Großeinsatz der Feuerwehr bei Dachstuhlbrand, 26.01.2022

Am Mittwochnachmittag kam es in Oberursel-Weißkirchen zu einem Brand eines Zweiparteienhauses, die Feuerwehr war über Stunden im Einsatz.

Gegen 13:15 Uhr wurde der Leitstelle des HTK über den Notruf 112 ein Feuer mit Menschenleben in Gefahr in Weißkirchen gemeldet.

Die Leitstelle alarmierte zunächst die Feuerwehren Oberursel-Weißkirchen, -Stierstadt,
-Bommersheim, -Mitte sowie den Rettungsdienst.

Die Kräfte der Wehr Weißkirchen meldeten bereits auf der Anfahrt eine massive Rauchsäule und bestätigten nach Eintreffen einen Dachstuhlbrand mit Flammenbildung aus dem Dachbereich.

Direkt zu Einsatzbeginn wurde, aufgrund unklarer Informationen ob sich noch Personen im Gebäude befinden, insgesamt drei Trupps unter Atemschutz im Innenangriff eingesetzt.

Wie sich herausstellte hatten jedoch alle Bewohner das Hause bereits selbstständig verlassen und es war niemand mehr im Gebäude.

Ein Teenanger wurde dem Rettungsdienst übergeben und im Einsatzverlauf mit dem Verdacht auf Rauchgasintoxikation ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Trupps im Innenangriff meldet sehr schnell zurück, dass der Brand bereits auf den südlichen Dachbereich übergegriffen hatte und ein Vorgehen innerhalb des Dachgeschosses aufgrund massiver Rauch- und Wärmeentwicklung nicht mehr möglich sei. Im Außenbereich gingen zeitgleich die zwei Oberurseler Drehleitern in Stellung, von denen begonnen wurde die Dachziegel zu entfernen um den Brandherd zu erreichen.

Ein verbautes Polysterol-Wärmedämmverbundsystem welches unter der gesamten Dachhaut zwischen Decke und Unterdach verbaut war, sorgte für eine rasante Brandausbreitung. Es gelang nicht die Ausbreitung zu verhindern, da die Feuerwehr aufgrund von Wärmeentwicklung und gefährlicher Brandgasatmosphäre (Durchzündungsgefahr) nicht mehr in das Dachgeschoss vorgehen konnte. Der Löschangriff beschränkte sich so zunächst auf das 1.OG und die Bereiche, welche von außen zu erreichen waren. Im Verlauf des Einsatzes fraß sich das Feuer immer weiter durch die schlecht erreichbare Dämmung, bis auch das 1.OG nicht mehr begehbar war. Daraufhin wurde der Löschangriff im Innenbereich abgebrochen und eine dritte Drehleiter aus Bad Homburg angefordert.

Um die brennende Dämmung dann von außen von den Unterdecken zu lösen, wurden auf beiden Seiten des Daches großflächig die Dachziegel entfernt. Nun konnte mittels eines speziellen Hochdrucklöschsystem der Berufsfeuerwehr Frankfurt (der HR berichtete) die Polysterolplatten „herausgeschnitten“ werden. Dies war notwendig um dem Dach die notwendige Steifigkeit zu erhalten und einen Giebeleinsturz zu verhindern. Die Prozedur dauerte mehrere Stunden und führte schließlich unter andauerndem Einsatz der Drehleitern und Wasserabgabe auf beiden Dachseiten und das Innere des Gebäudes zum Löscherfolg.

Aufgrund der Rauchentwicklung wurden die Sirenen im südlichen Stadtgebiet ausgelöst und eine Warnung via der Warnapps ausgelöst. Eine Infoseite auf der Homepage der Stadt Oberursel war aktiviert worden und forderte die Bevölkerung von Weißkirchen und Steinbach auf Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Aufgrund der Rauchentwicklung wurden etwa 90 Atemschutzgeräte an der Einsatzstelle verbraucht. Die Feuerwehr Kronberg und die Feuerwehr Bad Nauheim unterstützten die Oberurseler Kräfte mit ihren Atemschutzlogistik-Komponenten. Das zeitliche Ausmaß des Einsatzes erforderte einen Personalaustausch, welcher größtenteils durch eigene Kameraden aller Wehren der Stadt Oberursel durchgeführt werden konnte, dafür wurde im Verlauf noch die Feuerwehr Oberursel-Oberstedten alarmiert. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Steinbach, Frankfurt und Bad Homburg unterstützen zudem bei den Löschmaßnahmen. Die letzten Maßnahmen wurden gegen 03:30 Uhr abgeschlossen, in der Nacht sicherte eine Polizeistreife die Einsatzstelle.

Die größtenteils ehrenamtlichen Feuerwehrleute wurden Vorort vom DRK Ortsverband Oberursel verpflegt. Nebst dem Brandschutzaufsichtsdienst des Hochtaunuskreises, war das Presseteam des Kreisfeuerwehrverbandes, der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und drei Fachberater des THW an der Einsatzstelle. Die Stadtwerke und der Energieversorger stellten die Medienversorgung zum Gebäude ab.

An der Einsatzstelle waren im Verlauf des Einsatzes ca. 120 Einsatzkräfte tätig.

Aufgrund der Einsturzgefahr des Gebäudes ist die Straße Altkönigblick aktuell teilweise gesperrt, die Anwohner werden gebeten den Bereich zu umfahren.

Bilder: Kreisfeuerwehrverband Hochtaunus

Am Samstag 22.01.2022 ist wieder Sirenenprobe!

Bitte nutzen sie die Möglichkeit zur Rückmeldung der Hörbarkeit des Sirenensignals unter www.oberursel.de/sireneVielen Dank für die Unterstützung, die es uns ermöglicht neue Sirenenstandorte auszudeuten. Die Rückmeldungen der letzten Sirenenproben haben bereits gezeigt, dass wir im Oberurseler Norden noch Verbesserungsbedarf haben. Wir sind bereits im Gespräch mit Gebäudeeigentümern die uns Ihre Dächer zur Installation weiterer Zivilschutzsirenen zu Verfügung stellen werden.

Hier Oberursel 01, Ende

Heute Nachmittag fand im Feuerwehrhaus Oberursel der gebührende Abschied vom ehemaligen Stadtbrandinspektor Holger Himmelhuber statt. Auf Einladung des neuen Stadtbrandinspektors Valentin Reuter fanden sich viele Oberurseler Kameradinnen und Kameraden, sowie weitere Führungskräfte aus dem Landkreis und langjährige Wegbegleiter in Oberursel ein.

Holger Himmelhuber hat das Feuerwehrwesen in Oberursel geprägt.

Hier ein kleiner Ausschnitt seiner Feuerwehr-Karriere:

➡️ 1976 Eintritt in die Feuerwehr

➡️ 1977 Grundlehrgang

➡️ 1981 Gründung der Jugendfeuerwehr

➡️ 1988-2007 Wehrführer Oberursel-Mitte

➡️ 2006-2021 Stadtbrandinspektor Oberursel

Zusätzlich zum Engagement in Oberursel war er von 2009 – 2015 Kreisbrandmeister des Hochtaunuskreises.

Zurecht durfte er heute Ehrungen von Bund, Land und nassauischem Feuerwehrverband entgegennehmen.

Lieber Holger, wir wünschen dir für deinen wohlverdienten Ruhestand alles Liebe und Gute. Vor allem jedoch Gesundheit und immer die Nähe zu „deiner“ Feuerwehr!

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Hochtaunus

Einsatz am 23.09.2021

Der gestrige Brand in der Dornbachstraße war eine wirkliche Herausforderung. Mit viel Aufwand konnten wir den Glimmbrand zwischen den Gebäuden eindämmen und löschen. Dazu mussten wir die Fassade im Bereich der Fuge über alle Geschosse öffnen. Die große Gefahr bei solchen Bränden ist nicht der eigentliche Brand sondern das Glimmen des Dämmmaterials und das dadurch entstehende Kohlenmonoxid. Dieses kann auch durch Wände diffundieren.

Bei den Nachkontrollen in der Nacht und am heutigen Vormittag konnte keine Wärme, keine Rauchentwicklung und kein Kohlenmonoxid mehr nachgewiesen werden.

Im Einsatz waren Feuerwehr Oberursel-MitteFeuerwehr Oberursel-OberstedtenFeuerwehr Oberursel-WeißkirchenFeuerwehr Frankfurt am MainDRK Kreisverband Hochtaunus e.V. und Polizei Westhessen

Trauerfall

Am heutigen Tag ist ein sehr geschätzter Freund, Kollege und Kamerad, viel zu früh und völlig unerwartet verstorben. Du fehlst uns schon jetzt!
Wir sind sehr traurig und in Gedanken bei seiner Familie. Wir wünschen euch viel Kraft für die nun bevorstehende schwere Zeit.

Einsatz 22.09.2021

Ort: 61440 Oberursel, Dornbachstraße Zeit: Mittwoch, 22.09.2021, 16:40 Uhr

Im oben genannten Zeitraum kam es zu einem Gebäudebrand in der Dornbachstraße in Oberursel. Vermutlich durch Funkenflug von durchgeführten Schweißarbeiten geriet die Wärmedämmung zwischen zwei Mehrparteienhäusern in Brand und schwelte vor sich hin. Der augenscheinlich brennende Teil der Wärmedämmung konnte durch starke Kräfte der Feuerwehr Oberursel schnell abgelöscht werden. Schwieriger und vor allem sehr zeitaufwendig war die Absuche nach möglichen weiteren Glutnestern. Da das Feuer weder durch die Außen- noch durch eine Innenwand des Gebäudes gedrungen ist, musste die Feuerwehr teilweise die Wände öffnen um an den Gefahrenherd zu gelangen. Aufgrund der Rauchentwicklung wurden alle Bewohner der beiden Häuser evakuiert, verletzt wurde durch den Brand niemand. Aufgrund der Rauch- und Kohlenmonoxidbelastung in manchen Wohnungen und der Gefahr, dass die Dämmung erneut zu schwelen beginnen könnte, konnten insgesamt acht Parteien der beiden Mehrfamilienhäuser über Nacht nicht zurück in ihre Wohnungen. Diese Anwohner kamen teilweise bei Verwandten und teilweise bei ortseigenen Hotels unter. Gegen 22:45 Uhr waren die Lösch- und Aufklärungsarbeiten der Feuerwehr beendet. Eine Brandnachschau ist für den 23.09., 08:00 Uhr vorgesehen. Der entstandene Gebäudeschaden konnte zum Zeitpunkt der Meldung von der Feuerwehr abschließend noch nicht beziffert werden.