuer wird dabei nicht gelöscht, um mehreren Trupps die Übungsteilnahme zu ermöglichen.

Die Übungsteilnehmer bereiten sich auf ihren Durchgang in der Anlage vor.

“Am vergangenen Wochenende konnten wir insgesamt 36 Mitglieder aller Stadtteilwehren Oberursels sowie vier Kameraden aus Kronberg durch die Anlage schicken”, erklärt Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.

Das modulare Übungskonzept umfasste eine Gruppenübung zur Erläuterung der Brandphänomene sowie das Absuchen von Räumen und die korrekte Informationsweitergabe an die Außenwelt im Zweiertrupp. Diese Übungen wurden sowohl am Samstag als auch am Sonntag durchgeführt.

Im Container wurden Holzpaletten verbrannt um Temperatur und Flammen zu erzeugen.

Stellvertretender Stadtbrandinspektor Andreas Ruhs betonte die Unterschiede zwischen der mobilen Anlage und der geplanten Heißausbildungsanlage im Gefahrenabwehrzentrum: “Der Fokus dieser Containeranlage liegt auf der Wärmegewöhnung und den Grenzen der Schutzausrüstung in Extremsituationen wie der Innenbrandbekämpfung. Es ist besonders wichtig, den jungen Einsatzkräften aufzuzeigen, wann die Grenzen der Schutzausrüstung erreicht sind und wie es sich anfühlt, wenn das eingebrachte Löschwasser verdampft.”

Die Übungen wurden Nachbesprochen um die Erfahrungen zwischen den Teilnehmern auszutauschen.

Die Anlage eines externen Betreibers steht der Feuerwehr Oberursel an einem Wochenende im Jahr zur Verfügung und erlaubt einer begrenzten Teilnehmerzahl die Übung mit realen Flammen, die ein Teil der dreistufigen Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger darstellt. Neben der Grundausbildung gehört auch die Heißausbildung in einer gasbefeuerten Anlage zum Ausbildungskonzept, bei der dann Notfallprozeduren und das Ablöschen von Brandstellen geübt wird, da die Gasflamme immer wieder entzündet werden kann und die Übungsenarien mehrfach abrufbar sind.

Neben der Wärmegewöhnung war auch das Truppweise vorgehen Teil der Übung.

Bei der diesjährigen Übung konnten zwischenzeitlich nicht alle Plätze belegt werden, weshalb diese der Nachbarwehr Kronberg zur Verfügung gestellt wurden – eine Geste, die im vergangenen Jahr bei der Realbrandausbildung in Kronberg mit Teilnehmern aus Oberursel ebenfalls erfolgte. “Es ist zwar erfreulich zu sehen, dass hier wieder Hand in Hand zwischen den Feuerwehren des Kreises gearbeitet wird, dennoch unterstreicht es die Notwendigkeit, Übungen wie diese häufiger anzubieten, um allen Atemschutzgeräteträgern die Teilnahmemöglichkeit zu bieten”, beschrieb Reuter.

Auch Brandphänomene wie ein Rollover, also eine Rauchgasdurchzündung über den Köpfen der Übungsteilnehmer konnte in den Containern dargestellt werden.

Im geplanten Gefahrenabwehrzentrum, einem Neubauprojekt der Feuerwehr Oberursel, ist eine Heißausbildungsanlage vorgesehen, die diese Kapazitäten allen Atemschutzgeräteträgern des Hochtaunuskreises bereitstellen kann. Die Realisierung hängt jedoch von der finanziellen Förderung durch Kreis und Kommunen für Errichtung und Betrieb ab.

Die Atemschutzwerkstatt war nach den übungsreichen Tagen komplett ausgelastet.

“Nun geht es darum die für die Übungen genutzten Gerätschaften wieder einsatzbereit zu machen, was unsere Atemschutzwerkstatt in ihre Kapazitätsgrenzen bringt. Neben den restlichen Werkstätten wird auch diese besonders wichtige Arbeitsplatz im Gefahrenabwehrzentrum dann mit ausreichend Platz und durchdachter Organisation die Arbeitsabläufe verbessern.” schließt Reuter ab.

Die Feuerwehr Oberursel dankt allen Nachbarn, die durch die zeitweisen Geruchsbelästigungen gestört wurden, für ihr Verständnis.

Die Übung wurde auf dem Parkplatz der Feuerwehr Mitte abgehalten, da hier alle Zentralwerkstätten verortet sind und das Material direkt gereinigt bzw. wieder aufgefüllt werden kann.

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Oberursel-Oberstedten

Am vergangenen Freitagabend den 23.02.2024 war es wieder soweit: Die Freiwillige Feuerwehr Oberursel-Oberstedten lud zu ihrer alljährlichen Jahreshauptversammlung ein.

Ein Ereignis, das nicht nur den Rückblick auf das vergangene Jahr ermöglichte, sondern auch wichtige Neuwahlen, Beförderungen und Ehrungen beinhaltete. Pünktlich um 19:30 Uhr eröffnete der erste Vereinsvorsitzende Uwe Herzberger die Versammlung, die von einer musikalischen Darbietung der Dornbachtaler Musikanten unter der Leitung des Dirigenten Andreas Schaller feierlich eingeleitet wurde.

Zahlreiche Gäste, darunter der Erste Stadtrat und Feuerwehrdezernent Christof Fink sowie Vertreter politischer Gremien, fanden sich ebenfalls ein, um gemeinsam mit den Mitgliedern der Feuerwehr diesen besonderen Abend zu begehen. Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung verdienter Mitglieder. Unter großem Applaus wurden Julia Neitzel, Christian Förder, Heiko Weber und Uwe Hölscher für ihre langjährige aktive Dienstzeit in der Feuerwehr ausgezeichnet.

Julia Neitzel erhielt Anerkennung für fünf Jahre, Christian Förder für 15 Jahre, Heiko Weber für 35 Jahre und Uwe Hölscher sogar für beeindruckende 45 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Jeder Einzelne von ihnen wurde für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Hingabe zum Wohl der Gemeinschaft geehrt.

Auch Susanne Wahrlich, Mitglied der Dornbachtaler Musikanten, wurde für ihre zehnjährige Mitgliedschaft in der Musikabteilung mit dem Traditionsabzeichen des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet. Eine in den Oberurseler Feuerwehren neu eingeführte Ehrung, die ihre langjährige Treue und ihr Engagement für das Feuerwehrorchester würdigte.

Emily Förder und Keshav Bahety wurden für 10 Jahre Vereinsmitgliedschaft, Harald Hiebler für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft und Christian Zährl für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt. Besonders bewegend war jedoch die Ehrung von Gerhard Schickling für seine beeindruckenden 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft. Mit einer herzlichen Laudatio von Ludwig Becker wurde Schickling für seine langjährige Verbundenheit und seinen unermüdlichen Einsatz für die Feuerwehr geehrt.Sein Engagement und seine Treue zur Feuerwehr Oberursel-Oberstedten wurden mit großer Dankbarkeit und Anerkennung seitens aller Anwesenden gewürdigt.

Vereinsvorsitzender Uwe Herzberger bedankt sich bei Jürgen Schickling für seine langjährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein und seine vorangegangene aktive Tätigkeit in der Wehr Oberstedten.

Neben den Ehrungen standen auch Beförderungen im Mittelpunkt der Versammlung. Eric Schneider, der Wehrführer, ernannte Steffi Böhm, Astrid Steinhagen, Jenny Matthäi und Anna-Maja Grabellus zu Feuerwehrfrau-Anwärterinnen. Weiterhin konnte er Viola Aierstock, Sonja Neitzel, Marian Paske und Jörg Brenneiser zum Dienstgrad Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrfrau befördern. Emily Förder wurde zur Oberfeuerwehrfrau, Alexander Grabellus zum Hauptfeuerwehrmann und Maurice Schölzel zum Hauptlöschmeister befördert.

Die beförderten und geehrten Mitglieder der Wehr mit der (alten) Wehrführung und Stadtbrandinspektor Valentin Reuter

Der Bericht des Wehrführers Eric Schneider zeigte die herausfordernden Einsatzstatistiken des vergangenen Jahres auf. Trotz eines Anstiegs der Einsätze hatte sich die Zahl der Einsatz- und Personalstunden nahezu verdoppelt, hauptsächlich aufgrund von Großeinsätzen wie dem Waldbrand am Altkönig. Schneider betonte auch das erfreuliche Wachstum in den Abteilungen der Minifeuerwehr, der Jugendfeuerwehr, Musikabteilung und in der Einsatzabteilung, sowie die damit einhergehende Herausforderung im Zusammenhang mit der begrenzten Platzkapazität des Feuerwehrgerätehauses. Bis zu einer Entschärfung der Platzproblematik, mit dem perspektivischen Umzug der sich im Keller des Feuerwehrgerätehauses befindlichen Atemschutzübungsstrecke in das geplante Gefahrenabwehrzentrum, wird als temporäre Lösung ein Baustellencontainer, als Umkleide für die Jungend- und Minifeuerwehrdamen in kürze realisiert und eine weitere Fertiggarage auf dem Hof der Feuerwehr aufgestellt werden.

Auch die Leitung der Jugend- und Minifeuerwehr um (v.l.n.r.) Markus Tober, Karsten Wege, Astrid Steinhagen und Tina-Maria Schickling wurden in Ihren Ämtern bestätigt bzw. teilweise neu gewählt. Ganz links Eric Schneider als Wehrführer und ganz rechts der neue stellv. Wehrführer Alexander Grabellus.

Die Versammlung entlastete den Vereinsvorstand nach dem Bericht der Vereinskassiererin Manuela Hofmann und wählte anschließend neue Mitglieder für den Vorstand und den Feuerwehrausschuss. Eric Schneider wurde für eine weitere Amtszeit als Wehrführer bestätigt, während Alexander Grabellus, als sein Stellvertreter gewählt wurde. Beide übernehmen das Amt für die nächsten fünf Jahre an. Grabellus tritt die Nachfolge von Moritz Thieme-Knaus an, welcher nicht mehr zur Wahl stand.

Die neue Wehrführung der Feuerwehr Oberursel-Oberstedten bestehend aus Wehrführer Eric Schneider (links) und seinem Stellvertreter Alexander Grabellus

Uwe Herberger und Uwe Hölscher wurden erneut als erster Vereinsvorsitzender bzw. sein Vertreter gewählt und bestätigten damit ihre erfolgreiche Amtszeit.

Die Jahreshauptversammlung endete mit einem Ausblick auf kommende Herausforderungen, darunter die Verbesserung der Infrastruktur und die Vorfreude auf den geplanten Bau des Oberurseler Gefahrenabwehrzentrums, welcher nun zeitnahe realisiert werden muss.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr die starke Gemeinschaft und das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel-Oberstedten für die Sicherheit und das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger. Sie unterstrich auch die Bedeutung der langjährigen Mitglieder und ihren unschätzbaren Beitrag zur Feuerwehrgemeinschaft.

Erfolgreiche Katastrophenschutzübung “TAURUS” stärkt Einsatzfähigkeit der Feuerwehren in Oberursel

Das vergangenen Wochenende stand im Hochtaunuskreis ganz im Zeichen der Katastrophenschutzübung “TAURUS”, die am 17. und 18. November stattfand. Die Feuerwehren der Stadt Oberursel waren dabei engagiert und intensiv in die Übung eingebunden, gemeinsam mit allen Stadtteilwehren.

Inbetriebnahme der Notstromanlage an einem der Feuerwehrhäuser

Die Feuerwehrhäuser wurden während der Übung mit Notstromgeneratoren betrieben, wobei der Fokus auf der Erfassung von Verbrauchsinformationen lag. Die Anlagen wurden dabei bewusst ausgelastet um aussagekräftige Informationen zu den Verbräuchen zu erlangen.

Zusätzlich wurde die Übung genutzt, um Logistikkonzepte zu überprüfen. Besonders die Wehr Mitte war in die Überprüfung der Kraftstofflogistik des Hochtaunuskreises sowie des Trinkwassertransportsystems eingebunden. Der Stadtbrandinspektor Valentin Reuter unterstreicht die Wichtigkeit gewonnener Erkenntnisse für zukünftige Optimierungen: “Es sind einige Erkenntnisse gesammelt worden, die wir bei künftigen Übungen verbessern können, aber genau dafür sind solche Übungen ja konzipiert.”

Die Koordination der Kraftstofflogistik und der Betankungsvorgang war Teil der Übung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Übung war die Analyse der Feuerwehrhäuser unter dem Gesichtspunkt eines 24-Stunden-Betriebs und die Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit bei einem kompletten Ausfall der Kommunikationsstrukturen. Da die Feuerwehrhäuser als Notfallinfopunkte agieren, haben sich alle Wehren damit befasst, wie sie die Anliegen der Bevölkerung bearbeiten würden. Teilweise wurden hierzu Anlaufstellen eingerichtet.

Anlaufstelle des Notfallinfopunktes der Wehr Stierstadt

In Anbetracht des beübten Kommunikationsausfalls der regulären Funkkommunikation der Feuerwehr wurden Satellitenkommunikationssysteme in Weißkirchen und Oberursel-Mitte errichtet. Diese ermöglichten nicht nur Telefonverbindungen, sondern auch die Nutzung eines autarken Chatprogramms, unabhängig vom öffentlichen Internet.

Inbetriebnahme der Satellitenkommunikation in Weißkirchen

Die Verpflegung der Einsatzkräfte, die von Freitag 18 Uhr durchgehend bis Samstag 16 Uhr im Dienst waren, wurde in den Feuerwehrhäusern kreativ umgesetzt. Die Wehr Bommersheim löste dies auf besondere Art und Weise, wurden die Wachmannschaft mit diversen Raclettegrills versorgt, um der Aufgabenstellung nach erhöhtem Stromverbrauch und Versorgung gleichermaßen gerecht zu werden.

Kreative Lösung der Aufgabenstellung des Stromverbrauchs und der Verpflegung: Raclette Kameradschaftsabend im Lehrsaal der Wehr Bommersheim

Die Übung beinhaltete regelmäßige Kommunikation der Kraftstoffstände, Weiterleitung von Hilfeersuchen der Bevölkerung und Nutzung von Boten zur Übermittlung der Meldungen an den Meldekopf der bei der Wehr Mitte eingerichtet war. Von dort wurden die Hilfeersuchen dann (fiktiv) über den Satellit an die Leitstelle übertragen.

Satellitenterminal vor der Einsatzzentrale der Wehr Mitte, die als Meldekopf zur Leitstelle des Hochtaunuskreises diente

Auch der Verwaltungsstab der Stadtverwaltung kam am Samstag im Rahmen der Übung zusammen, um den Fortbetrieb der Verwaltung im Rahmen eines Blackout-Ereignisses zu besprechen. “Hierbei wurden diverse Erkenntnisse gesammelt, die es nun gilt im Rahmen des Risikomanagements zu bearbeiten”: erläutert erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent Christof Fink.

Zusammenfassend erklärten Fink und Reuter, dass die Übung ein großer Erfolg war, viele wichtige Erkenntnisse gewonnen wurden und diese nun in die Weiterentwicklung der Konzepte einfließen sollen. Besonders hervorgehoben wurden die fortgeschrittenen Bemühungen zur Aufrechterhaltung der Kommunikation zwischen den Feuerwehren, die künftig in Oberursel mit Richtfunkantennen, ebenfalls unabhängig vom öffentlichen Netz, realisiert werden sollen.

Feuerwehr Oberursel Stärkt Führungskräfte durch Innovatives Einsatzsimulationstraining

Oberursel, 23. Oktober 2023 – Die Feuerwehr Oberursel führte am vergangenen Samstag eine wegweisende Führungskräftefortbildung für ihre Einsatzkräfte durch. Bei diesem innovativen Einsatzsimulationstraining wurden rund 30 Feuerwehrleute in zwei unterschiedlichen Einsatzszenarien geschult. Der Fokus des Trainings lag auf der Fortbildung von Führungskräften und der korrekten Anwendung des Führungssystems sowie der zur Verfügung stehenden Führungsmittel.

Die Vorbesprechung und Übungseinweisung fand im Lehrsaal der Wehr Mitte statt.

Eine bemerkenswerte Besonderheit dieses Trainings bestand darin, dass sämtliche Maßnahmen und Entscheidungen unter entsprechenden zeitlichen Verzögerungen nur fiktiv umgesetzt wurden. Zu diesem Zweck wurden die Teilnehmer mit Stoppuhren ausgestattet, um den Realismus und den Druck einer echten Einsatzsituation zu simulieren.

Die in Oberursel genutzten Tablet-PC für die Führungsunterstützung wurden durch durch vorbereitete Übungssets mit Stoppuhr ergänzt und nebst Funkgerät jedem Fahrzeugführer zur Verfügung gestellt.

Die Übungslagen erstreckten sich von einem angenommenen Brand in einem Supermarkt als Einstiegslage bis zu einem simulierten Feuer in einer Wohnanlage für Behinderte. Die Komplexität der Einsatzszenarien nahm im Verlauf des Tages zu. Die Schwerpunkte lagen auf der Rettung von Menschenleben, der Strukturierung der Einsatzstelle, der Nutzung von Einsatztablets und Führungsunterstützungssoftware sowie der korrekten Anwendung des Funkkonzepts.

Die Durchführung von Lagebesprechungen gehörte ebenfalls zum Ziel der Übungen.

Melanie Braun, stellvertretende Wehrführerin der Feuerwehr Oberursel-Stierstadt, die die Übung gemeinsam mit der Firma KeepCalm ausgearbeitet hatte, betonte: “Die Besonderheit dieses Trainings liegt in der bewussten Verzögerung der Umsetzung aller Maßnahmen und Entscheidungen. Dies schafft ein realitätsnahes Übungsumfeld und ermöglicht es den Teilnehmern, ihre Führungsfähigkeiten unter erhöhtem Druck zu testen.”

In der Fahrzeughalle waren die Einsatzlagen aus verschiedenen Perspektiven für die Teilnehmer aufgebaut.

Karl-Heinz Weber, Mitglied des Übungsvorbereitungsteams, ergänzte: “Unsere Ziele bestanden darin, die Erkundungswege, Entscheidungsprozesse und die Kommunikation gezielt zu üben. Neben den Zug- und Gruppenführern aller Stadtteilwehren waren auch die Kommandowagen, der Einsatzleitwagen und die Feuerwehreinsatzzentrale, mit entsprechendem Personal, in die Übung eingebunden.”

Aus dem Einsatzleitwagen wurde der Einsatz koordiniert.

Valentin Reuter, Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Oberursel, konnte ebenfalls an einer der Einsatzlagen teilnehmen. Er erklärte: “Wir wollten die Möglichkeit schaffen, die Erkundung, Entscheidungsfindung und Kommunikation unter realistischen Bedingungen zu üben. Dies ist eine wichtige Erfahrung für unsere Führungskräfte.”

Auf den dargestellten Ansichten konnte sich der Einsatz dann Stück für Stück unter Einhaltungen der jeweiligen zeitlichen Verzögerungen entwickeln.

Das für die Übung beauftragte Unternehmen und das Team der Übungsvorbereitung erntete viel Lob von den Teilnehmern bei der Nachbesprechung. Dieses nicht alltägliche Training wurde bereits zum dritten Mal in Oberursel durchgeführt und ermöglicht es den Einsatzkräften, ihre Führungsfähigkeiten und Abläufe zu optimieren, um im Ernstfall noch effektiver agieren zu können.

Einsatzleiter und Abschnittsleiter in einer Lagebesprechung

Schwerer Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen auf der B455

Am heutigen Dienstag Nachmittag ereignete sich gegen 12:30 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der B455 im Bereich der Abfahrt Oberursel Hohemark. Ein Frontalzusammenstoß zwischen einem Kühl-Kleintransporter und einem Heizöl-LKW führte zu einer massiven Kollision, bei der beide Fahrer schwerverletzt und in ihren Fahrzeugen eingeklemmt wurden. Zudem waren ein Sportwagen und ein SUV in den Unfall verwickelt, deren Insassen glücklicherweise nur leichte Verletzungen erlitten, jedoch durch den Rettungsdienst betreut werden mussten.

Den Einsatzkräften bot sich ein Trümmerfeld über ca. 200m

Die Feuerwehr Oberursel Mitte traf als Erstes am Unfallort ein und leitete eine umfassende technische Rettungsaktion mittels hydraulischem Rettungsgerät an beiden Unfallfahrzeugen ein. Die Einsatzstelle wurde in zwei Abschnitte unterteilt, und es wurde gleichzeitig an beiden Fahrzeugen gearbeitet, um die eingeklemmten Fahrer aus ihrer lebensbedrohlichen Lage zu befreien. Die Stadtteilwehren Bommersheim und Oberstedten sowie die Feuerwehr Bad Homburg wurden zur Unterstützung hinzugezogen. Letztere brachte eine Gefahrgutkomponente sowie einen weiteren Rüstwagen mit, da besonders schweres Rettungsgerät und Rettungsplattformen benötigt wurden. Ferner war anfangs unklar ob Heizöl aus dem Gefahrgut-LKW austrat. Die Leitstelle Hochtaunus orderte zwei Rettungshubschrauber und mehrere Rettungswagen zur Einsatzstelle.

Beide Fahrer waren massiv in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.

Trotz der komplexen Rettungsaktion konnten die beiden Fahrer etwa 30 Minuten nach Alarmierung erfolgreich befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Die Schwerverletzten wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

An beiden Fahrzeugen wurden sog. Rettungsplattformen eingesetzt um die Fahrer zu betreuen und zu befreien.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter, der Einsatzleiter der Feuerwehr Oberursel, würdigte die vorbildliche Zusammenarbeit aller Rettungskräfte, insbesondere der Kameraden der Feuerwehr Bad Homburg, die zur Bewältigung dieses schweren Einsatzes beigetragen haben.

Glücklicherweise war der Tank des Heizöl-LKW nicht betroffen und die Einsatzmaßnahmen beschränkten sich auf die technische Hilfeleistung.

Neben dem Rettungsdienst waren auch die Polizei, der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes sowie der Leitende Notarzt vor Ort tätig. Die Unfallbeteiligten wurden vom Kriseninterventionsdienst des DRK betreut. Die Pressearbeit wurde von dem Presse- und Medienteam des Kreisfeuerwehrverbandes unterstützt. Eine Einsatznachbesprechung mit allen beteiligten Kräften, einschließlich der psychosozialen Notfallversorgung, fand im Anschluss an den Einsatz im Feuerwehrhaus Mitte statt.

Die genauen Ursachen des Unfalls werden derzeit von den zuständigen Behörden untersucht. Die B455 war über den gesamten Zeitraum voll gesperrt, was zu Verkehrsbeeinträchtigungen in Oberursel führte.

Zwei Rettungshubschrauber folgen die Einsatzstelle an.

Kräftezehrender Unwettereinsatz der Feuerwehr

Seit gestern Abend um circa 21:00 Uhr ist die Feuerwehr Oberursel im Zuge eines heftigen Unwetters im Dauereinsatz. An mittlerweile über 220 Einsatzstellen waren die Einsatzkräfte aktiv, um den Auswirkungen der starken Regenfälle entgegenzuwirken. Die örtliche Kanalisation konnte die enormen Wassermassen nicht mehr bewältigen, was zu zahlreichen überfluteten Kellern in sämtlichen Stadtteilen führte. Unterführungen wie an der Drei-Hasen-Brücke waren überflutet und Aufzugsschächte liefen voll.

Mit Sandsäcken wird der Wassereintritt in einen Aufzugschacht verhindert.

Bereits in den ersten zwei Stunden des Unwetters gingen mehr als 150 Hilfeersuchen bei der Feuerwehr Oberursel ein. Aufgrund dieser rasanten Entwicklung entschied sich die Einsatzleitung, zusätzlich zur eigenen Technischen Einsatzleitung die Führungsunterstützungskomponente des Hochtaunuskreises anzufordern.
Auch auf die Hilfe mehrerer überörtlicher Einheiten aus dem Hochtaunuskreis wurde zurückzugreifen.

Ein Schacht in einer Tiefgarage wird abgepumpt.

Die Feuerwehren der Stadt Oberursel wurden von Einheiten aus Königstein, Schmitten, Usingen, Wehrheim und Weilrod tatkräftig unterstützt. Diesen überörtlichen Löschzügen wurden gezielt Straßenzügen und speziellen Einsatzorte, wie vollgelaufenen Tiefgaragen, zugeteilt und systematisch arbeitetet. Die herausragende Kooperation dieser verschiedenen Einheiten ermöglichte eine effiziente Bewältigung der Lage. Alle Einsatzkräfte konnten schließlich bis etwa 04:00 Uhr morgens aus den Einsätzen entlassen werden.

Dieser Parkplatz war komplett überflutet.

In den frühen Morgenstunden gegen 05:30 Uhr wurde die zentrale Leitstelle des Hochtaunuskreises erneut über neue Einsätze in Oberursel informiert, wodurch die Feuerwehren erneut gefordert waren. Auch am Donnerstag waren dann sämtliche Feuerwehren der Stadt Oberursel erneut im Einsatz, um weiterhin Keller abzupumpen und die durch das Unwetter verursachten Wasserschäden zu beseitigen.

Mittels Industrie-Wasser-Staubsaugern wurden Kellerräume vom Wasser befreit.

Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute leisten in dieser fordernden Situation ihr möglichstes, dennoch bitten wir an dieser Stelle um Verständnis, dass Hilfeersuchen teilweise erst Stunden nach der Meldung bedient werden konnten. Die Feuerwehr hofft, dass im Laufe des Nachmittags eine gewisse Ruhe einkehrt, um den Einsatzkräften eine wohlverdiente Erholung zu ermöglichen.

Die Technische Einsatzleitung kam im Feuerwehrhaus Mitte zusammen.

Die Feuerwehr Oberursel bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Einheiten aus dem Hochtaunuskreis für die hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung während dieses intensiven Einsatzmarathons.

Die Feuerwehr Oberursel wurde durch überörtliche Kräfte unterstützt.

Besonders möchten wir auch die gute Verpflegung durch das Deutsche Rote Kreuz hervorheben, die uns in Ihrer Unterkunft in der Marxstraße versorgt haben. Alle Einsatzkräfte hatten so zumindest die Möglichkeit, mit einer Stärkung die Heimreise anzutreten.

Ereignisreicher Tag und kurze Nacht für Oberurseler Feuerwehr

Ein anspruchsvoller Tag und eine kurze Nacht liegen hinter den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr Oberursel. Gestern mussten sie zu gleich mehreren Einsätzen ausrücken, wobei die meisten Einsätze in den Abend- und Nachtstunden stattfanden.

Der erste Alarm ging gegen 17:45 Uhr ein, als eine automatische Brandmeldeanlage in einem Hotel am Zimmersmühlenweg auslöste. Die Wehren Stierstadt und Weißkirchen eilten zum vermeintlichen Brandort, jedoch konnte vor Ort kein Feuer festgestellt werden. Die Anlage hatte ohne ersichtlichen Grund ausgelöst, und die Feuerwehrleute konnten glücklicherweise schnell wieder in ihre Unterkünfte zurückkehren.

Gegen 20:00 Uhr meldete eine besorgte Anruferin eine Rauchentwicklung im Bereich der Großen Kurve im Feldberggebiet. Sofort wurde die Wehr Oberursel-Mitte und das Großraumtanklöschfahrzeug der Wehr Oberstedten entsendet, um im Rahmen der anhaltenden Trockenheit eine Ausbreitung eines Waldfeuers schnell zu unterbinden. Nach einer intensiven Suche und erneutem telefonischen Kontakt mit der Anruferin konnte nachvollzogen werden, dass sich der gemeldete Rauchentwicklung lediglich um aufgewirbelten Staub eines auf einem Waldweg fahrenden Fahrzeugs handelte. Die besorgte Autofahrerin hatte dies fälschlicherweise für ein Waldfeuer gehalten und die Feuerwehr alarmiert. Glücklicherweise war auch hier kein weiteres Eingreifen erforderlich, und die Einsatzkräfte konnten schnell wieder abrücken.

Doch der Einsatzabend war noch nicht vorbei. Gegen 23:45 Uhr wurde die Wehr Mitte zu einem Verkehrsunfall im oberen Bereich der Hohemarkstraße gerufen. Ein PKW war von der Fahrbahn abgekommen und lag auf der Fahrertür im Gleisbett der U-Bahn. Der Fahrer befand sich noch im verunfallten Fahrzeug, war jedoch ansprechbar und wurde vom Rettungsdienst betreut. Die Feuerwehr stabilisierte das Fahrzeug, um den Fahrer sicher aus dem Fahrzeug zu befreien. Nachdem die Sitze umgeklappt und Äste eines Baumes beseitigt wurden, konnte der Mann schließlich selbstständig aus seinem Auto klettern. Als Vorsichtsmaßnahme wurde er zur weiteren Untersuchung in eine nahegelegene Klinik gebracht.

Das auf der Fahrerseite liegende Fahrzeug wurde mit einem speziellen Abstützsystem vor dem umkippen gesichert.

Während die Rettungsaktion noch lief, erreichte die Leitstelle Hochtaunus eine Meldung über einen weiteren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person im Bereich des Opel-Zoos auf dem Einsatzgebiet der Feuerwehr Kronberg. Der Rüstwagen mit dem Spezialgerät für PKW-Rettung war in Oberursel abfahrbereit. In Absprache mit der Leitstelle Hochtaunus entschloss sich die Einsatzleitung, das Spezialfahrzeug zur Unterstützung zu schicken. Letztendlich konnte die Person auch ohne den Einsatz des Rüstwagens erfolgreich gerettet werden, und die Kräfte der Wehr Mitte konnten gegen 01:00 Uhr morgens wieder in ihre Wache zurückkehren. Der Bahnverkehr der U3 wurde mit einem Schienenersatzverkehr sichergestellt.

Der Fahrer konnte das Fahrzeug über die Heckklappe verlassen.

Für die Wehr Mitte war die Einsatznacht beendet, die letzte an diesem Abend noch nicht alarmierte Oberurseler Wehr, Bommersheim, wurde dann gegen 01:30 Uhr aus dem Bett geholt. Sie wurde von den Kronberger Kollegen angefordert, um die Einsatzstelle für Aufräumarbeiten und einen Gutachter mit ihrem Lichtmastfahrzeug auszuleuchten. Die Arbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden etwa um 05:00 Uhr hin.

Eine anstrengender Einsatznacht für die freiwilligen Helfer, die ihre Freizeit und Energie für die Sicherheit ihrer Mitmenschen gaben. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass viele von ihnen nach diesen aufreibenden Einsätzen am nächsten Tag wieder ihren regulären Berufen nachgehen müssen.

Feuerwehr Oberursel bewältigt zahlreiche Einsätze während Sturmtief “Lambert”

Das Sturmtief “Lambert” sorgte gestern und auch am Freitagmorgen für eine erhöhte Einsatzbelastung bei der Feuerwehr Oberursel. Die Wehren Mitte, Oberstedten, Weißkirchen und Stierstadt waren an unterschiedlichen Örtlichkeiten im Stadtgebiet im Einsatz, um sturmbedingte Schäden zu beseitigen.

Am Donnerstag wurden insgesamt 11 Einsätze verzeichnet. Dazu gehörte unter anderem die Beseitigung von umgestürzten Bäumen entlang der L3004 in Richtung Sandplacken. Hier lagen drei Bäume quer über die Fahrbahn, die von der Feuerwehr mittels Kettensäge entfernt wurden. Hierbei verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht und wurde vorsorglich im Krankenhaus behandelt.

Die Kräfte der Wehr Mitte mussten im Bereich der L3004 diverse Bäume von der Straße entfernen.

Im Bereich der Lahnstraße wurde die Straße aufgrund eines zugsetzten Gullis überflutet, der Gulli wurde durch die Feuerwehr gereinigt.

Weitere Einsätze fanden in der Mainstraße und in der Nassauer Straße statt, wo Bäume auf parkende PKWs gestürzt waren. Auch hier kam die Feuerwehr mit Kettensägen zum Einsatz, um die Bäume zu entfernen. In der Schillerstraße drückte Wasser aus der Kanalisation zurück in den Keller eines Wohnhauses – das Wasser wurde durch die Feuerwehr abgepumpt.

In der Nassauer Straße war ein Baum auf zwei parkende Fahrzeuge gestürzt.

Im Furtweg lag ein Baum auf der Fahrbahn, der ebenfalls mittels Kettensäge zerkleinert und am Wegesrand abgelegt wurde. Zusätzlich wurden im Gaßgang, der Taunusstraße und der Usastraße Äste oder kleinere Bäume von der Straße entfernt.

Gegen 22:30 waren zunächst alle Einsatzstellen abgearbeitet und die ehrenamtlichen Kräfte konnten die Einsatzbereitschaft auflösen.

Am Freitagmorgen wurden dann noch weitere zwei sturmbedingte Einsatzstellen gemeldet. Hier war die Feuerwehr Oberstedten im Einsatz und arbeitete diese ab.

Es kam zu mehreren abgebrochenen Ästen und umgestürzten Bäumen.

„Alles in allem wurde Oberursel nicht so schwer von der, bereits im Verlauf des Donnerstages mit diversen Unwetterwarnungen angekündigten Wetterlage, getroffen. Insbesondere in stark bewaldetem Gebiet sollte man jedoch vorsichtig sein, es können immer noch vereinzelt Äste abknicken oder Bäume umstürzen.“ so Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.

Gasleitung bei Tiefbohrungen beschädigt – Einsatz der Feuerwehr Oberursel

Gestern um 15:40 Uhr mussten die Feuerwehren Oberursel-Mitte, Oberursel-Oberstedten und Oberursel-Weißkirchen zu einem Einsatz im Bereich des Eisenhammerweges ausrücken. Grund dafür war eine angebohrte Gasleitung im Rahmen von horizontalen Tiefbohrungen im Zuge des Glasfaserausbaus.

Die ausführende Firma hatte bei den Arbeiten versehentlich eine hauseinführende Gasleitung beschädigt. Die Schadstelle wurde im Bereich des Bürgersteiges vermutet, allerdings an einer Stelle an der der Asphalt nicht geöffnet war. Die Feuerwehr sperrte den Kreuzungsbereich ab und stellte den Brandschutz sicher. Mit Hilfe von Messgeräten wurde der Gasaustritt überwacht, es bestanden aber über den gesamten Einsatzverlauf keine gefährlichen Konzentrationen.

Die Stadtwerke entschieden sich dazu, die betroffene Leitung mittels einer speziellen Klemme dicht zu setzen. Hierfür musste an anderer Stelle die Straße geöffnet werden, um die Leitung in sicherer Entfernung zur Schadstelle abzudichten.

Kräfte des Rettungsdienstes waren ebenfalls vor Ort, mussten jedoch nicht eingreifen. Der Einsatz der Feuerwehr konnte gegen 18:30 Uhr beendet werden. Die Tiefbauarbeiten der Stadtwerke zogen sich noch bis in den Abend hin.