50 Jahre aktiver Feuerwehrdienst bei der Versammlung geehrt

Nachdem die Versammlung letztes Jahr pandemiebedingt ausfallen musste, konnte Wehrführer Sascha Aumüller am vergangenen Freitagabend um 19:30 Uhr die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung und des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel Stierstadt für die Geschäftsjahre 2020 sowie 2021 eröffnen. Diese fand in der Fahrzeughalle des Gerätehauses in der Gartenstraße statt. Auch bei der Feuerwehr mussten in den letzten beiden Jahre viele Veranstaltungen ausfallen und Lösungen gefunden werden, um weiterhin Übungsdienste unter speziellen Hygienekonzepten umzusetzen.

Zunächst berichtete Aumüller aus den verschiedenen Abteilungen: Die Minifeuerwehr freut sich über Zuwachs. 18 Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren erlernen spielerisch die Aufgaben der Feuerwehr. Der Jugendfeuerwehr gehören 16 Jugendliche an, die sich nun auch endlich wieder regelmäßig montags treffen können. Leider konnten aufgrund der Pandemie keine Brandschutzerziehungen stattfinden. Die Pumpenmuseum Mitglieder haben erneut alte Pumpen restauriert. Am 4.Juli letzten Jahres fand anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen der längste Festumzug Hessens statt. Rund 90 Oldtimer fuhren eine Strecke von etwa 90 Kilometer. Mit dem Löschgruppenfahrzeug, ein Mercedes Benz, Baujahr 1942 und dem Trabbi war das Pumpenmuseum mit von der Partie. Der Musikzug musste ebenfalls viele Übungsabende und Auftritte ausfallen lassen. Am ersten Wochenende des Shutdowns im März 2020 beteiligten sich mehrere Musiker an der Deutschlandweiten Aktion das Lied „Freude schöner Götterfunken“ abends vom eigenen Balkon aus zu spielen. Hierzu wurde ein kurzes Video gezeigt. Nun kam Aumüller zur Einsatzabteilung: Diese zählt 56 aktive Mitglieder; davon neun Tageseinsatzkräfte, die aufgrund ihres Arbeitsplatzes tagsüber bei Einsätzen mitausrücken. Je nach Pandemielage wurden Übungen in normaler Besetzung, in Kleingruppen oder auch online durchgeführt. Ein sehr gut erhaltender gebrauchter Schlauchlogistik-Container für das Wechseladerfahrzeug konnte letztes Jahr gekauft und in den Dienst genommen werden. Durchschnittlich etwa zweimal pro Woche rückt die Wehr Stierstadt zu Einsätzen aus. Besondere Einsätze im Jahr 2020 waren ein Gefahrstoffaustritt an einem LKW, diverse Wohnungsbrände, ein schwerer Verkehrsunfall im Zimmersmühlenweg und ein Bombenfund in Steinbach. Im Jahr 2021 unterstützte die Stierstädter Wehr bei größeren Gartenhüttenbränden in Bommersheim und Steinbach, sowie Keller- und Wohnungsbränden in Bommersheim, Weißkirchen und Steinbach. Bei einem Unwetter im August mussten 21 Einsatzstellen in Stierstadt abgearbeitet werden. Die Wehrführung lobt die gute Zusammenarbeit mit den umliegenden Wehren und bedankt sich dafür. In allen sozialen Kanälen wird über die verschiedenen Aktivitäten der Feuerwehr ausführlich informiert. Vereinsvorsitzender Dennis Becker kann nicht viel über die letzten beiden Jahre berichten, da alle Veranstaltungen ausgefallen sind. Positiv blickt er in die Zukunft: am zweiten Juli Wochenende findet die Kerb statt, welche dieses Jahr von der Feuerwehr ausgetragen wird.

Andreas Frey wurde als Gerätewart sowie Daniela Frey als Beisitzerin im Ausschuss wiedergewählt. Florian Eisinger wurde als neuer Beisitzer ebenfalls einstimmig gewählt. Im Förderverein wurden folgende Posten gewählt: Daniela Frey wurde auch hier einstimmig als Kassiererin und Heidrun Baresch zur Schriftführerin wiedergewählt. Weiterhin wurden zwei Beisitzer und Klaus Peter Sulzbach zusammen mit Timo Steinbach zum Kassenprüfer gewählt.

Stadtrat Jens Uhlig richtete als Vertreter der Stadt seine Grußworte an die Versammlung. Ebenso verkündete Stadtbandinspektor Valentin Reuter diverse Neubeschaffungen und Weiterentwicklungen im digitalen Zeitalter.

Gerold Krämer wurde für seine jahrzehntelange Unterstützung in die Ehren- und Altersabteilung aufgenommen. Peter Dietz muss nun nach 50 Jahren endgültig den aktiven Feuerwehrdienst beenden. Vor 2 Jahren nahm er an einem in Hessen stattfindenden Pilotprojekt teil, um auch nach dem 65. Lebensjahr weiterhin am Einsatz teilzunehmen. Nun endet auch diese Zeit. Melanie Braun, derzeitige stellvertretende Wehrführerin und Tochter von ihm, hielt eine Rede über diese lange Zeit und wusste auch von diversen Anekdoten zu berichten. Nach unzähligen Einsätzen und vielen Aufgabengebieten bis hin zum Amt des Wehrführers wurde auch er in die Ehren- und Altersabteilung aufgenommen.

Matthis Ulm-Mechler wurde zum Feuerwehrmann-Anwärter ernannt. Aufgrund erfolgreich besuchten Lehrgängen und Zugehörigkeiten wurden Silvia Lehmann, Marco Wehrheim zum Feuerwehrmann; Robert Knecht, Fabian Kind zum Oberfeuerwehrmann und Benedikt Sulzbach zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Daniel Eisinger und Patrick Blasner sind nun Oberlöschmeister. Die Anerkennungsprämie des Landes Hessen erhielten Daniel Eisinger für 10 Jahre, Melanie Braun für 20 Jahre und Jürgen Aumüller für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Peter Dietz erhielt die Anerkennungsprämie der Stadt für 50 Jahre.     

Probe der Zivilschutzsirenen am 23.04.2022 um 12 Uhr

An jedem vierten Samstag im Januar, April, Juli und Oktober findet um 12.00 Uhr eine Überprüfung der Sirenenanlagen in Oberursel statt.

Für die nächste Probe werden am Samstag, 23. April 2022, zwischen 12.00 Uhr und 12.30 Uhr, die Sirenen an sieben Standorten mit dem Zeichen „Feueralarm“ überprüft. Auch Warn-Apps,  wie z. B. die „Hochtaunuskreis-App“, werden zur  Überprüfung ausgelöst. Die Sirene am Feuerwehrhaus Weißkirchen ist auch wieder betriebsbereit und wird zur Probe zu hören sein.

„Der Ausbau der Sireneninfrastruktur, auch auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse durch die zahlenreichen Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger, geht weiter. Es wurden zwei neue Standorte im Oberurseler Norden gefunden, die noch im Laufe des Jahres realisiert werden sollen“, erläutert Bürgermeisterin Antje Runge.

„Besonders wichtig ist es der Feuerwehr, dass u. a. über eine extra erstellte Infografik die geflüchteten Personen aus der Ukraine darauf hingewiesen werden, dass keine Gefahr besteht und es sich lediglich um eine Sirenenprobe handelt. Wir hoffen auch, dass unsere Bürgerinnen und Bürger die Info an Personen, die bei ihnen untergebracht sind, weitergeben“, so Stadtbrandinspektor Valentin Reuter. 

Die Bürgerinnen und Bürger werden wieder gebeten, sich an der Umfrage auf der Homepage unter www.oberursel.de/sirene zu beteiligen und über die Hörbarkeit des Sirenensignals zu berichten.

Antje Runge

Bürgermeisterin

Erster Waldbrand des Jahres in Oberurseler Gemarkung

Die Feuerwehren der Stadt Oberursel sind heute zum ersten Waldbrand des Jahres 2022 im Bereich des Kolbenberges, nahe des dortigen Sendemastes ausgerückt.

Gegen 11 Uhr gab es zunächst Alarm für die Feuerwehr Oberursel-Mitte und -Oberstedten, im Einsatzverlauf wurden dann noch die Wehren Oberursel-Bommersheim und Schmitten-Niederreifenberg alarmiert. Die Rauchsäule war bereits auf der Anfahrt deutlich erkennbar.

Letzte Woche noch Schneebedeckt, war es heute zu einem Bodenfeuer von ca. 400m2 auf einer Waldrodungsfläche gekommen. Das Feuer, welches an zwei getrennten Stellen ausgebrochen war, wurde mit diversen Strahlrohren abgelöscht. Für die Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr mit Großtanklöschfahrzeugen eingerichtet und die Feuerwehr Niederreifenberg bereitete eine Löschwasserentnahmestelle für die Großfahrzeuge vor.

Im Einsatz waren ca.35 Kräfte der verschiedenen Feuerwehren, über einen Zeitraum von zwei Stunden.

Die Feuerwehr erinnert in diesem Zusammenhang alle Naturfreunde daran, dass in aktuellen Zeiten langer Trockenheit die Waldbrandgefahr hoch ist. Rauchen Sie nicht, entzünden Sie keine offenen Feuer und parken Sie nicht auf ausgedörrten Grünflächen. Melden Sie jedes Feuer sofort unter der europäischen Notrufnummer 112.

Feuerwehrkonferenz fördert Aus­tausch zwischen Politik und Feuer­wehr

Anfang April kamen Vertreter aller politischen Fraktionen im Rahmen der Feuerwehrkonferenz der Feuerwehr Oberursel-Mitte zusammen. Auch der hauptamtliche Magistrat war mit Bürgermeisterin Antje Runge, Erstem Stadtrat und Feuerwehr­dezernent Christof Fink und – als einer der ersten Termine im neuen Amt – auch Stadtkämmerer Jens Uhlig komplett vertreten. Die Feuerwehrkonferenz findet in diesem Format schon seit 2008 statt und bietet die Möglichkeit, sich in vertrauter Umgebung intensiver über die Belange der Feuerwehr auszu­tauschen und Verständnis fürdie verschiedenen Notwendigkeiten und Abhängigkeiten zu vermitteln.

Die Veranstaltung unter der Leitung vonStadtbrand­inspektor Valentin Reuter und stv.Stadtbrand­inspektor Andreas Ruhs unterBeteiligung aller Wehrführungen derStadtteilwehren, informierte die Teilnehmerüber allgemeine Themen der Feuerwehr, aberauch aktuelle Entwicklungen und die kurz-und mittel­fristigen Neuerungen.

Anhand eines Rückblick auf das dramatische Brand­ereignis in der Lange Straße im März 2022 konnten gut die Schwierigkeiten und der Koordinierungs­aufwand für die Einsatzkräfte inder Anfangsphase bei größeren Einsätzen in engen Straßenverhält­nissen dargestellt werden. Außerdem wurde auf den besonderenAusbildungsbedarf für die Einsatzkräfte eingegangen, die bei solch gefährlichen Beding­ungen die Innenbrandbekämpfung durchführen müs­sen. „Der Wunsch, diese Einsatzlagen zukünftig in Form der Heißbrandausbildung im Gefahrenabwehr­zentrum üben zu können, wurde bei der Entwurfs­planung des Neubaus bis jetzt berücksichtigt“, erläutert Andreas Ruhs.

Wehrführer der Wehe Bommersheim, Alexander Wehrheim beschrieb die Situation an der Einsatzstelle in Bommersheim

Das geplante Neubauprojekt mit dem Kurztitel GAZ, war der zweite Tagesordnungspunkt der Konferenz und wurde auch am längsten behandelt. Der Wehrführer der Kernstadtwehr Oberursel-Mitte, Uli Both, erläuterte die drei wichtigsten Aufgaben des Neubaus, welcher als neuer Standort seiner Wehr fungieren wird,den zentralen Ausbildungsstandort aller Feuerwehren von Oberursel darstellt, als auch die Außenstelle der Stadtverwaltung mit den Werkstätten und Büros der Stabstelle Brand- und Zivilschutz beherbergen wird.

Uli Both, Wehrführer der Wehr Oberursel-Mitte, geht auf den aktuellen Planungsstand des GAZ ein.

Stadtbrandinspektor Reuter, welchem als hauptamt­lichen Leiter der Feuerwehr auch dieStabstelle Brand- und Zivilschutz unterstellt ist,erläuterte die Aufgaben der Gemeinde im Zivil und Katastrophen­schutz. Dieser Fachbereich soll in Zukunft mit noch höherem Augenmerk bearbeitet werden. „Wie im Bedarfs- und Entwicklungsplan beschrieben, ist es das Ziel, mehr hauptamtliches Personal einzustellen, um tagsüber die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sicherzustellen, aber im Innendienst auch Fokus auf diese Themen zu legen“, erklärt Reuter.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter erläutert den Unterschied zwischen Katastrophenschutz und Zivilschutz

Reuter führte im nächsten Tagesordnungspunkt die aktuellen Schwerpunktthemen der Feuerwehr an, hier ging er auf laufende Fahrzeugbeschaffungen, die Baumaßnahmen an den Feuerwehrhäusern Weißkirchen und Stierstadt, den Ausbau der Stellen, aber auch die Interkommunale Zusammenarbeit ein. Bestehende Unterstützungsleistungen für die Feuer­wehren Steinbach und Schmitten sollen zukunfts­fähig ausgebaut werden.

Notwendige Unterstützung und Anerkennung für die Ehrenamtlichen Einsatzkräfte wurden unter Mode­ration des Sprechers der ehrenamtlichen Ange­hörigen der Feuerwehr Frank Baresch andiskutiert. Die Beteiligten wurde gebeten, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen und Ideen zu entwickeln, um den Einsatzkräften für Ihr freiwilliges Engagement etwas zurück zu geben.

Bürgermeisterin Runge resümiert die Veranstaltung: „Die Feuerwehrkonferenz ist einFormat für einen gelungenen Austausch zwischen ehrenamtlicher Feuerwehr, ehrenamtlicher Politik und der Verwal­tung. Zu der Arbeit der Feuerwehr und dem Sach­stand des Gefahrenabwehrzentrums miteinander ins Gespräch zu kommen, ist enorm wichtig, um die Bedarfe zu verstehen und in die Beratungen einflie­ßen zu lassen.“ Auch Feuerwehrdezernent Fink ist zufrieden mit dem Ergebnis der Veranstaltung: „Der Brandschutz in Oberursel ist gut aufgestellt und wir arbeiten gemeinsam daran, dass dies auch in Zukunft so bleibt.“

Christof Fink

Feuerwehrdezernent

Brennender LKW an Hauswand

Kurz nach acht Uhr am Freitagmorgen wurden die Feuerwehren Stierstadt, Weißkirchen und die hauptamtlichen Kräfte der Stadt Oberursel, in den unteren Teil der Taunusstrasse alarmiert. Eine von Weitem sichtbare Rauchentwicklung wies den anrückenden Kräften bereits den Weg. Der Motorraum sowie die Fahrerkabine eines Klein-LKWs brannten in voller Ausdehnung und drohten auf ein Wohnhaus überzugreifen. Weitere Feuerwehrkräfte aus Mitte und Oberstedten, sowie ein Rettungswagen wurden zur Unterstützung nachgefordert.

Mittels einem Schnellangriffsrohr und einem C-Rohr konnten die Flammen von vier mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Feuerwehrkräften rasch gelöscht werden. Ein Übergreifen auf das Haus konnte verhindert werden. Mit Hilfe der Drehleiter wurde das Dach kontrolliert. Trotz des schnellen Löschangriffs wurden das Gebäude und das Gartentor beschädigt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

Drei Personen wurden vom Rettungsdienst untersucht, verletzt wurde niemand. Insgesamt waren etwa 35 Feuerwehrleute mit 10 Fahrzeugen an der Einsatzstelle. Die Taunusstrasse musste während des knapp zweistündigen Einsatzes in diesem Bereich komplett gesperrt werden.

Oberurseler nach drei Tagen aus unwegsamen Gelände gerettet

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde die Feuerwehr Oberursel zu einer Rettungsaktion im Bereich des Sandplackens angefordert. Ein 84-jähriger Oberurseler wurde von einem Bekannten bei der Polizei als vermisst gemeldet, nachdem dieser seit Freitag keinen Kontakt mehr zu seinem Freund hatte. Am Sonntag früh wurde , in Anforderung der Polizei, die Wohnung des Oberurselers durch die Feuerwehr Oberursel Mitte geöffnet, ohne ihn dort anzutreffen.
Nachdem die Polizei im Verlauf des Sonntag den PKW des Mannes im Bereich des Sandplackens entdeckt hatte, wurde gegen Abend der Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera entsendet um im Bereich rund um den Kolbenberg nach dem Mann zu suchen. Tatsächlich konnte der Hubschrauber gegen 23:30 Uhr eine Wärmesignatur unweit des Parkplatzes am Kolbenberg erkennen, woraufhin mehrere Streifen, der Rettungsdienst und im weiteren Verlauf auch die Feuerwehr Oberursel Mitte entsendet worden waren. Der Mann war bei einem Spaziergang, zu dem er am Freitag alleine aufgebrochen war, gestürzt und nicht mehr in der Lage selbstständig aufzustehen. Er lag zwar in der Nähe des Parkplatzes, aber dennoch zu weit entfernt der gekennzeichneten Wege, als dass andere Wanderer ihn hätten entdecken können. Ein Handy um selbst Hilfe zu rufen, führte er leider nicht mit. Nur durch seinen aufmerksamen Bekannten und die Maßnahmen von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr konnte das Leben des Oberurselers, welcher drei Tage unter freiem Himmel lag, gerettet werden. Nachdem er gefunden und durch den Rettungsdienst stabilisiert wurde, konnte er mittels einer speziellen Trage unter Einsatz aller anwesender Rettungskräfte aus dem Gelände getragen und in einen Rettungswagen verbracht werden. Er wurde unterkühlt aber ansprechbar in eine Klinik eingeliefert.

Vorsorglich aus dem Wetteraukreis angeforderte Rettungshunde zum Aufspüren des Vermissten konnten nach Sichtung aus der Luft und Bestätigung der Streifen am Boden wieder abbestellt werden, noch bevor diese am Sandplacken eingetroffen waren.

Die Feuerwehr weist darauf hin, dass Wanderer die gekennzeichneten Wege nicht verlassen sollten und bei Ausflügen bestenfalls ein Mobiltelefon mitführen sollten, um in Notfall Hilfe holen zu können.
Die im gesamten Waldgebiet aufgestellten Rettungspunkte mit weißem Kreuz auf grünem Grund und einer Nummer wie z.B. HG-13, erleichtern den Rettungskräften das schnelle Eintreffen, da die Standorte bekannt sind. Diese können auch genutzt werden um die Örtlichkeit von Waldbränden zu melden, welche bei momentan hoher Waldbrandgefahr jederzeit auftreten können.

Großeinsatz der Feuerwehr bei Dachstuhlbrand, 26.01.2022

Am Mittwochnachmittag kam es in Oberursel-Weißkirchen zu einem Brand eines Zweiparteienhauses, die Feuerwehr war über Stunden im Einsatz.

Gegen 13:15 Uhr wurde der Leitstelle des HTK über den Notruf 112 ein Feuer mit Menschenleben in Gefahr in Weißkirchen gemeldet.

Die Leitstelle alarmierte zunächst die Feuerwehren Oberursel-Weißkirchen, -Stierstadt,
-Bommersheim, -Mitte sowie den Rettungsdienst.

Die Kräfte der Wehr Weißkirchen meldeten bereits auf der Anfahrt eine massive Rauchsäule und bestätigten nach Eintreffen einen Dachstuhlbrand mit Flammenbildung aus dem Dachbereich.

Direkt zu Einsatzbeginn wurde, aufgrund unklarer Informationen ob sich noch Personen im Gebäude befinden, insgesamt drei Trupps unter Atemschutz im Innenangriff eingesetzt.

Wie sich herausstellte hatten jedoch alle Bewohner das Hause bereits selbstständig verlassen und es war niemand mehr im Gebäude.

Ein Teenanger wurde dem Rettungsdienst übergeben und im Einsatzverlauf mit dem Verdacht auf Rauchgasintoxikation ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Trupps im Innenangriff meldet sehr schnell zurück, dass der Brand bereits auf den südlichen Dachbereich übergegriffen hatte und ein Vorgehen innerhalb des Dachgeschosses aufgrund massiver Rauch- und Wärmeentwicklung nicht mehr möglich sei. Im Außenbereich gingen zeitgleich die zwei Oberurseler Drehleitern in Stellung, von denen begonnen wurde die Dachziegel zu entfernen um den Brandherd zu erreichen.

Ein verbautes Polysterol-Wärmedämmverbundsystem welches unter der gesamten Dachhaut zwischen Decke und Unterdach verbaut war, sorgte für eine rasante Brandausbreitung. Es gelang nicht die Ausbreitung zu verhindern, da die Feuerwehr aufgrund von Wärmeentwicklung und gefährlicher Brandgasatmosphäre (Durchzündungsgefahr) nicht mehr in das Dachgeschoss vorgehen konnte. Der Löschangriff beschränkte sich so zunächst auf das 1.OG und die Bereiche, welche von außen zu erreichen waren. Im Verlauf des Einsatzes fraß sich das Feuer immer weiter durch die schlecht erreichbare Dämmung, bis auch das 1.OG nicht mehr begehbar war. Daraufhin wurde der Löschangriff im Innenbereich abgebrochen und eine dritte Drehleiter aus Bad Homburg angefordert.

Um die brennende Dämmung dann von außen von den Unterdecken zu lösen, wurden auf beiden Seiten des Daches großflächig die Dachziegel entfernt. Nun konnte mittels eines speziellen Hochdrucklöschsystem der Berufsfeuerwehr Frankfurt (der HR berichtete) die Polysterolplatten „herausgeschnitten“ werden. Dies war notwendig um dem Dach die notwendige Steifigkeit zu erhalten und einen Giebeleinsturz zu verhindern. Die Prozedur dauerte mehrere Stunden und führte schließlich unter andauerndem Einsatz der Drehleitern und Wasserabgabe auf beiden Dachseiten und das Innere des Gebäudes zum Löscherfolg.

Aufgrund der Rauchentwicklung wurden die Sirenen im südlichen Stadtgebiet ausgelöst und eine Warnung via der Warnapps ausgelöst. Eine Infoseite auf der Homepage der Stadt Oberursel war aktiviert worden und forderte die Bevölkerung von Weißkirchen und Steinbach auf Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Aufgrund der Rauchentwicklung wurden etwa 90 Atemschutzgeräte an der Einsatzstelle verbraucht. Die Feuerwehr Kronberg und die Feuerwehr Bad Nauheim unterstützten die Oberurseler Kräfte mit ihren Atemschutzlogistik-Komponenten. Das zeitliche Ausmaß des Einsatzes erforderte einen Personalaustausch, welcher größtenteils durch eigene Kameraden aller Wehren der Stadt Oberursel durchgeführt werden konnte, dafür wurde im Verlauf noch die Feuerwehr Oberursel-Oberstedten alarmiert. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Steinbach, Frankfurt und Bad Homburg unterstützen zudem bei den Löschmaßnahmen. Die letzten Maßnahmen wurden gegen 03:30 Uhr abgeschlossen, in der Nacht sicherte eine Polizeistreife die Einsatzstelle.

Die größtenteils ehrenamtlichen Feuerwehrleute wurden Vorort vom DRK Ortsverband Oberursel verpflegt. Nebst dem Brandschutzaufsichtsdienst des Hochtaunuskreises, war das Presseteam des Kreisfeuerwehrverbandes, der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und drei Fachberater des THW an der Einsatzstelle. Die Stadtwerke und der Energieversorger stellten die Medienversorgung zum Gebäude ab.

An der Einsatzstelle waren im Verlauf des Einsatzes ca. 120 Einsatzkräfte tätig.

Aufgrund der Einsturzgefahr des Gebäudes ist die Straße Altkönigblick aktuell teilweise gesperrt, die Anwohner werden gebeten den Bereich zu umfahren.

Bilder: Kreisfeuerwehrverband Hochtaunus

Einsatz am 23.09.2021

Der gestrige Brand in der Dornbachstraße war eine wirkliche Herausforderung. Mit viel Aufwand konnten wir den Glimmbrand zwischen den Gebäuden eindämmen und löschen. Dazu mussten wir die Fassade im Bereich der Fuge über alle Geschosse öffnen. Die große Gefahr bei solchen Bränden ist nicht der eigentliche Brand sondern das Glimmen des Dämmmaterials und das dadurch entstehende Kohlenmonoxid. Dieses kann auch durch Wände diffundieren.

Bei den Nachkontrollen in der Nacht und am heutigen Vormittag konnte keine Wärme, keine Rauchentwicklung und kein Kohlenmonoxid mehr nachgewiesen werden.

Im Einsatz waren Feuerwehr Oberursel-MitteFeuerwehr Oberursel-OberstedtenFeuerwehr Oberursel-WeißkirchenFeuerwehr Frankfurt am MainDRK Kreisverband Hochtaunus e.V. und Polizei Westhessen

Trauerfall

Am heutigen Tag ist ein sehr geschätzter Freund, Kollege und Kamerad, viel zu früh und völlig unerwartet verstorben. Du fehlst uns schon jetzt!
Wir sind sehr traurig und in Gedanken bei seiner Familie. Wir wünschen euch viel Kraft für die nun bevorstehende schwere Zeit.

Einsatz 22.09.2021

Ort: 61440 Oberursel, Dornbachstraße Zeit: Mittwoch, 22.09.2021, 16:40 Uhr

Im oben genannten Zeitraum kam es zu einem Gebäudebrand in der Dornbachstraße in Oberursel. Vermutlich durch Funkenflug von durchgeführten Schweißarbeiten geriet die Wärmedämmung zwischen zwei Mehrparteienhäusern in Brand und schwelte vor sich hin. Der augenscheinlich brennende Teil der Wärmedämmung konnte durch starke Kräfte der Feuerwehr Oberursel schnell abgelöscht werden. Schwieriger und vor allem sehr zeitaufwendig war die Absuche nach möglichen weiteren Glutnestern. Da das Feuer weder durch die Außen- noch durch eine Innenwand des Gebäudes gedrungen ist, musste die Feuerwehr teilweise die Wände öffnen um an den Gefahrenherd zu gelangen. Aufgrund der Rauchentwicklung wurden alle Bewohner der beiden Häuser evakuiert, verletzt wurde durch den Brand niemand. Aufgrund der Rauch- und Kohlenmonoxidbelastung in manchen Wohnungen und der Gefahr, dass die Dämmung erneut zu schwelen beginnen könnte, konnten insgesamt acht Parteien der beiden Mehrfamilienhäuser über Nacht nicht zurück in ihre Wohnungen. Diese Anwohner kamen teilweise bei Verwandten und teilweise bei ortseigenen Hotels unter. Gegen 22:45 Uhr waren die Lösch- und Aufklärungsarbeiten der Feuerwehr beendet. Eine Brandnachschau ist für den 23.09., 08:00 Uhr vorgesehen. Der entstandene Gebäudeschaden konnte zum Zeitpunkt der Meldung von der Feuerwehr abschließend noch nicht beziffert werden.