Feuerwehr Stierstadt trainiert Großtierrettung

Bereits 2024 absolvierten einige Mitglieder der Einsatzabteilung der Wehr Stierstadt ein Training zur Großtierrettung bei ComCavallo. Im Anschluss wurde durch den Förderverein der Feuerwehr Stierstadt eine Grundausstattung an Material und Gerätschaften angeschafft. Damit verfügt die Wehr über die Möglichkeit, Großtiere aus unterschiedlichen Notlagen, beispielsweise aus einer Grube oder einem Pferdeanhänger, zu retten.

Um die Einsatzkräfte auf solche besonderen Einsatzsituationen vorzubereiten, bestand der letzte Übungsblock aus zwei Übungsabenden.

Zum Auftakt ging es auf den Sonnenhof in Stierstadt, wo direkt mit echten Pferden trainiert werden konnte. Dabei übten die Teilnehmer unter anderem, Pferde sicher aus ihrer Box zu holen und zu führen. Eine besondere Herausforderung war außerdem, ein frei laufendes Pferd sicher wieder einzufangen und aufzuhalftern. So konnten alle wichtige Erfahrungen im Umgang mit den Tieren sammeln und gleichzeitig das sichere und ruhige Vorgehen trainieren.

Den Übungsabend auf dem Sonnenhof wurde außerdem für eine ausführliche Ortsbegehung des gesamten Hofgeländes genutzt. Gemeinsam wurden die Stallungen, mögliche Gefahrenbereiche und die örtlichen Besonderheiten abgelaufen. Gerade bei Einsätzen sind gute Ortskenntnisse von großer Bedeutung. Zu wissen, welche örtlichen Gegebenheiten und besonderen Gefahren an einer Einsatzstelle zu erwarten sind, kann im Ernstfall entscheidend sein. Deshalb können solche Ortskenntnisse gar nicht oft genug aufgefrischt und aktualisiert werden.

Zwei Wochen später folgte der zweite Übungsabend mit einem lebensgroßen Pferdemodell aus dem Ausbildungsbereich der Pferdewirte der Hochtaunusschule Oberursel. Das Übungspferd ermöglichte uns ein intensives Training.

Zu Beginn stand die Theorie im Mittelpunkt. Da Einsätze zur Großtierrettung ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko für Einsatzkräfte, betroffene Personen und das Tier bergen, wurde vermittelt, welche besonderen Gefahren zu beachten sind, wie sich die Einsatzkräfte im Einsatzfall verhalten und welche Maßnahmen für eine sichere und erfolgreiche Rettung erforderlich sind.

Im anschließenden praktischen Teil konnten verschiedene Fädel- und Zugtechniken geübt werden, mit denen ein in Not geratenes Großtier aus einer misslichen Lage befreit werden kann.

Durch die Kombination aus dem Training mit echten Pferden und den anschließenden technischen Übungen am lebensgroßen Übungspferd konnten die Kenntnisse erweitert und wichtige Abläufe für einen möglichen Ernstfall gefestigt werden.

Ein besonderer Dank gilt der Hochtaunusschule Oberursel für den „tierischen“ Übungspartner. Ebenso bedanken wir uns bei der Reitanlage Sonnenhof in Stierstadt, bei Familie Uttendorfer und den Einstellern für die Möglichkeit, mit den Pferden zu trainieren.

Gemeinsam sportlich für den Einsatzdienst

Nachdem Mitglieder der Feuerwehr Oberursel bereits vor drei Wochen beim Brunnenfestlauf an den Start gegangen waren, stand am vergangenen Sonntag die nächste sportliche Herausforderung auf dem Programm: Ein gemeinsames Team nahm am Oberurseler Bike Marathon teil.

Insgesamt fünf Feuerwehrangehörige aus verschiedenen Oberurseler Stadtteilfeuerwehren gingen auf den 32 und 47 Kilometer langen Strecken an den Start. Gemeinsam bewältigten sie die anspruchsvollen Routen durch den Taunus und vertraten dabei die Feuerwehr Oberursel.

Bereits beim Brunnenfestlauf hatten mehrere Mitglieder ihre sportliche Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Drei Teilnehmer absolvierten den Lauf sogar in vollständiger Feuerwehrschutzkleidung und mit Atemschutzgerät. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen zeigt, dass gemeinsamer Sport längst über die regelmäßige Ausbildung und den Einsatzdienst hinaus ein fester Bestandteil des Feuerwehrlebens ist.

Darüber hinaus hat erneut das wöchentliche HIIT-Training für die Einsatzkräfte begonnen. Unter Anleitung von Trainer Thomas Paratore vom TV Bommersheim trainieren die Feuerwehrangehörigen einmal pro Woche auf der öffentlichen Calisthenics-Anlage. Das hochintensive Intervalltraining verbindet kurze, belastende Übungsphasen mit Erholungspausen und fördert insbesondere Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit.

Auch an diesem Trainingsangebot nehmen Mitglieder verschiedener Oberurseler Stadtteilfeuerwehren gemeinsam teil. Neben der körperlichen Fitness stärkt das gemeinsame Training die Gemeinschaft und ermöglicht ein gegenseitiges Kennenlernen über die eigenen Einheiten hinaus.

Körperliche Leistungsfähigkeit ist für den Feuerwehrdienst von großer Bedeutung. Einsätze unter Atemschutz, das Tragen schwerer Ausrüstung und Arbeiten bei hohen Temperaturen verlangen den Einsatzkräften regelmäßig viel ab. Sport und gemeinsames Training tragen dazu bei, die Gesundheit zu erhalten und auf diese körperlichen Anforderungen vorbereitet zu sein.

Die Feuerwehr Oberursel freut sich, gemeinsam an sportlichen Veranstaltungen teilzunehmen und das regelmäßige Trainingsangebot fortzuführen. Bewegung verbindet, stärkt die Gesundheit und fördert zugleich die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr.

Waldbrandübung im Oberurseler Stadtwald

Am Samstag waren im Oberurseler Stadtwald im Bereich der Stierstädter Heide zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge unterwegs. Grund dafür war eine Waldbrandübung der Feuerwehr Stierstadt, die durch Einsatzkräfte der Feuerwehren Bommersheim, Weißkirchen und Oberstedten unterstützt wurde.

Angenommen wurde eine starke Rauchentwicklung in einem Waldgebiet. Da mehrere Anrufer unterschiedliche Angaben zum Brandort gemacht hatten, ließ sich die angenommene Einsatzstelle zunächst nicht genau lokalisieren.

Die brennend angenommene Wandfläche wurde mit einem Flatterband abgesteckt.

Nach einer ersten Erkundung durch den Zugführer der Feuerwehr Stierstadt wurde die neu etablierte Drohnengruppe der Feuerwehr Oberstedten hinzugezogen. Ihre Aufgabe bestand darin, das weitläufige Gebiet aus der Luft zu erkunden und die Brandstelle möglichst genau zu lokalisieren. Neben optischen Kamerasystemen verfügt die Drohne über eine Wärmebildkamera, mit der Brandstellen und andere Wärmequellen auch in unübersichtlichem Gelände erkannt werden können.

Die Drohneneinheit der Feuerwehr Oberstedten unterstützte die Einsatzleitung aus der Luft

Nachdem die versteckt im Wald liegende Übungsstelle gefunden worden war, wurden die nachrückenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge gezielt dorthin geführt. Neben dem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Stierstadt kam auch das speziell für Wald- und Vegetationsbrände ausgerüstete Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Bommersheim zum Einsatz.

Die Einsatzkräfte bekämpften das angenommene Feuer mit Löschrucksäcken, Feuerpatschen, Handwerkzeugen und einem D-Rohr. Zunächst wurde eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert. Anschließend suchten die Trupps die Fläche systematisch nach verbliebenen Glutnestern ab und löschten diese gezielt ab.

Obwohl für die Übung nur vergleichsweise wenig Wasser benötigt wurde, stellten das Großtanklöschfahrzeug aus Oberstedten und ein Löschfahrzeug aus Stierstadt die Wasserversorgung sicher. Um auch die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge und der eingesetzten Technik zu erproben, wurde zudem der Dachwerfer des Waldbrand-Tanklöschfahrzeugs in Betrieb genommen.

Zum Abschluss wurden verschiedene Techniken der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung demonstriert und gemeinsam erprobt. Derartige Übungen sind wichtig, um die Zusammenarbeit der Stadtteilfeuerwehren, das taktische Vorgehen in unübersichtlichem Gelände und den sicheren Umgang mit der vorhandenen Spezialausrüstung weiter zu verbessern.

Es wurden verschiedene Techniken zur Waldbrandbekämpfung, insbesondere mit Spezialgerät geübt.

Ein besonderer Dank gilt dem Forst des Bau und Service Oberursel und Förster Luis Kriszeleit. Die Forstabteilung unterstützt die Feuerwehr regelmäßig bei der Vorbereitung solcher Übungen und stellt geeignete Flächen zur Verfügung.

Die Übung wurde noch vor Ort nachbesprochen

Hinweis für Waldbesucherinnen und Waldbesucher

Um nachrückenden Einsatzkräften den Weg zu einer Einsatzstelle im Wald zu weisen, nutzt die Feuerwehr unter anderem seitlich auf den Boden gelegte Verkehrsleitkegel. Die Spitze des Leitkegels zeigt dabei in die vorgesehene Fahrtrichtung.

Sollten Sie bei einem Waldspaziergang liegende Leitkegel entdecken, lassen Sie diese bitte so liegen, wie Sie sie vorgefunden haben. Sie helfen damit unseren Einsatzkräften, die Einsatzstelle schnell zu erreichen. Vielen Dank!