Am Montagnachmittag wurde die Feuerwehr Oberursel um 15:47 Uhr zu einem Vegetationsbrand südwestlich der Aral-Tankstelle in Weißkirchen alarmiert. Es brannten ca. 3000 qm Buschwerk, die Rauchentwicklung war weithin sichtbar. Aufgrund des Südwestwinds drohte sich das Feuer auf die nahegelegene Tankstelle auszubreiten.
Durch den raschen Aufbau einer Riegelstellung an der Tankstelle konnte eine Ausbreitung dorthin verhindert werden. Anschließend wurde der Brand mit einem umfangreichen Löschangriff von allen Seiten bekämpft. Dabei wurde eine Gasflasche aufgefunden, die aber glücklicherweise keine Gefahr darstellte. Bereits nach 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle, gegen 17 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.
Das Video eines Anwohners zeigt die Flammen, die noch vor Eintreffen der Feuerwehr auf die Tankstelle zuliefen.
Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand. In unmittelbarer Nähe geparkte Fahrzeuge konnten rechtzeitig weggefahren werden.
Insgesamt waren 51 Kräfte aus den Feuerwehren Weißkirchen, Stierstadt, Bommersheim und Oberstedten eingesetzt. Bewährt hat sich dabei erneut das Waldbrandtanklöschfahrzeug aus Bommersheim, das sowohl mit den mitgeführten Wasserreserven als auch mit Kleinlöschgeräten für die Vegetationsbrandbekämpfung sehr flexibel eingesetzt werden konnte.
Die Kräfte setzten mehrere Strahlrohe ein um das Feuer zu bekämpfen.
Während der Löscharbeiten war eine Einheit der Polizei Frankfurt, sowie ein Rettungswagen zur Absicherung der Kräfte der Feuerwehr vor Ort. Zur Brandursache liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.
Das betroffene Gelände wird nordwestlich durch die Tankstelle, nördlich durch die Urselbachstraße und westlich durch den Krebsmühlenweg begrenzt. Das Areal wurde früher als Kiesgrube genutzt und ist heute mit dichtem Buschwerk bewachsen. Bereits in früheren Jahrzehnten kam es dort regelmäßig zu Bränden, wie sich Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung der Feuerwehr Weißkirchen erinnern.
Zum Ende des Einsatzes wurde die Fläche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Wer am Samstag in der Oberurseler Innenstadt unterwegs war, dürfte sich über die zahlreichen Feuerwehrfahrzeuge aus ganz Deutschland gewundert haben. Der Grund dafür war erfreulich: In der Stadthalle Oberursel fand ein großer Fachkongress von Atemschutzunfaelle.eu statt.
Feuerwehrangehörige, Fachleute, Hersteller und Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet waren nach Oberursel gekommen, um sich einen Tag lang intensiv mit der Sicherheit von Einsatzkräften unter Atemschutz zu beschäftigen. Neben zahlreichen Fachvorträgen rund um Atemschutzunfälle, Einsatztaktik, Technik und Ausbildung gehörte auch eine umfangreiche Fachausstellung zum Programm.
Auch die Feuerwehren der Stadt Oberursel waren Teil der Veranstaltung. Gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband Hochtaunus präsentierten wir in der Stadthalle die Planungen für die zukünftige Heißausbildungsanlage im Gefahrenabwehrzentrum Oberursel. Anhand von Plänen, Bildern und Skizzen konnten sich die Besucherinnen und Besucher einen Eindruck davon verschaffen, welche Ausbildungsmöglichkeiten dort künftig entstehen werden.
Zusätzlich präsentierten wir unser neues, aufeinander aufbauendes Atemschutz-Ausbildungskonzept. Von der Grundausbildung über regelmäßige Fortbildungen bis hin zur realitätsnahen Heißausbildung soll damit künftig ein durchgängiges Ausbildungssystem für Atemschutzgeräteträger geschaffen werden.
Die Vorträge und Diskussionen des Kongresses machten dabei einmal mehr deutlich, welchen Stellenwert eine realitätsnahe und kontinuierliche Ausbildung für die Sicherheit unserer Einsatzkräfte besitzt. Besonders Heißausbildungsanlagen ermöglichen es, Brandverläufe, hohe Temperaturen und schwierige Einsatzbedingungen kontrolliert und unter fachkundiger Anleitung zu erleben und richtiges Verhalten zu trainieren.
Umso wichtiger ist für uns, dass diese Möglichkeiten zukünftig direkt in Oberursel zur Verfügung stehen werden. Das Gefahrenabwehrzentrum und insbesondere die dort entstehende Heißausbildung werden durch den Hochtaunuskreis unterstützt und gefördert. Die Anlage soll dabei nicht nur den Oberurseler Feuerwehren zugutekommen, sondern eine hochwertige Aus- und Fortbildung für Feuerwehrangehörige aus dem gesamten Hochtaunuskreis ermöglichen.
Auch außerhalb der Stadthalle waren die Feuerwehren der Stadt Oberursel sichtbar: Auf dem Rathausplatz präsentierten wir unser speziell für Vegetations- und Waldbrände ausgerüstetes Tanklöschfahrzeug Waldbrand und waren damit ebenfalls Teil der begleitenden Ausstellung.
Für unsere Standteams bot der Tag die Gelegenheit zu zahlreichen spannenden Gesprächen mit Feuerwehrangehörigen und Fachleuten aus ganz Deutschland. Das große Interesse an den Planungen für das Gefahrenabwehrzentrum und an unserem Ausbildungskonzept hat uns dabei besonders gefreut.
Ein großer Dank gilt dem Team von Atemschutzunfaelle.eu, das seinen Kongress in Oberursel ausgerichtet und damit eine hochkarätige Feuerwehr-Fachveranstaltung in unsere Stadt gebracht hat.
Für uns war der Kongress zugleich ein kleiner Vorgeschmack auf das, was mit dem neuen Gefahrenabwehrzentrum vor uns liegt. Wir freuen uns auf die Fertigstellung und ganz besonders darauf, wenn die ersten Feuerwehrangehörigen ihre Ausbildung in der neuen Heißausbildungsanlage absolvieren können.
Nachdem Mitglieder der Feuerwehr Oberursel bereits vor drei Wochen beim Brunnenfestlauf an den Start gegangen waren, stand am vergangenen Sonntag die nächste sportliche Herausforderung auf dem Programm: Ein gemeinsames Team nahm am Oberurseler Bike Marathon teil.
Insgesamt fünf Feuerwehrangehörige aus verschiedenen Oberurseler Stadtteilfeuerwehren gingen auf den 32 und 47 Kilometer langen Strecken an den Start. Gemeinsam bewältigten sie die anspruchsvollen Routen durch den Taunus und vertraten dabei die Feuerwehr Oberursel.
Bereits beim Brunnenfestlauf hatten mehrere Mitglieder ihre sportliche Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Drei Teilnehmer absolvierten den Lauf sogar in vollständiger Feuerwehrschutzkleidung und mit Atemschutzgerät. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen zeigt, dass gemeinsamer Sport längst über die regelmäßige Ausbildung und den Einsatzdienst hinaus ein fester Bestandteil des Feuerwehrlebens ist.
Darüber hinaus hat erneut das wöchentliche HIIT-Training für die Einsatzkräfte begonnen. Unter Anleitung von Trainer Thomas Paratore vom TV Bommersheim trainieren die Feuerwehrangehörigen einmal pro Woche auf der öffentlichen Calisthenics-Anlage. Das hochintensive Intervalltraining verbindet kurze, belastende Übungsphasen mit Erholungspausen und fördert insbesondere Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit.
Auch an diesem Trainingsangebot nehmen Mitglieder verschiedener Oberurseler Stadtteilfeuerwehren gemeinsam teil. Neben der körperlichen Fitness stärkt das gemeinsame Training die Gemeinschaft und ermöglicht ein gegenseitiges Kennenlernen über die eigenen Einheiten hinaus.
Körperliche Leistungsfähigkeit ist für den Feuerwehrdienst von großer Bedeutung. Einsätze unter Atemschutz, das Tragen schwerer Ausrüstung und Arbeiten bei hohen Temperaturen verlangen den Einsatzkräften regelmäßig viel ab. Sport und gemeinsames Training tragen dazu bei, die Gesundheit zu erhalten und auf diese körperlichen Anforderungen vorbereitet zu sein.
Die Feuerwehr Oberursel freut sich, gemeinsam an sportlichen Veranstaltungen teilzunehmen und das regelmäßige Trainingsangebot fortzuführen. Bewegung verbindet, stärkt die Gesundheit und fördert zugleich die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr.
Am Samstag waren im Oberurseler Stadtwald im Bereich der Stierstädter Heide zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge unterwegs. Grund dafür war eine Waldbrandübung der Feuerwehr Stierstadt, die durch Einsatzkräfte der Feuerwehren Bommersheim, Weißkirchen und Oberstedten unterstützt wurde.
Angenommen wurde eine starke Rauchentwicklung in einem Waldgebiet. Da mehrere Anrufer unterschiedliche Angaben zum Brandort gemacht hatten, ließ sich die angenommene Einsatzstelle zunächst nicht genau lokalisieren.
Die brennend angenommene Wandfläche wurde mit einem Flatterband abgesteckt.
Nach einer ersten Erkundung durch den Zugführer der Feuerwehr Stierstadt wurde die neu etablierte Drohnengruppe der Feuerwehr Oberstedten hinzugezogen. Ihre Aufgabe bestand darin, das weitläufige Gebiet aus der Luft zu erkunden und die Brandstelle möglichst genau zu lokalisieren. Neben optischen Kamerasystemen verfügt die Drohne über eine Wärmebildkamera, mit der Brandstellen und andere Wärmequellen auch in unübersichtlichem Gelände erkannt werden können.
Die Drohneneinheit der Feuerwehr Oberstedten unterstützte die Einsatzleitung aus der Luft
Nachdem die versteckt im Wald liegende Übungsstelle gefunden worden war, wurden die nachrückenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge gezielt dorthin geführt. Neben dem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Stierstadt kam auch das speziell für Wald- und Vegetationsbrände ausgerüstete Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Bommersheim zum Einsatz.
Die Einsatzkräfte bekämpften das angenommene Feuer mit Löschrucksäcken, Feuerpatschen, Handwerkzeugen und einem D-Rohr. Zunächst wurde eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert. Anschließend suchten die Trupps die Fläche systematisch nach verbliebenen Glutnestern ab und löschten diese gezielt ab.
Obwohl für die Übung nur vergleichsweise wenig Wasser benötigt wurde, stellten das Großtanklöschfahrzeug aus Oberstedten und ein Löschfahrzeug aus Stierstadt die Wasserversorgung sicher. Um auch die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge und der eingesetzten Technik zu erproben, wurde zudem der Dachwerfer des Waldbrand-Tanklöschfahrzeugs in Betrieb genommen.
Zum Abschluss wurden verschiedene Techniken der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung demonstriert und gemeinsam erprobt. Derartige Übungen sind wichtig, um die Zusammenarbeit der Stadtteilfeuerwehren, das taktische Vorgehen in unübersichtlichem Gelände und den sicheren Umgang mit der vorhandenen Spezialausrüstung weiter zu verbessern.
Es wurden verschiedene Techniken zur Waldbrandbekämpfung, insbesondere mit Spezialgerät geübt.
Ein besonderer Dank gilt dem Forst des Bau und Service Oberursel und Förster Luis Kriszeleit. Die Forstabteilung unterstützt die Feuerwehr regelmäßig bei der Vorbereitung solcher Übungen und stellt geeignete Flächen zur Verfügung.
Die Übung wurde noch vor Ort nachbesprochen
Hinweis für Waldbesucherinnen und Waldbesucher
Um nachrückenden Einsatzkräften den Weg zu einer Einsatzstelle im Wald zu weisen, nutzt die Feuerwehr unter anderem seitlich auf den Boden gelegte Verkehrsleitkegel. Die Spitze des Leitkegels zeigt dabei in die vorgesehene Fahrtrichtung.
Sollten Sie bei einem Waldspaziergang liegende Leitkegel entdecken, lassen Sie diese bitte so liegen, wie Sie sie vorgefunden haben. Sie helfen damit unseren Einsatzkräften, die Einsatzstelle schnell zu erreichen. Vielen Dank!
Die Feuerwehr Oberursel zieht eine positive Bilanz nach ihrem mehrtägigen Brandsicherheitsdienst beim diesjährigen Brunnenfest. Vom 29. Mai bis 1. Juni 2026 war das Feuerwehrhaus Mitte an allen Festtagen durch Einsatzkräfte der Feuerwehr besetzt. Der Dienst begann bereits am Freitag um 14 Uhr mit der Einrichtung der Festwache.
Eine Besonderheit ergab sich in diesem Jahr durch das noch nicht abgenommene Brückenbauwerk in der Portstraße. Aus diesem Grund wurde eine zusätzliche, einmalige Festwache auf der Bleiche eingerichtet, um auch in diesem Bereich eine schnelle Erreichbarkeit und Absicherung gewährleisten zu können.
Bezug der Wache auf dem Festplatz durch die 1. Dienstschicht.
Wie in den vergangenen Jahren wurde der Brandsicherheitsdienst durch Einsatzkräfte aus allen Oberurseler Stadtteilfeuerwehren getragen. Insgesamt waren 9 Schichten zu besetzen, in denen 25 Funktionen durch die ehrenamtlichen Kräfte wahrgenommen wurden.
Während des Brunnenfestes mussten mehrere kleinere Einsätze abgearbeitet werden. Zudem liefen im Stadtgebiet Brandmeldeanlagen auf, die durch die Einsatzkräfte kontrolliert wurden. Ein besonderer Einsatz ereignete sich bereits am Freitag in der Nachbarkommune Steinbach. Bei einem dortigen Feuer konnte die Wachmannschaft aus Oberursel die Feuerwehr Steinbach unterstützen. Um die Einsatzbereitschaft für das Brunnenfest weiterhin sicherzustellen, wurden parallel weitere außerdienstliche Kräfte zur Nachbesetzung der Wache alarmiert.
Auch der jährliche Arbeitsdienst und Geräteprüfungstag konnte am Samstag wieder durchgeführt werden. Hierzu wurden die auf der Wache Mitte stationierten Fahrzeuge vorgestellt und wichtige Beladungsgegenstände der jährlichen Überprüfung unterzogen. Neben der Sicherstellung des Brandsicherheitsdienstes konnten somit zugleich wichtige Aufgaben im Bereich der Gerätewartung und Einsatzbereitschaft erledigt werden.
Leiterprüfung durch die Gerätewarte
Eine besondere Herausforderung stellte erneut das Sicherheitskonzept für das Brunnenfest dar. Mehrere Terrorsperren schützten das Festgebiet und die Innenstadt. Die Abstimmung der Einsatzkräfte erfolgte gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Polizei über die gemeinsame Einsatzzentrale in der Marxstraße. Diese bewährte Zusammenarbeit trug auch in diesem Jahr wesentlich zur Sicherheit der Besucherinnen und Besucher bei.
Am Freitagabend war zudem eine leicht gewittrige Wetterlage zu beobachten. Diese führte erst kurz vor Ende des Festbetriebs zu mehreren Regenschauern über Oberursel. Insgesamt blieb das Brunnenfest aus Sicht der Feuerwehr jedoch ruhig. Bei angenehmen Temperaturen und guter Besucherresonanz waren nur wenige Einsätze ohne Einfluss auf das Fest zu verzeichnen.
Blick vom Dach des Fahrzeuges der Brunnenfestwache auf die gut besuchte Bleiche.
Auch der traditionelle Besuch der Brunnenkönigin durfte in diesem Jahr nicht fehlen. Sie stattete den Einsatzkräften einen Besuch ab und informierte sich über den Brandsicherheitsdienst sowie die Arbeit der Feuerwehr während des Brunnenfestes.
Die Feuerwehr Oberursel freut sich über vier gelungene Tage Brunnenfest und zieht eine durchweg positive Bilanz. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus allen Stadtteilfeuerwehren leisteten erneut einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit des Festes und sorgten gemeinsam mit DRK, Polizei und weiteren Beteiligten für einen reibungslosen Ablauf.
Am vergangenen Freitag, den 17. April 2026, fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Oberursels für das Jahr 2025 statt. Neben den zahlreichen Mitgliedern der Feuerwehren konnten Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler, Bürgermeisterin Antje Runge, Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig, der neue Kreisbrandinspektor Martin Gonder, Vertreter der Kreisjugendfeuerwehr, der Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Steinbach Dominik Hagen sowie weitere Gäste aus Politik und Hilfsorganisationen begrüßt werden.
Im Jahresbericht gab die Stadtbrandinspektion aus Stadtbrandinspektor Valentin Reuter sowie seinen beiden stellvertretenden Stadtbrandinspektoren Andreas Ruhs und Moritz Thieme-Knaus einen Überblick über die Personalentwicklung, Einsätze, Anschaffungen, Entwicklungen und Ausbildungen im Jahr 2025.
Mitgliederzahlen der Feuerwehr Oberursel für das Berichtsjahr 2025.
Der Stadtjugendwart Tim Kinkel berichtete über das Jahr der Mini- und Jugendfeuerwehr. Dabei wurde erneut deutlich, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Feuerwehr Oberursel ist. Besonders erfreulich ist, dass auch im Jahr 2025 wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche an die nächsten Stufen innerhalb der Feuerwehr herangeführt werden konnten.
Stadtjugendwart Tim Kinkel berichtete über die Tätigkeiten der Mini- und Jugendfeuerwehr.
Moritz Thieme-Knaus stellte die besonderen Einsätze des vergangenen Jahres vor. Positiv hervorzuheben ist, dass Oberursel im eigenen Zuständigkeitsbereich von größeren Schadenslagen weitgehend verschont geblieben ist. Insbesondere das Ausbleiben ausgeprägter Unwetterlagen führte zu geringeren Einsatzzahlen als in den Vorjahren – eine Entwicklung, über die man bei aller Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nur froh sein kann. Gleichwohl waren auch 2025 wieder einige markante Einsätze zu bewältigen, darunter Brände, Verkehrsunfälle, Gefahrgutlagen und Unterstützungsleistungen außerhalb des Stadtgebiets. Hervorgehoben wurde, dass einige Einsätze durch das am Standort der Feuerwehr Mitte tätige hauptamtliche Personal der Stadt Oberursel abgeleistet wurden, ohne dass eine größere Anzahl an ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen alarmiert werden musste.
Einsatzstatistik der Feuerwehr Oberursel des Jahres 2025.
Die drei Stadtbrandinspektoren stellten anschließend eine Vielzahl an Maßnahmen und Fortschritten vor, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. Dazu gehörten unter anderem organisatorische Weiterentwicklungen, Maßnahmen an den Feuerwehrhäusern, Investitionen in Technik, Fahrzeuge und persönliche Schutzausrüstung sowie Fortschritte im Bereich Zivilschutz und Warnung. Einen besonderen Stellenwert nahm weiterhin das Gefahrenabwehrzentrum ein, bei dem im Jahr 2025 beziehungsweise zu Beginn des Jahres 2026 deutliche Fortschritte erzielt werden konnten. Dazu zählen der erkennbare Baufortschritt, die Grundsteinlegung sowie abgeschlossene Verträge zur Heißausbildung mit dem Kreis und den weiteren Kommunen des Hochtaunuskreises.
Der Saal der Stadthalle war mit über 200 Anwesenden gut gefüllt.
Erwähnenswert war außerdem die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Ausbildungsmaßnahmen. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Drehleiterausbildung, Kommunikations- und Führungstrainings, Heißausbildung, Drohnenausbildung, Fahrsicherheitstraining sowie weiteren Angeboten der Kreis- und Standortausbildung.
Stadtbrandinspektor Valentin Reuter stellte die Entwicklungen, Maßnahmen und Fortschritte des vergangenen Jahres vor.
Ausblick auf das Jahr 2026
Im Ausblick auf das laufende Jahr stellte die Stadtbrandinspektion weitere Schwerpunkte in Ausbildung, Technik und Infrastruktur vor. Vorgesehen sind unter anderem weitere Sonderausbildungen, die Fortführung der Führungskräftefortbildung, Maßnahmen im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung und Waldbrand, zusätzliche Technik- und IT-Projekte sowie weitere Schritte rund um das Gefahrenabwehrzentrum. Ebenso sollen Fahrzeugbeschaffungen, Satzungsanpassungen und konzeptionelle Weiterentwicklungen weiter vorangetrieben werden.
Wahl des Ersten stellvertretenden Stadtbrandinspektors und des Sprechers der ehrenamtlichen Angehörigen
Im Rahmen der Wahlen konnte mit Andreas Henzler ein Nachfolger für Andreas Ruhs als Erster stellvertretender Stadtbrandinspektor gewählt werden. Andreas Henzler ist seit vielen Jahren Wehrführer der Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen und durch seine langjährige Mitarbeit im Wehrführerausschuss in der Gesamtfeuerwehr bestens bekannt. Noch auf der Bühne wurden ihm das Funkgerät, die Einsatzleiterweste sowie das Namensschild „Oberursel 02“ übergeben.
Der Feuerwehrdezernent Jens Uhlig gratuliert dem neuen ersten stellv. Stadtbrandinspektor Andreas Henzler zu seiner Wahl.
Ebenfalls zur Wiederwahl stand Frank Baresch, Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr. Er wurde nach fünf Jahren Amtszeit erneut in seinem Amt bestätigt. In seinem Bericht ging er auch auf Maßnahmen zur Ehrenamtsförderung ein, die unter anderem auf Grundlage einer anonymen internen Umfrage angestoßen und teilweise bereits umgesetzt wurden. Hierzu zählen insbesondere die Anschaffung verbesserter Dienstkleidung, die Förderung gemeinsamer sportlicher Aktivitäten sowie gemeinsame Ausbildungsmodelle.
Der Sprecher der ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr Oberursel führt zu seinen Tätigkeiten im vergangenen Jahr 2025 aus.
Ehrungen und Beförderungen
Befördert wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung:
Beförderung
Name
Hauptlöschmeister zum Brandmeister
Thomas Schneider
Brandmeister zum Oberbrandmeister
Frank Weineck
Die beförderten Frank Weineck und Thomas Schneider (Mitte Links und Rechts) mit der Stadtbrandinspektion.
Ehrungen Mini- und Jugendfeuerwehr
Im Bereich der Mini- und Jugendfeuerwehr wurden folgende Auszeichnungen verliehen:
Auszeichnung
Geehrte
Kindfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in Bronze
Annabel Ernst-Bender
Kindfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in Silber
Robert Knecht
Jugendfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in Bronze
Niklas Fiebelkorn Florian Matthes
Jugendfeuerwehrmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in Gold
Tim Kinkel Larissa Hagen
Darüber hinaus wurden Helga Hartwig, Sarah Vogel und Gunnar Theis im Rahmen der Ernennung der Stadtjugendfeuerwehr- und Stadtminifeuerwehrführung auf die Bühne gebeten. Gleichzeitig wurde den scheidenden Funktionsträgern Tim Kinkel, Larissa Hagen und Robert Knecht für ihr großes Engagement in der Nachwuchsarbeit gedankt.
Die scheidenden Leitung der Stadtjugendfeuerwehr wurde für ihr schaffen geehrt. Die neue Stadtminifeuerwehrwartin Helga Hartwig, die Stadtjugendfeuerwehrwartin Sarah Vogel und ihr Stellvertreter Gunnar Theis.
Nassauische Feuerwehrverbandsehrungen
Kreisbrandinspektor Martin Gonder führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Nassauischen Feuerwehrverbandes durch:
Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 Jahre
Ehrenmedaille des NFV in Gold für 30 Jahre
Benedikt Sulzbach
Daniel Rademacher
Henning Droldner
Markus Potzi
Jürgen Schickling
Alexander Kunz
Myrijam Nicolay-Rüfer
Holger Sachs
Simone Etzel
Matthias Schreiber
KBI Martin Gonder, die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Silber für 20 Jahre und SBI Valentin Reuter
KBI Martin Gonder, die geehrten mit der Ehrenmedaille des NFV in Silber für 30 Jahre und SBI Valentin Reuter
Ehrungen des Landes Hessen
Martin Gonder führte gemeinsam mit der Stadtbrandinspektion folgende Ehrungen des Landes Hessen durch:
Brandschutzehrenzeichen am Bande in Silber für 25 Jahre
Brandschutzehrenzeichen am Bande in Gold für 40 Jahre
Goldene Ehrennadel des Landes Hessen
Martin Müller
Andreas Frey
Wolfgang Kaiser
Jens Naß
Holger Himmelhuber
Dennis Becker
Florian Brandt
Markus Eisenacher
KBI Martin Gonder, die geehrten für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft und SBI Valentin Reuter
Die Geehrten mit der Goldenen Ehrennadel des Landes Hessen Holger Himmelhuber und Wolfgang Kaiser, gemeinsam mit KBI Martin Gonder und SBI Valentin Reuter
Anerkennungsprämie des Landes Hessen
Erster Stadtrat Jens Uhlig führte die Ehrung mit den Anerkennungsprämien des Landes Hessen für aktiven Feuerwehrdienst durch.
10 Jahre
20 Jahre
30 Jahre
40 Jahre
50 Jahre
Stefan Ausbüttel
Hennig Droldner
Jörg Libbert
Thomas Burkard
Manfred Schuhmann
Felix Graf
Patrick Werth
Stefan Adolph
Ulfert Hahn
Michael Mechler
Felix Kinkel
Ricko Girschikofsky
Heiko Horvath
Christian Mereien
Michael Keil
Eric Schneider
Peter Hieronymi
Jürgen Schickling
Sascha Walsch-Weisenbach
Stefan Seeger
Patrick Blasner
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 10 und 20 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 30 und 40 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.
Die Empfänger der Anerkennungsprämien für 50 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, gemeinsam mit Feuerwehrdezernent Jens Uhlig und SBI Valentin Reuter.
Besondere Ehrungen
Im Mittelpunkt des Abends standen drei besondere Ehrungen für Kameraden, die sich in besonderer Weise um die Feuerwehr Oberursel verdient gemacht haben.
Auszeichnung
Geehrter
Nassauisches Ehrenkreuz am Bande in Silber für besondere Dienste
Karl-Heinz Weber
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze
Lars Weindinger
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold
Andreas Ruhs
Den emotionalen Höhepunkt der Versammlung bildete die Ehrung und Verabschiedung von Andreas Ruhs. Mit dem Ende seiner vierten Amtszeit als stellvertretender Stadtbrandinspektor endet eine über fast zwei Jahrzehnte prägende Phase für die Feuerwehr Oberursel. Andreas Ruhs ist seit 1986 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel-Bommersheim und gehört seit 1991 der Einsatzabteilung an. Seit dem 1. April 2006 war er über vier Amtszeiten hinweg stellvertretender Stadtbrandinspektor. Gewürdigt wurden insbesondere seine Verdienste in der Bedarfs- und Entwicklungsplanung, sein Engagement im Bereich der G-ABC-Gefahrenabwehr, seine Mitwirkung an konzeptionellen Grundlagen auf Kreis- und Landesebene sowie sein außergewöhnlicher Einsatz für den Neubau und die fachliche Ausgestaltung des Gefahrenabwehrzentrums. Besonders hervorgehoben wurde auch sein Einsatz für die Heißausbildungsanlage. Neben dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold erhielt Andreas Ruhs als persönliches Zeichen des Dankes ein individuell gestaltetes Bild sowie einen gemeinsamen Abend mit Wegbegleitern und Freunden.
Der Wehrführerausschuss gemeinsam mit dem stv. SBI a.D. Andreas Ruhs und Kreisbrandinspektor Martin Gonder
Andreas Ruhs mit dem Geschenk des Wehrführerausschusses
Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze wurde Lars Weindinger ausgezeichnet. Gewürdigt wurden seine langjährigen Verdienste um die Feuerwehr Oberursel und insbesondere um die Feuerwehr Bommersheim. Hervorgehoben wurden vor allem seine Zeit als Wehrführer von 2008 bis 2017, seine Tätigkeit als Gerätewart und Zugführer sowie sein heutiges Wirken im Führungsdienst und in der Stabstelle Brand- und Zivilschutz der Stadt Oberursel.
KBI Martin Gonder mit Lars Weindinger und SBI Valentin Reuter
Karl-Heinz „Kalli“ Weber wurde mit dem Nassauischen Ehrenkreuz am Bande in Silber für besondere Dienste geehrt. Gewürdigt wurden sein langjähriges Engagement in der Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen, seine Tätigkeit als Zeugwart und Mitglied des Feuerwehrausschusses, sein Wirken im Katastrophenschutz des Hochtaunuskreises sowie sein Beitrag zur gesamtstädtischen Ausbildung, insbesondere im Bereich der Einsatzsimulation.
Der neue stv. Stadtbrandinspektor Andreas Henzler mit Karl-Heinz Weber.
Grußworte der Gäste
Im Rahmen der Grußworte richteten Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler, Bürgermeisterin Antje Runge und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig sowie Kreisbrandinspektor Martin Gonder das Wort an die Versammlung und würdigten die Arbeit der Feuerwehr Oberursel sowie das große ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte.
Bürgermeisterin Antje Runge und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig teilten sich ihr Grußwort.
Abschluss der Versammlung
Stadtbrandinspektor Valentin Reuter bedankte sich abschließend bei allen Kameradinnen und Kameraden, ihren Familien sowie den Arbeitgebern für die Unterstützung und das kontinuierliche Engagement. Er schloss die Versammlung mit dem Wunsch, dass alle Einsatzkräfte jederzeit gesund und unversehrt von ihren Einsätzen und Übungen zurückkehren.
Am frühen Morgen des 3. März 2026 kam es um 07:26 Uhr im Kreuzungsbereich der Frankfurter Landstraße / Ecke Am Weißkirchener Berg zu einem Zusammenstoß zwischen einem PKW und einer U-Bahn (Triebzug mit zwei Wagen). Durch die Kollision wurde der PKW stark beschädigt, schleuderte quer über die Fahrbahn, riss einen Ampelmast um und kam im angrenzenden Grünstreifen zum Stehen. Beim Eintreffen der Feuerwehr befanden sich die beiden Insassen bereits außerhalb des Fahrzeugs und wurden von Ersthelfern betreut.
Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich rund 125 Personen in der U-Bahn. Alle Fahrgäste wurden rettungsdienstlich gesichtet, als unverletzt eingestuft und bis zum Abschluss der polizeilichen Unfallaufnahme durch Feuerwehrkräfte betreut. Sie konnten im Zug verbleiben und ihre Fahrt anschließend fortsetzen. Die Feuerwehr sicherte das Unfallfahrzeug, nahm auslaufende Betriebsstoffe auf und unterstützte den Rettungsdienst, der die verletzten PKW-Insassen in umliegende Krankenhäuser transportierte. Nach Abfahrt des Zuges wurde der Kreuzungs- und Schienenbereich von Trümmerteilen befreit. Während des Einsatzes waren die betroffenen Straßen sowie der Schienenbereich vollständig gesperrt.
Neben dem Rettungsdienst, der Polizei sowie dem Notfallmanager der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main waren die Feuerwehren Oberursel Weißkirchen, Bommersheim und Mitte sowie die Berufsfeuerwehr Frankfurt mit insgesamt über 60 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.
Zur Unfallursache und zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr keine Angaben machen.
Neuer Führungsdienst stärkt Einsatzleitung der Feuerwehr Oberursel
Die Stadt Oberursel hat mit Wirkung zum 1. November 2025 einen neuen Führungsdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr eingeführt. Ziel ist es, die ständige Verfügbarkeit erfahrener Führungskräfte zu sichern und so die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr weiter zu stärken.
Der neue Führungsdienst ergänzt die bestehende Struktur der Stadtbrandinspektion und unterstützt insbesondere bei komplexen Einsatzlagen, Flächenereignissen oder Großschadensfällen. Eingesetzt werden erfahrene Führungskräfte aus den fünf Stadtteilfeuerwehren sowie hauptamtliche Angehörige der Feuerwehr Oberursel.
„Mit dem Führungsdienst schaffen wir ein modernes, verlässliches Instrument, das die Sicherheit der Menschen in Oberursel stärkt – von alltäglichen Einsätzen bis hin zu Großschadensereignissen. Haupt- und Ehrenamt arbeiten dabei eng und partnerschaftlich zusammen“, betont Bürgermeisterin Antje Runge.
Im Rahmen der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschusses am 28. Oktober 2025 erhielten die zwölf neuen Mitglieder ihre Ernennungsurkunden aus den Händen von Bürgermeisterin Runge, Erstem Stadtrat und Feuerwehrdezernent Jens Uhlig sowie Stadtbrandinspektor Valentin Reuter. Die Berufung gilt zunächst für fünf Jahre.
„Die zunehmende Komplexität von Einsatzlagen – etwa durch Großveranstaltungen oder Extremwettereignisse – erfordert verlässliche Führungsstrukturen“, erklärt Erster Stadtrat Jens Uhlig. „Der neue Führungsdienst entlastet unsere Wehren, sichert die Einsatzleitung rund um die Uhr ab und stärkt die Resilienz unserer Feuerwehrorganisation.“
Auch Stadtbrandinspektor Valentin Reuter hebt die Bedeutung hervor: „Der Führungsdienst ist ein wichtiger Baustein unserer Gefahrenabwehr. Er sorgt dafür, dass bei größeren Ereignissen erfahrene Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter verfügbar sind, die Lage beurteilen, Entscheidungen treffen und die Kräfte koordinieren. So bleiben wir auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig und erhöhen die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger.“
Mit dem neuen Führungsdienst etabliert Oberursel ein zukunftsfähiges Modell, das operative Einsatzleitung und strategische Steuerung verbindet. Zugleich schafft es Anreize für engagierte Feuerwehrangehörige, sich fortzubilden und Führungsverantwortung zu übernehmen. Die Einführung wird regelmäßig evaluiert, um das Konzept, welches bereits in einigen anderen hessischen Kommunen Anwendung findet, fortlaufend an die praktischen Erfahrungen und künftigen Anforderungen anzupassen.
In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde die Feuerwehr Oberursel-Mitte zu einer deutlich sichtbaren schwarzen Rauchsäule ins Feld oberhalb der Drei Hasen alarmiert.
Durch die ersteintreffenden Kräfte wurde schnell eine brennende Gartenhütte als Ursache festgestellt. Es wurde umgehend ein Löschangriff aufgebaut und mit der Brandbekämpfung begonnen.
Aufgrund der hohen Brandintensität und der exponierten Lage wurden weitere Kräfte aus Oberstedten und Bommersheim nachalarmiert.
Durch einen intensiven Löschangriff – unter anderem durch die Dachluken des Bommersheimer für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung optimierten Tanklöschfahrzeuges – konnten die Flammen schließlich eingedämmt werden.
Die Wasserversorgung wurde zunächst durch das Oberstedter Großtanklöschfahrzeug sichergestellt, während Kräfte aus Bommersheim die Wasserversorgung zu einem Hydranten aufbauten. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch viel Unrat, welcher ein Erreichen der Glutnester in der Gartenhütte fast unmöglich machte.
Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch über mehrere Stunden hin, gegen 08:30 Uhr konnte durch die Feuerwehr „Feuer aus“ gemeldet werden. Im Einsatz waren ca. 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr, sowie von Rettungsdienst und der Polizei.
Oberursel, 28. April 2025 – Am heutigen Montag wurde die Feuerwehr Oberursel gegen 13:28 Uhr zu einem Bodenfeuer im Bereich Sandplacken alarmiert. Zwischen Teufelsquartier und Fuchstanz brannte auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern der Waldboden. Aufgrund der aktuellen Trockenheit und der damit verbundenen hohen Ausbreitungsgefahr griff die angepasste Alarmierungskette: Neben der Wehr Mitte wurden auch die Feuerwehren aus Oberstedten, Stierstadt und Bommersheim alarmiert.
Erstmals im Einsatz war auch das neue Waldbrandtanklöschfahrzeug, das seine Geländetauglichkeit in dem unwegsamen Gelände eindrucksvoll unter Beweis stellte. Das Feuer konnte mit vier D-Rohren und einem Löschrucksack schnell unter Kontrolle gebracht werden. Nach etwa einer Stunde waren die Maßnahmen abgeschlossen.
Noch während der Rückfahrt der Einsatzkräfte meldete die Leitstelle einen weiteren Waldbrand auf Königsteiner Gemarkung. Auch hier unterstützten die Oberurseler Feuerwehrleute. Auf einer Fläche von rund 400 Quadratmetern konnte das Feuer gemeinsam mit den Königsteiner Kameraden zügig eingedämmt werden. Dabei kamen zwei C-Rohre sowie zwei weitere D-Rohre zum Einsatz.
Die heutigen Einsätze zeigen deutlich, wie wichtig die in den vergangenen Jahren angeschaffte Spezialausrüstung für Waldbrände ist. Besonders das Tanklöschfahrzeug Waldbrand sowie der Abrollbehälter Löschwasser mit seiner umfangreichen Waldbeladung bewährten sich im praktischen Einsatz.
Angesichts der anhaltenden Trockenheit bittet die Feuerwehr Oberursel weiterhin um besondere Vorsicht im Wald: Offenes Feuer und Rauchen sind strikt zu unterlassen, um Brände zu vermeiden.
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.