Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Oberursel für das Jahr 2025

Am vergangenen Freitag, den 17. April 2026, fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Oberursels für das Jahr 2025 statt. Neben den zahlreichen Mitgliedern der Feuerwehren konnten Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler, Bürgermeisterin Antje Runge, Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig, der neue Kreisbrandinspektor Martin Gonder, Vertreter der Kreisjugendfeuerwehr, der Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Steinbach Dominik Hagen sowie weitere Gäste aus Politik und Hilfsorganisationen begrüßt werden.

Im Jahresbericht gab die Stadtbrandinspektion aus Stadtbrandinspektor Valentin Reuter sowie seinen beiden stellvertretenden Stadtbrandinspektoren Andreas Ruhs und Moritz Thieme-Knaus einen Überblick über die Personalentwicklung, Einsätze, Anschaffungen, Entwicklungen und Ausbildungen im Jahr 2025.

Mitgliederzahlen der Feuerwehr Oberursel für das Berichtsjahr 2025.

Der Stadtjugendwart Tim Kinkel berichtete über das Jahr der Mini- und Jugendfeuerwehr. Dabei wurde erneut deutlich, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Feuerwehr Oberursel ist. Besonders erfreulich ist, dass auch im Jahr 2025 wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche an die nächsten Stufen innerhalb der Feuerwehr herangeführt werden konnten.

Stadtjugendwart Tim Kinkel berichtete über die Tätigkeiten der Mini- und Jugendfeuerwehr.

Moritz Thieme-Knaus stellte die besonderen Einsätze des vergangenen Jahres vor. Positiv hervorzuheben ist, dass Oberursel im eigenen Zuständigkeitsbereich von größeren Schadenslagen weitgehend verschont geblieben ist. Insbesondere das Ausbleiben ausgeprägter Unwetterlagen führte zu geringeren Einsatzzahlen als in den Vorjahren – eine Entwicklung, über die man bei aller Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nur froh sein kann. Gleichwohl waren auch 2025 wieder einige markante Einsätze zu bewältigen, darunter Brände, Verkehrsunfälle, Gefahrgutlagen und Unterstützungsleistungen außerhalb des Stadtgebiets. Hervorgehoben wurde, dass einige Einsätze durch das am Standort der Feuerwehr Mitte tätige hauptamtliche Personal der Stadt Oberursel abgeleistet wurden, ohne dass eine größere Anzahl an ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen alarmiert werden musste.

Einsatzstatistik der Feuerwehr Oberursel des Jahres 2025.

Die drei Stadtbrandinspektoren stellten anschließend eine Vielzahl an Maßnahmen und Fortschritten vor, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. Dazu gehörten unter anderem organisatorische Weiterentwicklungen, Maßnahmen an den Feuerwehrhäusern, Investitionen in Technik, Fahrzeuge und persönliche Schutzausrüstung sowie Fortschritte im Bereich Zivilschutz und Warnung. Einen besonderen Stellenwert nahm weiterhin das Gefahrenabwehrzentrum ein, bei dem im Jahr 2025 beziehungsweise zu Beginn des Jahres 2026 deutliche Fortschritte erzielt werden konnten. Dazu zählen der erkennbare Baufortschritt, die Grundsteinlegung sowie abgeschlossene Verträge zur Heißausbildung mit dem Kreis und den weiteren Kommunen des Hochtaunuskreises.

Der Saal der Stadthalle war mit über 200 Anwesenden gut gefüllt.

Erwähnenswert war außerdem die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Ausbildungsmaßnahmen. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Drehleiterausbildung, Kommunikations- und Führungstrainings, Heißausbildung, Drohnenausbildung, Fahrsicherheitstraining sowie weiteren Angeboten der Kreis- und Standortausbildung.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter stellte die Entwicklungen, Maßnahmen und Fortschritte des vergangenen Jahres vor.

Ausblick auf das Jahr 2026

Im Ausblick auf das laufende Jahr stellte die Stadtbrandinspektion weitere Schwerpunkte in Ausbildung, Technik und Infrastruktur vor. Vorgesehen sind unter anderem weitere Sonderausbildungen, die Fortführung der Führungskräftefortbildung, Maßnahmen im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung und Waldbrand, zusätzliche Technik- und IT-Projekte sowie weitere Schritte rund um das Gefahrenabwehrzentrum. Ebenso sollen Fahrzeugbeschaffungen, Satzungsanpassungen und konzeptionelle Weiterentwicklungen weiter vorangetrieben werden.

Wahl des Ersten stellvertretenden Stadtbrandinspektors und des Sprechers der ehrenamtlichen Angehörigen

Im Rahmen der Wahlen konnte mit Andreas Henzler ein Nachfolger für Andreas Ruhs als Erster stellvertretender Stadtbrandinspektor gewählt werden. Andreas Henzler ist seit vielen Jahren Wehrführer der Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen und durch seine langjährige Mitarbeit im Wehrführerausschuss in der Gesamtfeuerwehr bestens bekannt. Noch auf der Bühne wurden ihm das Funkgerät, die Einsatzleiterweste sowie das Namensschild „Oberursel 02“ übergeben.

Der Feuerwehrdezernent Jens Uhlig gratuliert dem neuen ersten stellv. Stadtbrandinspektor Andreas Henzler zu seiner Wahl.

Ebenfalls zur Wiederwahl stand Frank Baresch, Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr. Er wurde nach fünf Jahren Amtszeit erneut in seinem Amt bestätigt. In seinem Bericht ging er auch auf Maßnahmen zur Ehrenamtsförderung ein, die unter anderem auf Grundlage einer anonymen internen Umfrage angestoßen und teilweise bereits umgesetzt wurden. Hierzu zählen insbesondere die Anschaffung verbesserter Dienstkleidung, die Förderung gemeinsamer sportlicher Aktivitäten sowie gemeinsame Ausbildungsmodelle.

Der Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr Oberursel führt zu seinen Tätigkeiten im vergangenen Jahr 2025 aus.

Ehrungen und Beförderungen

Befördert wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung:

BeförderungName
Hauptlöschmeister zum BrandmeisterThomas Schneider
Brandmeister zum OberbrandmeisterFrank Weineck
Die beförderten Frank Weineck und Thomas Schneider (Mitte Links und Rechts) mit der Stadtbrandinspektion.

Ehrungen Mini- und Jugendfeuerwehr

Im Bereich der Mini- und Jugendfeuerwehr wurden folgende Auszeichnungen verliehen:

AuszeichnungGeehrte
Kindfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in BronzeAnnabel Ernst-Bender
Kindfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in SilberRobert Knecht
Jugendfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in BronzeNiklas Fiebelkorn
Florian Matthes
Jugendfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in GoldTim Kinkel
Larissa Hagen

Darüber hinaus wurden Helga Hartwig, Sarah Vogel und Gunnar Theis im Rahmen der Ernennung der Stadtjugendfeuerwehr- und Stadtminifeuerwehrführung auf die Bühne gebeten. Gleichzeitig wurde den scheidenden Funktionsträgern Tim Kinkel, Larissa Hagen und Robert Knecht für ihr großes Engagement in der Nachwuchsarbeit gedankt.

Nassauische Feuerwehrverbandsehrungen

Kreisbrandinspektor Martin Gonder führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Nassauischen Feuerwehrverbandes durch:

Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 JahreEhrenmedaille des NFV in Gold für 30 Jahre
Benedikt SulzbachDaniel Rademacher
Henning DroldnerMarkus Potzi
Jürgen SchicklingAlexander Kunz
Myrijam Nicolay-RüferHolger Sachs
Simone EtzelMatthias Schreiber
KBI Martin Gonder, die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 Jahre und SBI Valentin Reuter
KBI Martin Gonder, die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Silber für 30 Jahre und SBI Valentin Reuter

Ehrungen des Landes Hessen

Martin Gonder führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Landes Hessen durch:

Brandschutzehrenzeichen am Bande in Silber für 25 JahreBrandschutzehrenzeichen am Bande in Gold für 40 JahreGoldene Ehrennadel des Landes Hessen
Martin MüllerAndreas FreyWolfgang Kaiser
Jens NaßHolger Himmelhuber
Dennis Becker
Florian Brandt
Markus Eisenacher
KBI Martin Gonder, die geehrten für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft und SBI Valentin Reuter
Die Geehrten mit der Goldenen Ehrennadel des Landes Hessen Holger Himmelhuber und Wolfgang Kaiser, gemeinsam mit KBI Martin Gonder und SBI Valentin Reuter

Anerkennungsprämie des Landes Hessen

Erster Stadtrat Jens Uhlig führte die Ehrung mit den Anerkennungsprämien des Landes Hessen für aktiven Feuerwehrdienst durch.

10 Jahre20 Jahre30 Jahre40 Jahre50 Jahre
Stefan AusbüttelHennig DroldnerJörg LibbertThomas BurkardManfred Schuhmann
Felix GrafPatrick WerthStefan AdolphUlfert HahnMichael Mechler
Felix KinkelRicko GirschikofskyHeiko HorvathChristian Mereien
Michael KeilEric SchneiderPeter Hieronymi
Jürgen SchicklingSascha Walsch-Weisenbach
Stefan SeegerPatrick Blasner
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 10 und 20 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 30 und 40 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 50 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.

Besondere Ehrungen

Im Mittelpunkt des Abends standen drei besondere Ehrungen für Kameraden, die sich in besonderer Weise um die Feuerwehr Oberursel verdient gemacht haben.

AuszeichnungGeehrter
Nassauisches Ehrenkreuz am Bande in Silber für besondere DiensteKarl-Heinz Weber
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in BronzeLars Weindinger
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in GoldAndreas Ruhs

Den emotionalen Höhepunkt der Versammlung bildete die Ehrung und Verabschiedung von Andreas Ruhs. Mit dem Ende seiner vierten Amtszeit als stellvertretender Stadtbrandinspektor endet eine über fast zwei Jahrzehnte prägende Phase für die Feuerwehr Oberursel. Andreas Ruhs ist seit 1986 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel-Bommersheim und gehört seit 1991 der Einsatzabteilung an. Seit dem 1. April 2006 war er über vier Amtszeiten hinweg stellvertretender Stadtbrandinspektor. Gewürdigt wurden insbesondere seine Verdienste in der Bedarfs- und Entwicklungsplanung, sein Engagement im Bereich der G-ABC-Gefahrenabwehr, seine Mitwirkung an konzeptionellen Grundlagen auf Kreis- und Landesebene sowie sein außergewöhnlicher Einsatz für den Neubau und die fachliche Ausgestaltung des Gefahrenabwehrzentrums. Besonders hervorgehoben wurde auch sein Einsatz für die Heißausbildungsanlage. Neben dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold erhielt Andreas Ruhs als persönliches Zeichen des Dankes ein individuell gestaltetes Bild sowie einen gemeinsamen Abend mit Wegbegleitern und Freunden.

Der Wehrführerausschuss gemeinsam mit dem stv. SBI a.D. Andreas Ruhs und Kreisbrandinspektor Martin Gonder

Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze wurde Lars Weindinger ausgezeichnet. Gewürdigt wurden seine langjährigen Verdienste um die Feuerwehr Oberursel und insbesondere um die Feuerwehr Bommersheim. Hervorgehoben wurden vor allem seine Zeit als Wehrführer von 2008 bis 2017, seine Tätigkeit als Gerätewart und Zugführer sowie sein heutiges Wirken im Führungsdienst und in der Stabstelle Brand- und Zivilschutz der Stadt Oberursel.

Karl-Heinz „Kalli“ Weber wurde mit dem Nassauischen Ehrenkreuz am Bande in Silber für besondere Dienste geehrt. Gewürdigt wurden sein langjähriges Engagement in der Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen, seine Tätigkeit als Zeugwart und Mitglied des Feuerwehrausschusses, sein Wirken im Katastrophenschutz des Hochtaunuskreises sowie sein Beitrag zur gesamtstädtischen Ausbildung, insbesondere im Bereich der Einsatzsimulation.

Der neue stv. Stadtbrandinspektor Andreas Henzler mit Karl-Heinz Weber.

Grußworte der Gäste

Im Rahmen der Grußworte richteten Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler, Bürgermeisterin Antje Runge und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig sowie Kreisbrandinspektor Martin Gonder das Wort an die Versammlung und würdigten die Arbeit der Feuerwehr Oberursel sowie das große ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte.

Bürgermeisterin Antje Runge und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig teilten sich ihr Grußwort.

Abschluss der Versammlung

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter bedankte sich abschließend bei allen Kameradinnen und Kameraden, ihren Familien sowie den Arbeitgebern für die Unterstützung und das kontinuierliche Engagement. Er schloss die Versammlung mit dem Wunsch, dass alle Einsatzkräfte jederzeit gesund und unversehrt von ihren Einsätzen und Übungen zurückkehren.

PKW kollidiert mit U-Bahn – zwei Verletzte, 125 Fahrgäste betreut

Am frühen Morgen des 3. März 2026 kam es um 07:26 Uhr im Kreuzungsbereich der Frankfurter Landstraße / Ecke Am Weißkirchener Berg zu einem Zusammenstoß zwischen einem PKW und einer U-Bahn (Triebzug mit zwei Wagen). Durch die Kollision wurde der PKW stark beschädigt, schleuderte quer über die Fahrbahn, riss einen Ampelmast um und kam im angrenzenden Grünstreifen zum Stehen. Beim Eintreffen der Feuerwehr befanden sich die beiden Insassen bereits außerhalb des Fahrzeugs und wurden von Ersthelfern betreut.

Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich rund 125 Personen in der U-Bahn. Alle Fahrgäste wurden rettungsdienstlich gesichtet, als unverletzt eingestuft und bis zum Abschluss der polizeilichen Unfallaufnahme durch Feuerwehrkräfte betreut. Sie konnten im Zug verbleiben und ihre Fahrt anschließend fortsetzen. Die Feuerwehr sicherte das Unfallfahrzeug, nahm auslaufende Betriebsstoffe auf und unterstützte den Rettungsdienst, der die verletzten PKW-Insassen in umliegende Krankenhäuser transportierte. Nach Abfahrt des Zuges wurde der Kreuzungs- und Schienenbereich von Trümmerteilen befreit. Während des Einsatzes waren die betroffenen Straßen sowie der Schienenbereich vollständig gesperrt.

Neben dem Rettungsdienst, der Polizei sowie dem Notfallmanager der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main waren die Feuerwehren Oberursel Weißkirchen, Bommersheim und Mitte sowie die Berufsfeuerwehr Frankfurt mit insgesamt über 60 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

Zur Unfallursache und zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

Wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr

Neuer Führungsdienst stärkt Einsatzleitung der Feuerwehr Oberursel

Die Stadt Oberursel hat mit Wirkung zum 1. November 2025 einen neuen Führungsdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr eingeführt. Ziel ist es, die ständige Verfügbarkeit erfahrener Führungskräfte zu sichern und so die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr weiter zu stärken.

Der neue Führungsdienst ergänzt die bestehende Struktur der Stadtbrandinspektion und unterstützt insbesondere bei komplexen Einsatzlagen, Flächenereignissen oder Großschadensfällen. Eingesetzt werden erfahrene Führungskräfte aus den fünf Stadtteilfeuerwehren sowie hauptamtliche Angehörige der Feuerwehr Oberursel.

„Mit dem Führungsdienst schaffen wir ein modernes, verlässliches Instrument, das die Sicherheit der Menschen in Oberursel stärkt – von alltäglichen Einsätzen bis hin zu Großschadensereignissen. Haupt- und Ehrenamt arbeiten dabei eng und partnerschaftlich zusammen“, betont Bürgermeisterin Antje Runge.

Im Rahmen der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschusses am 28. Oktober 2025 erhielten die zwölf neuen Mitglieder ihre Ernennungsurkunden aus den Händen von Bürgermeisterin Runge, Erstem Stadtrat und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig sowie Stadtbrandinspektor Valentin Reuter. Die Berufung gilt zunächst für fünf Jahre.

„Die zunehmende Komplexität von Einsatzlagen – etwa durch Großveranstaltungen oder Extremwettereignisse – erfordert verlässliche Führungsstrukturen“, erklärt Erster Stadtrat Jens Uhlig. „Der neue Führungsdienst entlastet unsere Wehren, sichert die Einsatzleitung rund um die Uhr ab und stärkt die Resilienz unserer Feuerwehrorganisation.“

Auch Stadtbrandinspektor Valentin Reuter hebt die Bedeutung hervor: „Der Führungsdienst ist ein wichtiger Baustein unserer Gefahrenabwehr. Er sorgt dafür, dass bei größeren Ereignissen erfahrene Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter verfügbar sind, die Lage beurteilen, Entscheidungen treffen und die Kräfte koordinieren. So bleiben wir auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig und erhöhen die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger.“

Mit dem neuen Führungsdienst etabliert Oberursel ein zukunftsfähiges Modell, das operative Einsatzleitung und strategische Steuerung verbindet. Zugleich schafft es Anreize für engagierte Feuerwehrangehörige, sich fortzubilden und Führungsverantwortung zu übernehmen. Die Einführung wird regelmäßig evaluiert, um das Konzept, welches bereits in einigen anderen hessischen Kommunen Anwendung findet, fortlaufend an die praktischen Erfahrungen und künftigen Anforderungen anzupassen.

Antje Runge                                          Jens Uhlig

Bürgermeisterin                                   Erster Stadtrat

Brennende Gartenhütte am Samstagmorgen


In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde die Feuerwehr Oberursel-Mitte zu einer deutlich sichtbaren schwarzen Rauchsäule ins Feld oberhalb der Drei Hasen alarmiert.

Durch die ersteintreffenden Kräfte wurde schnell eine brennende Gartenhütte als Ursache festgestellt. Es wurde umgehend ein Löschangriff aufgebaut und mit der Brandbekämpfung begonnen.

Aufgrund der hohen Brandintensität und der exponierten Lage wurden weitere Kräfte aus Oberstedten und Bommersheim nachalarmiert.

Durch einen intensiven Löschangriff – unter anderem durch die Dachluken des Bommersheimer für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung optimierten Tanklöschfahrzeuges – konnten die Flammen schließlich eingedämmt werden.

Die Wasserversorgung wurde zunächst durch das Oberstedter Großtanklöschfahrzeug sichergestellt, während Kräfte aus Bommersheim die Wasserversorgung zu einem Hydranten aufbauten. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch viel Unrat, welcher ein Erreichen der Glutnester in der Gartenhütte fast unmöglich machte.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch über mehrere Stunden hin, gegen 08:30 Uhr konnte durch die Feuerwehr „Feuer aus“ gemeldet werden. Im Einsatz waren ca. 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr, sowie von Rettungsdienst und der Polizei.

Erster Waldbrand der Saison: Feuerwehr Oberursel im Einsatz

Oberursel, 28. April 2025 – Am heutigen Montag wurde die Feuerwehr Oberursel gegen 13:28 Uhr zu einem Bodenfeuer im Bereich Sandplacken alarmiert. Zwischen Teufelsquartier und Fuchstanz brannte auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern der Waldboden. Aufgrund der aktuellen Trockenheit und der damit verbundenen hohen Ausbreitungsgefahr griff die angepasste Alarmierungskette: Neben der Wehr Mitte wurden auch die Feuerwehren aus Oberstedten, Stierstadt und Bommersheim alarmiert.

Erstmals im Einsatz war auch das neue Waldbrandtanklöschfahrzeug, das seine Geländetauglichkeit in dem unwegsamen Gelände eindrucksvoll unter Beweis stellte. Das Feuer konnte mit vier D-Rohren und einem Löschrucksack schnell unter Kontrolle gebracht werden. Nach etwa einer Stunde waren die Maßnahmen abgeschlossen.

Noch während der Rückfahrt der Einsatzkräfte meldete die Leitstelle einen weiteren Waldbrand auf Königsteiner Gemarkung. Auch hier unterstützten die Oberurseler Feuerwehrleute. Auf einer Fläche von rund 400 Quadratmetern konnte das Feuer gemeinsam mit den Königsteiner Kameraden zügig eingedämmt werden. Dabei kamen zwei C-Rohre sowie zwei weitere D-Rohre zum Einsatz.

Die heutigen Einsätze zeigen deutlich, wie wichtig die in den vergangenen Jahren angeschaffte Spezialausrüstung für Waldbrände ist. Besonders das Tanklöschfahrzeug Waldbrand sowie der Abrollbehälter Löschwasser mit seiner umfangreichen Waldbeladung bewährten sich im praktischen Einsatz.

Angesichts der anhaltenden Trockenheit bittet die Feuerwehr Oberursel weiterhin um besondere Vorsicht im Wald: Offenes Feuer und Rauchen sind strikt zu unterlassen, um Brände zu vermeiden.

Feuerwehr Oberursel sichert Taunus-Karnevalszug ab

Am Karnevalssonntag, 2. März 2025, fand der traditionsreiche Taunus-Karnevalszug mit rund 45.000 Besuchern und 2.000 Zugteilnehmenden statt.

Wie in den vergangenen Jahren übernahm die Feuerwehr Oberursel mit einem groß angelegten Brandsicherheitsdienst die Absicherung der Veranstaltung.

Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Valentin Reuter erfolgte die Absicherung des Stadtgebiets durch zwei dauerhaft besetzte Löschzüge sowie die ebenfalls besetzte Feuerwehreinsatzzentrale im Feuerwehrhaus Mitte. Diese diente als zentrale Führungsstelle der Feuerwehr und des betrieblichen Sanitätsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes. Zudem unterstützte eine Verbindungsbeamtin der Polizei Hessen die Einsatzleitung vor Ort, um eine optimale Koordination zwischen den beteiligten Organisationen sicherzustellen.

Da die Zugstrecke das Stadtgebiet teilte und an mehreren Stellen Straßensperren errichtet wurden, richtete die Feuerwehr zwei separate Wachbereiche ein: die Wache Süd und die Wache Nord. So war sichergestellt, dass die Einsatzkräfte im Notfall schnell in alle Bereiche der Stadt gelangen konnten.

25 freiwillige Einsatzkräfte aus den Wehren Mitte, Weißkirchen und Stierstadt waren im Einsatz, um im Falle eines Zwischenfalls schnell reagieren zu können. Die Feuerwehrkräfte standen während des gesamten Umzugs bereit, mussten jedoch erfreulicherweise zu keinem Einsatz ausrücken.

Dank der guten Vorbereitung und der engen Zusammenarbeit mit den Organisatoren des Karnevalszugs sowie den Hilfsorganisationen konnte der Taunus-Karnevalszug 2025 sicher und reibungslos durchgeführt werden.

Schwerer Verkehrsunfall auf der B455 bei Oberursel: Feuerwehr und Rettungsdienst im Großeinsatz

Am Donnerstagabend, den 06.02.2025, ereignete sich gegen 20:44 Uhr ein folgenschwerer Verkehrsunfall auf der B455 zwischen der Abfahrt Hohemark und der Kreuzung B455/Königsteiner Straße bei Oberursel. Die zuständige Feuerwehr Oberursel-Mitte rückte zu dem Einsatz aus, der sich über eine Strecke von etwa 600 Metern erstreckte und zwei Unfallschwerpunkte mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen umfasste.

Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war an der Einsatzstelle.

Noch während der Anfahrt wurde die Feuerwehr darüber informiert, dass zwei Fahrzeuge, die miteinander kollidiert waren, Feuer gefangen hatten. Die Insassen konnten sich glücklicherweise selbstständig aus den Fahrzeugen befreien und wurden vom bereits vorort befindlichen Rettungsdienst betreut. Die Feuerwehr fuhr diesen Einsatzabschnitt zuerst an und löschte umgehend die brennenden Fahrzeuge und streute auslaufende Betriebsstoffe ab. Im Verlauf des Einsatzes wurde deutlich, dass es noch einen zweiten Unfallbereich gab, bei dem drei PKW beteiligt waren. Auch hier konnten sich alle Fahrzeuginsassen eigenständig in Sicherheit bringen.

Mit einem C-Strahlrohr wurde der PKW-Brand gelöscht. Der eingesetzte Trupp legte Atemschutz an.

Wie sich im Nachgang herausstellte, war es zunächst zu einem Auffahrunfall im Einsatzabschnitt 2 gekommen. Erst danach ereignete sich der weitere Unfall im Einsatzabschnitt 1, bei dem die beteiligten Fahrzeuge zu brennen begannen. In beiden Einsatzabschnitten wurden auslaufende Betriebsstoffe abgestreut und wo notwendig die Batterien der Fahrzeuge vorsorglich abgeklemmt, um weitere Gefahren zu vermeiden.

Es gab zwei Einsatzschwerpunkte mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen.

Die Einsatzstelle wurde von der Feuerwehr großflächig ausgeleuchtet, um die Arbeit des Rettungsdienstes zu erleichtern. Aufgrund der im Einsatzverlauf immer weiter steigenden Anzahl an Verletzten, löste die Leitstelle des Hochtaunuskreises das rettungsdienstliche Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“ (MANV 10) aus, woraufhin insgesamt sechs Rettungswagen und zwei Notärzte zur Unfallstelle eilten. Der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes (OLRD) koordinierte die Verteilung der Patienten. Insgesamt wurden sieben Personen verletzt, davon vier leicht und drei mittelschwer. Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Der OLRD verteilte die Patienten auf die Rettungsmittel und unterstützte die Einsatzleitung der Feuerwehr somit.

Die Einsatzleitung lag in den Händen von Uli Both, dem Wehrführer der Feuerwehr Oberursel Mitte. Unterstützung erhielt er durch den diensthabenden Brandschutzaufsichtsdienst des Hochtaunuskreises, Stadtbrandinspektor Valentin Reuter verschaffte sich ebenfalls ein Bild der Einsatzlage. Auch das Presse- und Medienteam des KFV Hochtaunus und eine Führungsunterstützungskomponente des DRK Hochtaunus waren vor Ort.

Die Feuerwehr streute auslaufende Betriebsstoffe ab und leuchtete die Einsatzstelle aus.

Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr war gegen 23:00 Uhr beendet. Die B455 war für mehrere Stunden vollgesperrt. Auch die Polizei war mit mehreren Streifen im Einsatz. Die genaue Unfallursache und der entstandene Sachschaden sind Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.


Stadt Oberursel verstärkt Katastrophenschutz ­- Innenminister Poseck lobt vorbildliche Maßnahmen

Erweiterte Krisenvorsorge auf Stadt-, Kreis- und Landesebene sichert Infrastruktur für den Ernstfall

Hessens Innenminister Roman Poseck besuchte am vierten Februar die Feuerwehr Oberursel, um sich ein Bild der umfangreichen Maßnahmen der Kommune zur Krisenvorsorge und Stärkung der Infrastruktur im Bevölkerungsschutz zu machen. Besonders beeindruckt zeigte sich der Minister von der systematischen und vorausschauenden Arbeit der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Hochtaunuskreis: „Die Stadt Oberursel nimmt beim Bevölkerungsschutz eine Vorreiterrolle ein. Die hier etablierten Strukturen und Maßnahmen haben Vorbildcharakter für andere Kommunen in Hessen. Es ist wichtig, dass Städte und Gemeinden sich aktiv mit dem Thema Zivilschutz befassen, und Oberursel zeigt eindrucksvoll, wie das gelingen kann. Ich danke allen Beteiligten insbesondere der Feuerwehr Oberursel, die zu diesem Erfolg beitragen“, so der Innenminister.

Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck lobte das Engagement der Stadt Oberursel beim Bevölkerungsschutz

Landrat Ulrich Krebs betonte die Bedeutung des die Strukturen übergreifenden Ansatzes auf Landes-, Kreis- und Kommunalebene: „Mit der Katastrophenschutzübung ‚Taurus‘ im Jahr 2023 haben wir im Hochtaunuskreis ein großflächiges Stromausfallszenario durchgespielt und wichtige Erkenntnisse gewonnen. Oberursel nutzte diese Übung, um eigene Konzepte zu erarbeiten und in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Gerade die enge Zusammenarbeit von Land, Kreis und Kommunen ist entscheidend, und Oberursel setzt diese Vernetzung vorbildlich um.“

Bürgermeisterin Antje Runge hatte bereits im Jahr 2022 als Reaktion auf die geopolitische Lage den Verwaltungsstab der Stadt eingerichtet und die Arbeitsgruppe „Sicherung Kommunale Infrastruktur im Krisenfall“ ins Leben gerufen.

„Wir haben frühzeitig erkannt, dass Krisenvorsorge nicht erst im Ernstfall beginnen darf. Extremwetterereignisse und Katastrophen wie in der jüngsten Vergangenheit im Ahrtal zeigen auf, wie unerwartet eine Kommune bereit sein muss, die Bevölkerung zu schützen. Mit unserem Verwaltungsstab, der bereits vor der großen Landkreisübung ‚Taurus‘ einsatzfähig war, können wir im Krisenfall die Grundversorgung der kommunalen Infrastruktur aufrechterhalten. Dazu gehören eine entsprechende Notstromversorgung und die Arbeitsfähigkeit wichtiger Kernbereiche der städtischen Verwaltung.

Diese strukturierte Vorbereitung ermöglicht uns, flexibel auf verschiedene Szenarien zu reagieren“, erläutert Runge und ergänzt: „Als Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Gesellschaften war es mir wichtig, diese Struktur zu schaffen, um in Notfallsituationen schnell und umfänglich im Interesse der Bevölkerung Oberursels agieren zu können.“

Erster Stadtrat Jens Uhlig unterstrich die Professionalisierung der Feuerwehr und den Stellenwert des Bevölkerungsschutzes: „Mit der Schaffung eines neuen Sachgebiets für „Vorbeugung und Planung“ haben wir die Weichen für eine noch bessere Einsatzplanung, Krisenbewältigung und Veranstaltungssicherheit gestellt. Es geht nicht nur um technische Ausstattung, sondern auch um klare Strukturen und strategische Planung.“

Im Rahmen des Besuchs übergaben Bürgermeisterin Runge und Erster Stadtrat Uhlig offiziell den neu beschafften „Feuerwehranhänger Energie“ an die Feuerwehr. Dieser wurde aus städtischen Mitteln finanziert und stellt einen wichtigen Baustein in der Notstromversorgung dar.

Der Feuerwehranhänger Energie (rechts im Bild) wurde im Rahmen des Termins durch Bürgermeisterin Runge und Ersten Stadtrat Uhlig an die Feuerwehr übergeben. Auch Landrat Krebs war erschienen um die gemeinsamen Bemühungen von Land, Kreis und der Stadt Oberursel zu unterstreichen.

„Mit diesem Anhänger können wir nicht nur Einsatzstellen ausleuchten, sondern auch Gebäude mit elektrischer Energie versorgen, wenn es zu Stromausfällen kommt. Wir prüfen derzeit mit dem Bau & Service Oberursel (BSO), welche städtischen Liegenschaften technisch für eine Einspeisung vorbereitet werden können“, so Runge abschließend.

Stadtbrandinspektor Valentin Reuter und sein zweiter Stellvertreter Moritz Thieme-Knaus stellten die jüngsten Maßnahmen zur Verbesserung der Notstromresilienz der Feuerwehrhäuser vor.

„Alle Feuerwehrhäuser hatten bereits Notstromanlagen, diese mussten jedoch manuell gestartet werden. Durch die Nachrüstung mit einem Automatikanlauf stellen wir sicher, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr im Krisenfall ohne Verzögerung gewährleistet ist“, erklärte Reuter. Thieme-Knaus, der maßgeblich an der konzeptionellen Planung für den „Black-Out“ beteiligt war, ergänzte: „Neben der technischen Ausstattung haben wir auch die Notfallinfopunkte in der Stadt eingerichtet und mit entsprechender Infrastruktur versorgt. Diese Anlaufstellen dienen der Bevölkerung im Krisenfall als wichtige Informations- und Unterstützungsorte. Die Notfallinformationspunkte sind mit einem weißen Leuchtturm auf rotem Grund für die Bürgerinnen und Bürger kenntlich gemacht.“

Der zweite Stellvertretende Stadtbrandinspektor Moritz Thieme-Knaus beantwortete Fragen zum Anhänger und erläuterte den Einsatzwert der Neuanschaffung.

Uhlig nutzte zudem die Gelegenheit, um Innenminister Roman Poseck auf das geplante Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) hinzuweisen, das in Oberursel entsteht und insbesondere im Kontext der Feuerwehrausbildung erneut eine Vorreiterrolle in der Region einnimmt: „Wir sind in sehr konstruktiven Gesprächen mit dem Kreis und den kreisangehörigen Kommunen, um im GAZ die Heißausbildung für alle Feuerwehrangehörigen des Kreises zu ermöglichen. Damit wir diese zentrale und hochwertige Übungsmöglichkeit anbieten können, muss zunächst eine Vereinbarung über die gemeinsame Finanzierung getroffen werden. Nachdem das Projekt im vergangenen Jahr bei der Bürgermeisterdienstversammlung vorgestellt wurde, soll dieses Jahr gemeinsam mit allen Gemeindevorständen die finale Kostenaufteilung erarbeitet werden. Wir hoffen hier auf weitere Fördermittel für diesen richtungsweisenden interkommunalen Zusammenschluss der Hochtaunuskommunen.“

Die Heißausbildung, bietet Feuerwehrleuten die Möglichkeit, in einer kontrollierten Umgebung die extremen Bedingungen eines realen Brandeinsatzes zu simulieren und sich auf die damit verbundenen Herausforderungen vorzubereiten.

Mit diesen Maßnahmen baut Oberursel seine Krisenvorsorge konsequent aus und setzt auf eine Kombination aus technischer Aufrüstung, organisatorischen Anpassungen und interkommunaler Zusammenarbeit. Der Besuch des hessischen Innenministers unterstreicht die Bedeutung dieser Anstrengungen und dient als Ansporn für weitere Optimierungen im Bevölkerungsschutz.

Bei der Übergabe des Anhängers auf dem Gelände der Feuerwehr Oberursel-Mitte und der Vorstellung der Oberurseler Konzepte waren nebst dem Innenminister, dem Landrat, der Bürgermeisterin und dem Ersten Stadtrat auch Bundestagsabgeordneter Markus Koob, Landtagsabgeordneter Sebastian Sommer und eine Reihe an Funktionsträgern der Oberurseler Feuerwehr anwesend.

Jens Uhlig

Erster Stadtrat

v.l.n.r. Andreas Ruhs (erster stv. SBI), der für die Beschaffung verantwortliche Mitarbeiter der Stadt Oberursel und Wehrführer der Stadtteilwehr Bommersheim: Alexander Wehrheim, Sebastian Sommer (MdL), Jens Uhlig (Erster Stadtrat), Antje Runge (Bürgermeisterin), Prof. Dr. Roman Poseck (Hessischer Staatsminister), Ulrich Krebs (Landrat), Valentin Reuter (SBI), Markus Koob (MdB) und Moritz Thieme-Knaus (zweiter stv. SBI)

Einsatzreicher Jahreswechsel für die Feuerwehr Oberursel

Das Jahr 2024 endete für die Feuerwehr Oberursel mit einem letzten Einsatz in Weißkirchen: Ein Müllcontainer, der gegen 19:00 Uhr vermutlich durch Feuerwerkskörper in Brand geraten war, musste am Silvesterabend gelöscht werden. Die Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen Trupp unter Atemschutz brachte das Feuer schnell unter Kontrolle. Doch die Ruhe währte nicht lange – das neue Jahr 2025 begann mit einem sprichwörtlichen Feuerwerk an Einsätzen.

Bereits wenige Minuten nach Mitternacht wurden die Einsatzkräfte zu einem brennenden Altglascontainer in die Dornbachstraße alarmiert. Da einige Feuerwehrleute den Jahreswechsel gemeinsam auf der Wache in der Marxstraße feierten, konnte die ehrenamtlichen Kräfte schnell ausrücken und das Feuer löschen.

Kurz darauf folgte die nächste Alarmierung: Im Bereich der Weihnachtspyramide auf dem Hommkreisel wurde ein Feuer gemeldet. Glücklicherweise stellte sich die Lage als weniger dramatisch heraus – eine noch glimmende Feuerwerksbatterie wurde mit einem Kleinlöschgerät unschädlich gemacht.

In den ersten beiden Stunden des neuen Jahres war die Feuerwehr Oberursel insgesamt neun Mal im Einsatz. Die meisten Alarmierungen betrafen brennende Überreste von Feuerwerkskörpern oder Unrat. Besonders erwähnenswert war ein Schwelbrand eines Kabels auf einer Baustelle in Oberstedten, bei dem die Stromversorgung vorsorglich abgeschaltet werden musste.

Einsätze auch am Neujahrstag

Auch am Vormittag des Neujahrtages blieben die Einsatzkräfte gefragt: Die Feuerwehren Stierstadt und Weißkirchen wurden um 11:50 Uhr zu einem Kaminbrand alarmiert. In der betroffenen Wohnung fanden die Einsatzkräfte starke Verrauchung sowie einen beschädigten Kaminofen vor. Mit einem Akkulüfter wurde die Wohnung rauchfrei gemacht, und die restliche Glut im Kamin konnte sicher abgelöscht werden. Eine Person, die Rauchgas eingeatmet hatte, wurde vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht.

Bilanz des Jahreswechsels

Insgesamt bewältigten die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Oberursel zwölf Einsätze rund um den Jahreswechsel. Ein Großteil der Einsätze wurde von der Wehr Mitte übernommen, die Wehren aus Weißkirchen, Stierstadt und Oberstedten waren ebenfalls ehrenamtlich im Einsatz.

Feuerwehr resümiert: Ruhiges Adventswochenende für die Brandschützer

Der diesjährige Weihnachtsmarkt in Oberursel lockte zahlreiche Besucher in die festlich dekorierte Brunnenstadt. Für die Sicherheit der Veranstaltung sorgte – wie jedes Jahr – ein Brandsicherheitsdienst der Freiwilligen Feuerwehren Oberursel.
Während der Betriebszeiten des Marktes war die Feuerwache in der Marxstraße mit 10 Einsatzkräften besetzt. Hierbei wurde die Feuerwehr Oberursel-Mitte von allen Stadteilwehren unterstützt. „Im Vergleich zu sonstigen Wochenenden war es fast schon ruhig, neben ein paar kleineren Hilfeleistungseinsätzen gab es keine größeren Vorkommnisse,“ so der Erste Stellvertretende Stadtbrandinspektor Andreas Ruhs und führt weiter aus: „Es zeigt auch, dass sich die Sicherheitsvorgaben und Vorbereitungen lohnen, denn Zwischenfälle an Buden, oder im Bereich des Festgeländes sind in Oberursel sehr selten.“

Sicherheitskonzept bewährt sich
Den Auftakt in das Adventswochenende machte ein gemeldeter Kaminbrand im Bereich des Epinayplatzes am Freitagnachmittag. Der Markt war zu diesem Zeitpunkt bereits gut besucht, entsprechend viele Blicke haben die Feuerwehrautos auf sich gezogen, als dann auch noch die Drehleiter zum Einsatz kam. „Bei diesem Einsatz hat sich eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die durch uns geforderten Abstände zwischen den Ständen, sowie die notwendigen Aufstellflächen für die Drehleiter sind“ so Lars Weindinger, der seitens der Brandschutzdienststelle für die Veranstaltungssicherheit des Weihnachtsmarktes zuständig ist. Erfreulicherweise konnten an dem Kamin keine Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, sodass alle Kräfte wieder abrücken konnten.

Rund 220 Stunden wurden geleistet
Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr haben über das gesamte Wochenende ca. 220 Stunden geleistet, um für die Sicherheit in der Brunnenstadt zu sorgen. „Der Brandsicherheitsdienst hilft uns, allen Besucherinnen und Besuchern einen ruhigen und sicheren Start in die Adventszeit zu ermöglichen. Hierfür möchte ich allen beteiligten Einsatzkräften für ihr ehrenamtliches Engagement danken,“ so der Stadtbrandinspektor Valentin Reuter abschließend.