Feuerwehr Oberursel unterstützt bei Gebäudebrand in Steinbach

Oberursel/Steinbach, 28. Juni 2026
Am Sonntagmorgen gegen 09:30 Uhr wurde die Feuerwehr Oberursel zu einem Wohnhausbrand nach Steinbach alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte war eine deutliche Rauchentwicklung erkennbar. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Aus dem Gebäude schlugen Flammen, zunächst wurde zudem eine Person im Gebäude vermisst.

Die Einsatzmaßnahmen an der Einsatzstelle wurden durch die Feuerwehr Steinbach geleitet. Die Feuerwehr Oberursel unterstützte auf Grundlage der bestehenden Verwaltungsvereinbarung, nach der Drehleitereinsätze in Steinbach durch die Feuerwehr Oberursel abgearbeitet werden. In diesem Zusammenhang arbeiten die Feuerwehren beider Kommunen im Einsatz- und Übungsdienst seit Jahren eng zusammen und sind dadurch besonders gut aufeinander eingespielt.

Aus dem Korb der Drehleiter wurde das Feuer im Dachstuhl des Reihenhauses gezielt bekämpft.

Eine zentrale Aufgabe übernahm die Drehleiter der Feuerwehr Oberursel-Stierstadt. Um von außen wirksame Löschmaßnahmen einleiten zu können, musste das Fahrzeug in einen rückwärtigen Bereich der Einsatzstelle manövriert werden. Aufgrund der besonderen Bebauungssituation war die Zufahrt nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Hierbei bewährte sich die Hinterachszusatzlenkung der in diesem Jahr in Dienst gestellten Oberurseler Drehleitern in besonderer Weise. Durch die erhöhte Wendigkeit konnte die Drehleiter so in Stellung gebracht werden, dass eine Brandbekämpfung von außen möglich wurde.

Die beengte Zuwegung war für den Drehleitermaschinisten knifflig einzufahren.

„Bei diesem Einsatz hat sich gezeigt, welchen Wert diese besondere Fahrzeugausstattung im Einsatzfall hat. Die Hinterachszusatzlenkung war ein entscheidender Vorteil, um die Drehleiter überhaupt wirksam in Stellung bringen zu können“, erklärt Stadtbrandinspektor Valentin Reuter.

Die Spezialausführung der Oberurseler Drehleitern war 2024 explizit durch das Stadtparlament Oberursel beauftragt worden. Der Einsatz in Steinbach zeigte nun eindrucksvoll, dass diese Entscheidung einen wichtigen Beitrag zur Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leistet.

Die Drehleiter der Wehr Stierstadt konnte aufgrund ihrer einlenkbaren Hinterachse auf engstem Raum in Stellung gebracht werden. (Auf dem Bild ist der schräg gestellte Reifen der Hinterachse gut zu erkennen – das Fahrzeug war Rückwärts bis zu dieser Position gefahren.)

Neben der Drehleiter unterstützte die Feuerwehr Oberursel den Einsatz mit weiteren Kräften. Aufgrund der hohen Außentemperaturen von rund 37 Grad und der körperlich sehr belastenden Arbeiten wurden frühzeitig zusätzliche Einsatzkräfte aus Oberursel-Weißkirchen nachgefordert. Die Oberurseler Kräfte stellten unter anderem Atemschutzgeräteträger bereit, unterstützten die Einsatzleitung und übernahmen Aufgaben in der Abschnittsleitung.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Moritz Thieme-Knaus koordinierte die Oberurseler Kräfte vor Ort in enger Abstimmung mit der Einsatzleitung der Feuerwehr Steinbach. Die Zusammenarbeit verlief dabei eingespielt und reibungslos.

Die Kräfte der Feuerwehren nutzen Pavillons um sich vor der Sonne zu schützen.

Im weiteren Einsatzverlauf gestaltete sich die Brandbekämpfung aufwendig und kräftezehrend. Immer wieder flammten Glutnester im Ober- und Dachgeschoss auf. Um an die Brandstellen zu gelangen, musste die Dachhaut geöffnet werden. Die Drehleiter der Feuerwehr Oberursel blieb bis zum Einsatzende in Stellung und unterstützte die Maßnahmen von außen.

Die Feuerwehr Oberursel bedankt sich bei der Feuerwehr Steinbach für die gute Zusammenarbeit sowie bei allen Kräften und Unterstützenden vor Ort.

Die Brandbekämpfungsmaßnahmen zogen sich bis in die frühen Abendstunden.