Brennende Strohballen sorgen für Rauchentwicklung

Am gestrigen Dienstagabend mussten die Feuerwehren Oberursel-Oberstedten und Oberursel-Mitte gegen 19:30 Uhr zu einer Feuermeldung im Oberstedter Feld ausrücken.
In der Verlängerung des Häuserweges brannten auf einem Grundstück mehrere Heuballen sowie trockene Wiesenfläche.

Die Strohballen waren aneinander aufgereiht, weshalb sich das Feuer sehr schnell ausbreitete.

Die mit rund 30 Kräften anrückenden Wehren der nördlichen Stadteile, hatten das Feuer schnell im Griff. Mit insgesamt fünf C-Strahlrohren, wurde das sich kreisförmig ausbreitende Feuer eingedämmt.

Der Grundstückseigentümer unterstütze die Feuerwehr im Einsatzverlauf mit einem Traktor mit hydraulischer Gabel um die innerlich noch glimmenden Heuballen auseinanderzuziehen. Dabei flammte des Feuer immer wieder auf, konnte aber rasch gelöscht werden. Der Einsatz zog sich über etwa zwei Stunden. Durch die Löschmaßnahmen kam es zu einer starken Rauchbildung die in Richtung Nord-Ost getragen wurde, was zu Geruchsbelästigungen im Stadtteil Oberstedten führte.

Die Gabel des Traktors erwies sich als gute Unterstützung bei den Löscharbeiten.

Später am Abend war die Wehr Oberstedten nochmals zu einer Brandnachschau Vorort, bei der kontrolliert wurde, ob es nochmals zu einer Brandentwicklung gekommen war – dies war nicht der Fall.

Die Einsatzkräfte konnten bei dieser Einsatzlage die Feuerschutzkleidung ablegen, was bei den aktuellen Temperaturen wichtig ist.

Wie schon in vorangegangenen Pressemitteilungen kommuniziert, bitte die Feuerwehr bei der aktuellen Witterungslage um äußerste Vorsicht. Nicht nur im Wald herrscht eine hohe Gefahr der schnellen Ausbreitung von Feuer, sondern auch auf Ackerflächen und Wiesen, was sich auch bei diesem Einsatz wieder zeigte.

Die Feuerwehr bittet Oberurseler Gartenbesitzer ferner darum, das anzeigepflichtige Abbrennen von pflanzlichen Abfällen insbesondere in Wald-, Wiesen- und Feldnähe zu unterlassen. Der unkontrollierbare Funkenflug kann zu einer nicht beabsichtigten Ausbreitung führen. Von Lagerfeuern oder der Verbrennung von Unkraut zwischen Platten oder Steinen sei ebenfalls abzusehen.

Mit mehreren Tanklöschfahrzeugen wurde Wasser zum Löschen des Brandes an die Einsatzstelle gebracht.

Waldfeuer beschäftigt drei Feuerwehren

Am gestrigen Mittwoch den 29.06.2022 wurde der Zentralen Leitstelle des Hochtaunuskreises gegen 14:00 Uhr ein Waldbrand im Bereich des Kolbenberges, unweit des Sandplackens gemeldet. Da die genaue Örtlichkeit der Einsatzstelle unklar war und es weitere Meldungen einer Rauchsäule im Bereich des Altkönigs gab, wurden vorsorglich die Freiwilligen Feuerwehren Oberursel, Kronberg und Schmitten alarmiert.
Die Kräfte aus Oberursel rückten zum Sandplacken aus und erkundeten den Bereich.
Ein Fahrradfahrer gab dann den entscheidenden Tipp und das Bodenfeuer konnte zwischen dem Kolbenberg und dem Klingenkopf lokalisiert werden.

Dort brannten Waldboden und Totholz auf einer Fläche von etwa 1000m². Die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen veranlassten die Feuerwehr bereits letzte Woche zu einer Pressemeldung, die auf die hohe Waldbrandgefahr hinwies. Nun kam es dennoch zu einem Brandereignis, das rund 30 Kräfte der Wehren Oberursel-Mitte, Oberursel-Oberstedten und Bad Homburg beschäftigte.
Die Waldfläche wurde unter Einsatz mehrerer Strahlrohre abgelöscht, und die Wasserversorgung durch Großraumtanklöschfahrzeuge sichergestellt. Die Feuerwehrkräfte waren bis in den Nachmittag beschäftigt das Waldfeuer zu löschen. Gegen Abend wurde nochmals eine Nachkontrolle der Brandstelle durchgeführt um sicher zu gehen, dass es im Unterboden nicht doch noch weiterbrannte – bei der Kontrolle konnte aber nichts mehr festgestellt werden.

Die Feuerwehr appelliert in diesem Zusammenhang nochmal an die Waldbesucher, äußerste Vorsicht walten zu lassen. „Die aktuelle und anhaltende Trockenperiode in Kombination mit dem vielen Totholz macht uns Sorgen. Schon die kleinste Zündquelle reicht aus um den Waldboden in Brand zu setzen“ so Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.

Auch bei diesem Einsatz war es für die Kollegen des Notrufs schwierig, die genaue Position des Feuers abzufragen. Hier können Smartphone Applikationen, wie die Hochtaunuskreis App helfen, da sie die Geoposition des Nutzers anzeigen, welche er dann im Notruf mitteilen oder sogar digital Übermitteln kann. Die Einsätze der Wehren Schmitten und Kronberg stellten sich als Doppelmeldungen der Einsatzstelle der Oberurseler Wehr heraus.

Parallel zu dem Einsatz im Wald, kam es zu einem ausgelösten Heimrauchmelder in Obersteden, der durch die Wehren Stierstadt und Bommersheim abgearbeitet wurde.
Es handelte sich um einen Fehleralarm.